Karriere-Atlas 2018: Kategorie Wohnen

Fast unbezahlbar: München

Für den Aspekt Wohnen wurden das aktuelle Miet­niveau, die Belastung für die Finanzierung einer Durchschnittswohnung sowie die Neubauquote herangezogen.

Basis für das Mietniveau waren die aktuellen Mietspie­gel sowie der Preisrechner eines großen Immobilien­portals. Daraus wurde ein Durchschnittswert ermittelt. Für die Immobilienfinanzierung wurde der Wohnin­vestment-Atlas 2017 des Immobiliendienstleisters Dr. Lübke & Kelber herangezogen. Aus der jährlichen Be­lastung durch Zins und Tilgung (Annuität 3,4 Prozent) inklusive Nebenkosten wird darin ermittelt, wieviel Prozent des Haushaltseinkommens für den Kauf ei­ner Drei-Zimmer-Wohnung (70 qm, mittlerer bis guter Wohnwert) aufgewendet werden muss.

 

Spätestens bei der Suche nach einer Wohnung wird klar, dass die hohen Gehälter in München, Stuttgart, Frankfurt & Co. zwingend erforderlich sind. Denn das Gehaltsplus wird von den Mieten bzw. der Immobili­enfinanzierung aufgefressen. Unter dem Strich bleibt dem Durchschnittshaushalt oft weniger zum Leben als in Städten wie Essen, Leipzig oder Dortmund, in denen die Durchschnittsmieten bei rund 7 Euro pro Quadrat­meter liegen.

 

Zumindest bei der Neubauquote konnte München mit einem 3. Platz punkten, den „schwarzen Peter“ in diesem Ranking aber dennoch nicht abwenden. Denn auch wenn in München eifrig gebaut wird, hinkt der Wohnungsneubau seit Jahren dem Bedarf hinterher. Und die Lücke wird immer größer.

 

Eindeutige Gewinner in Sachen (noch) günstiges Woh­nen sind Essen und Nürnberg sowie punktgleich Dres­den und Leipzig. Zunehmend problematisch wird die Situation in Berlin. Sowohl bei den Mieten wie auch bei Kaufimmobilien befindet sich die Bundeshaupt­stadt inzwischen in der Spitzengruppe, in Sachen Neu­bau tut sich hingegen zu wenig. Schon heute ist der Wohnungsmarkt in Berlin angespannt, das dürfte sich in den nächsten Jahren weiter verschärfen.

Die Methodik

Die Einzelplatzierungen in den Unterkategorien wurden mit Punkten bewertet (14 Punkte für Platz 1, 13 Punkte für Platz 2 usw.). Die maximal erreichbare Punktzahl in der Kategorie Wohnen beträgt 42.

 

 

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