Der Karriere-Atlas 2018

Das Karrierepotential der 14 größten deutschen Großstädte

Während ländliche Regionen überaltern und zunehmend um Fach- und Führungskräfte bangen müssen, verzeichnen die Ballungsräume seit Jahren einen Bevölkerungsanstieg. Die Städte punkten nicht nur mit einer guten Infrastruktur, sondern vor allem mit einem großen Jobangebot und damit besseren beruflichen Perspektiven und Karrierechancen. Doch Großstadt ist nicht gleich Großstadt. Während die Wirtschaft im Süden Deutschlands boomt, verharrt in einigen Ballungsräumen die Arbeitslosigkeit nach wie vor auf hohem Niveau. Teils deutliche Unterschiede gibt es auch beim Gehalt, den Lebenshaltungskosten und der Lebensqualität.

 

Welche Stadt sticht besonders hervor? Welche hinkt den Erwartungen hinterher? Wo gibt es besondere Karrierechancen? Antworten darauf gibt der aktuelle Karriere-Atlas 2018, für den Yourfirm die 14 größten deutschen Städte (Kriterium: über eine halbe Million Einwohner) genauer unter die Lupe genommen wurden. Da auch die sogenannten weichen Faktoren eine Stadt attraktiv machen, werden im Karriere-Atlas 2018 nicht nur harte Fakten zusammengetragen, sondern auch die Besonderheiten der einzelnen Städte aufgezeigt. Ergänzt wird die Städtepräsentation mit einer Übersicht über die meistgesuchten Berufe in der jeweiligen Stadt in 2017.

Großstadt ist nicht gleich Großstadt

Auf dem Siegertreppchen ganz oben landet München. Was wenig verwundert, schließlich geht die bayerische Landeshauptstadt aus den meisten Städtevergleichen als Siegerin hervor, dank der guten Infrastruktur, einem zukunftsträchtigen Branchenmix und des ungebremsten Wirtschaftswachstums und den damit Hand in Hand gehend hohen Löhnen. Der Podestplatz ganz oben hat aber auch Schattenseiten: Der Run auf München sorgt für massive Engpässe auf dem Wohnungsmarkt und exorbitant hohe Miet- und Kaufpreise für Immobilien. 

 

Auch die zweitplatzierte Stadt ist keine echte Überraschung: Stuttgart glänzt mit ähnlich guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Top- Gehältern, schreckt aber durch ebenfalls hohe Wohnkosten ab, die allerdings im Durchschnitt noch deutlich vom Münchner Niveau entfernt sind.

Das Gesamt-Ranking: Dresden schlägt Frankfurt

Eine Überraschung folgt auf Platz drei: Die Finanzmetropole Frankfurt schafft es trotz etlicher Platzierungen unter den Top 3 in den Einzelkategorien nur auf Platz 4 – hinter Dresden. Die sächsische Metropole punktet mit einer Arbeitslosenquote, die teils deutlich unter West-Niveau liegt, einem starken Arbeitsplatz-Wachstum und dem höchsten Anteil an hochqualifizierten Beschäftigten in den neuen Bundesländern.

 

Noch sind in Dresden – ebenso wie in Leipzig und Berlin – die Durchschnittsgehälter niedrig, aber die neuen Bundesländer holen auf. In allen drei Städten wächst das verfügbare Einkommen überproportional. Das höchste Plus (24,5 Prozent) verbuchen seit 2007 die Berliner Haushalte. Auf Platz 3 und 4 liegen Dresden und Leipzig mit einem Plus von 19,3 bzw. 18,9 Prozent. Zum Vergleich: In Bremen ist das real verfügbare Einkommen gerade Mal um 1 Prozent gestiegen.

Das Ruhrgebiet hinkt hinterher

Noch massiven Nachholbedarf haben die Städte im Ruhrgebiet, die fast durchwegs auf den hinteren Plätzen landen. Der Strukturwandel in Düsseldorf, Dortmund und Essen ist zwar in vollem Gange, noch aber schlägt er sich nicht auf dem Arbeitsmarkt nieder. So sind Dortmund und Essen die einzigen deutschen Großstädte, in denen die Arbeitslosenquote im Boomjahr 2017 immer noch bei über 10 Prozent liegt. Selbst das Dauersorgenkind Bremen hat diese magische Marke schon vor zwei Jahren „gerissen“.

 

„Der Karriere-Atlas soll helfen, die passende Stadt für die Berufskarriere zu finden. Sicher spielen individuelle Präferenzen bei der Städtewahl eine entscheidende Rolle, die Daten und Fakten aus unserem Städtevergleich bieten dafür eine gute Grundlage“, erklärt Yourfirm-Gründer und -Geschäftsführer Dirk Kümmerle.

 

Den Karriere-Atlas 2018 können Sie hier downloaden (pdf, 44 Seiten, 13 MB)

Die Einzelaspekte

Für das Städteranking wurden verschiedenen Aspekte untersucht und in vier Kategorien – Lebensqualität, Wohnen, Arbeiten und Einkommen – zusammengefasst.

Welche Stadt in welchen Bereichen punkten konnte, lesen Sie hier

 

 

 

 

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