Was macht eine erfolgreiche Initativbewerbung aus?

Du möchtest dich bei deinem Traum-Arbeitgeber bewerben, aber findest keine passende Stelle hierfür? Das ist kein Grund zum Aufgeben! Es sind durchaus freie Stellen verfügbar, welche vom Unternehmen nicht ausgeschrieben werden. Das kann daran liegen, dass die Stellen entweder intern besetzt werden oder durch Personaldienstleister. Kandidaten, welche sich wie du initiativ bewerben, werden allerdings häufig ebenso für nicht ausgeschriebene Stellen in Betracht gezogen.

Viele Arbeitssuchende nutzen die Initiativbewerbung, um sich bei Unternehmen zu bewerben, trotz fehlender Stellenanzeige. Mit etwas Glück und mit überzeugenden Bewerbungsunterlagen kannst du mit einer Initiativbewerbung durchaus eine Einladung zum Vorstellungsgespräch erhalten.

Vor allem in mittelständischen Unternehmen wird die Initiativbewerbung besonders gern gesehen. Doch was genau ist die Initiativbewerbung? Und was muss beachtet werden, wenn du dich initiativ bewerben möchtest? Erfahre hier, wie du deine Erfolgschancen steigern kannst und mithilfe einer Initiativbewerbung deinem Traumjob einen Schritt näherkommst.

1. Was ist eine Initiativbewerbung?

Eigeninitiative wird von vielen Personalverantwortlichen gern gesehen. Hier rückt die Initiativbewerbung in den Vordergrund. Mit einer Initiativbewerbung kannst du dich bewerben, auch wenn keine passende Stelle ausgeschrieben ist. Kannst du den Personaler mit deiner Initiativbewerbung von dir überzeugen, ist es nicht unwahrscheinlich, dass das Unternehmen Kontakt zu dir aufnimmt, auch wenn aktuell keine Stelle neubesetzt werden kann.

Nicht selten möchte das Unternehmen aufgrund deiner Qualifikationen und Fähigkeiten deine Unterlagen in seine Datenbank aufnehmen, um zu einem späteren Zeitpunkt auf dich zurückkommen zu können. Ebenfalls ist möglich, dass das Unternehmen dir ein Angebot für eine andere Position machen möchte. Aus diesem Grund ist es definitiv einen Versuch wert, sich mit einer Initiativbewerbung zu bewerben. 

2. Was solltest Du bei einer Initiativbewerbung beachten?

Frau sitzt am Laptop

Grundsätzlich besteht zwischen einer Initiativbewerbung und einer gewöhnlichen Bewerbung im Zuge einer Stellenausschreibung kein großer Unterschied. Was viele vernachlässigen, ist, dass auch die Initiativbewerbung gezielt auf das entsprechende Unternehmen abgestimmt sein sollte. Nur so wirst du Erfolgschancen haben. Das gilt sowohl für das Bewerbungsanschreiben, den Lebenslauf als auch für jegliche angehängte Dokumente.

Was jedoch zu beachten ist, sind kleine inhaltliche Abweichungen der Initiativbewerbung. Besonders wichtig ist, dass auf dem Deckblatt und Anschreiben vermerkt wird, dass es sich um eine Initiativbewerbung handelt und auf keine Stellenanzeige reagiert wurde. Vermeide das Beifügen von Zeugnissen, Zertifikaten, Bescheinigungen und weiteren Dokumenten, welche keinen direkten Bezug zur gewünschten Stelle haben. Sende ausschließlich die relevanten Dokumente, sodass sich der Personaler ganz auf diese fokussiert.

Bewerbungsexperten raten, dem potenziellen neuen Arbeitgeber so viele Informationen wie nötig und so wenige wie möglich zukommen zu lassen. Damit kannst du das Interesse des Unternehmens wecken, ohne zugleich alles über deine Person zu verraten. Später kannst du im Vorstellungsgespräch mit zusätzlichen Informationen punkten.

 

1. Informationen sind das A und O

Möchtest du eine Initiativbewerbung an einen potenziellen Arbeitgeber schicken, solltest du dich im Voraus auf alle Fälle gründlich über das Unternehmen informieren. Sendest du eine Initiativbewerbung, bedeutet das in der Regel, dass das Unternehmen momentan kein Personal für die gewünschte Stelle sucht.

Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, im Anschreiben zu begründen, warum du dich dafür entschieden hast, dich dennoch zu bewerben. Zudem sollte erwähnt werden, warum du in das Unternehmen passen würdest und welche Kenntnisse und Erfahrungen du mitbringst. Dies kannst du entweder in deinem Anschreiben erklären. Es besteht allerdings auch die Möglichkeit, ein separates Motivationsschreiben zu verfassen. Dieses wird als dritte Seite der Bewerbung eingereicht. 

Unser Erfolgstipp: Versuche, alte Stellenangebote des Unternehmens zu finden und genauer zu analysieren. Wurden bestimmte Qualifikationen oder Eigenschaften gewünscht? Diese Information kannst du zu deinem Vorteil nutzen.

Recherchiere über die Firmenphilosophie und Unternehmenskultur und binde dies in dein Anschreiben ein. Damit kannst du beweisen, dass du dich mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hast und dich mit der Philosophie identifizieren kannst.

 

2. Den richtigen Empfänger ermitteln

Eine Stellenausschreibung gibt dir in der Regel Informationen über den Ansprechpartner der Bewerbung. Diese Angaben fallen bei einer Initiativbewerbung weg. Somit ist es wichtig, vor dem Absenden der Initiativbewerbung den richtigen Empfänger und Ansprechpartner zu ermitteln, damit die Bewerbung auch bei diesem ankommt. Dafür kann ein Anruf vorab Klarheit bringen. Zudem kannst du dich anschließend in deinem Anschreiben auf dieses Telefonat beziehen.

Oftmals machen Bewerber den Fehler, die Initiativbewerbung an eine allgemeine E-Mail-Adresse wie „kontakt@firma.de" oder „info@firma.de“ zu senden. Zunächst besteht hier keine Garantie, dass die Initiativbewerbung den verantwortlichen Personaler erreicht. Des Weiteren kann dies ein Mangel an Interesse signalisieren, da es dem Bewerber nicht wichtig genug war, einen konkreten Ansprechpartner zu ermitteln.

3. Das Anschreiben in der Initiativbewerbung

Im Vergleich zu einer gewöhnlichen Bewerbung in Reaktion auf eine Stellenausschreibung gibt es bei einem Anschreiben für die Initiativbewerbung keine großen Unterschiede. So sollte dieses bestenfalls nicht länger als eine DIN-A4-Seite sein und sich an den passenden Ansprechpartner richten. Generell ist das Anschreiben einer Initiativbewerbung und einer regulären Bewerbung gleich strukturiert und aufgebaut.

Der größte Unterschied zwischen diesen beiden Bewerbungsarten liegt im Inhalt des Anschreibens. Da du dich um keine ausgeschriebene Stelle bewirbst, solltest du ausführlich begründen, warum du dich dazu entschieden hast, dich dennoch in dem Unternehmen zu bewerben. Dem Personaler sollte zudem ersichtlich werden, dass du trotz mangelnder Stellenausschreibung und Informationen über das Unternehmen recherchiert hast.

Das Bewerbungsanschreiben der Initiativbewerbung sollte beinhalten, in welcher Position oder zumindest in welcher Abteilung du gern tätig sein möchtest. Anschließend musst du den Personaler von dir und deinen Kompetenzen überzeugen. In der Regel wird nach keinem neuen Personal gesucht, da keine Stellenausschreibung veröffentlicht wurde. Aus diesem Grund ist es umso wichtiger, ein starkes Anschreiben vorzuweisen.

Wir haben dir nachfolgend in einer Checkliste zusammengefasst, auf welche Punkte du bei deinem Anschreiben für eine Initiativbewerbung besonders achten solltest:

  • Eindeutiger Bezug: Der Personaler sollte bereits anhand deiner Betreffzeile erkennen, was der Grund deiner Kontaktaufnahme ist und um welche Stelle du dich bewirbst. Gegebenenfalls kannst du hier auch auf eine bestimmte Abteilung innerhalb des Unternehmens Bezug nehmen (z. B. „Initiativbewerbung im Bereich Marketing & Sales“).
  • Berufliche Qualifikation und aktuelle Tätigkeit: Beschreibe, welchen beruflichen Werdegang du eingeschlagen hast und an welchem Punkt du dich aktuell befindest. Hast du ein Studium abgeschlossen? Bist du momentan berufstätig? Wenn ja, solltest du deine aktuellen Aufgabenbereiche beschreiben. So erhält der Personaler einen Überblick darüber, was du kannst, wo möglicherweise deine Stärken liegen und ob diese Fähigkeiten in das Unternehmen passen.
  • Begründung eines Arbeitgeberwechsels: Bist du momentan berufstätig, sollte dein potenzieller künftiger Arbeitgeber erfahren, warum du deine derzeitige Stelle kündigen möchtest. Somit ist es empfehlenswert, dies in der Bewerbung kurz anzusprechen.
  • Gewünschte Position: Auch wenn du mit einer Initiativbewerbung auf keine direkte Stellenausschreibung reagieren kannst, solltest du dennoch deutlich machen, um welche Position du dich gern bewerben möchtest. Hierbei ist es wichtig, sich im Voraus genau über das Unternehmen zu informieren. Mit einer ordentlichen Recherche kann es dir gelingen, genaue Informationen über die Unternehmensstrukturen zu erhalten. Zusätzlich findest du unter Umständen eine veraltete Stellenanzeige für eine ähnliche Position im Unternehmen. Daraus kannst du gewünschte Qualifikationen und weitere Einzelheiten entnehmen und für deine Initiativbewerbung nutzen.

4. Welche Fehler solltest Du auf jeden Fall vermeiden?

Natürlich gibt es einige Fehler, welche bei jeder Bewerbung vermieden werden sollten. Fehler in der Struktur der Bewerbung, fehlende Dokumente oder Rechtschreib- und Grammatikfehler sind nicht nur peinlich, sie sind zudem Kriterien, welche dich oftmals sofort aus dem Bewerbungsprozess ausschließen. Um dies zu vermeiden, solltest du deine kompletten Bewerbungsunterlagen genauestens prüfen, ehe du diese absendest. Dafür kannst du dir auch gern Unterstützung holen. Frage deine*n Partner*in, deine Geschwister, Arbeitskollegen oder Freunde, ob diese deine Bewerbungsunterlagen durchlesen könnten. Vielleicht fällt ihnen ein Fehler auf, den du selbst bei mehrmaliger Prüfung übersehen hast.

Das Wichtigste, was bei einem Anschreiben beachtet werden muss, ist die gezielte und konkrete Ansprache des Unternehmens sowie dessen Personaler. Dies gilt auch bei einer Initiativbewerbung. Auch wenn du dich in diesem Fall um keine bestimmte Stelle bewirbst. Vermeide allgemeine Formulierungen und finde stattdessen durch ein Telefonat heraus, wer der Ansprechpartner für eine Initiativbewerbung der entsprechenden Abteilung ist. Dies zeigt, dass du dich proaktiv für deine Zukunft im Unternehmen engagierst und dafür auch den Aufwand einer genaueren Recherche betreibst.

Schreibe selbstbewusst. Auch wenn es keine Stellenanzeige für deine gewünschte Position gibt und du nicht sicher bist, ob das Unternehmen neues Personal einstellt. Unsicherheit darfst du dir in deinem Anschreiben nicht anmerken lassen. Vermeide Aussagen wie „Ich würde mich freuen, falls Sie eine Stelle für mich frei haben“. Alternativ kannst du versuchen, dem Unternehmen zu vermitteln, warum es dich einstellen sollte, auch wenn es derzeit keine Stelle zu besetzen hat. Zeige deine Stärken und deine Fähigkeiten. Beweise, dass du motiviert bist und großes Interesse daran hast, für das Unternehmen zu arbeiten.

Informiere dich im Voraus darüber, ob das Unternehmen überhaupt Initiativbewerbungen annimmt. Größere Unternehmen haben meist eine spezielle Seite, auf welcher du alle relevanten Informationen rund um das Thema Job und Karriere findest. Wünscht sich das Unternehmen keine Initiativbewerbungen, findest du die entsprechende Information grundsätzlich dort. 

In der Regel kannst du dich in kleineren Startups immer initiativ bewerben. Diese sind meist offener für neue Leute, suchen während der wachsenden Aufbauphase nach neuem Personal und haben weniger fixe Unternehmensstrukturen.

Unser Karrieretipp: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Lasse dich nicht verunsichern, wenn das Unternehmen aktuell keine Stellenausschreibungen veröffentlicht hat. Traue dich und bewerbe dich initiativ. Auch wenn du in der Vergangenheit erfolglos warst, darfst du nicht aufgeben und solltest dein Glück probieren. Mit unseren Tipps kannst du deine Erfolgschancen erhöhen. 

5. Kostenloses Muster für Deine Initiativbewerbung?

Du möchtest dein berufliches Glück selbst in die Hand nehmen und Personaler mit einer Initiativbewerbung von dir überzeugen? Nutze unsere Tipps und Informationen, um deine Erfolgschancen zu erhöhen. Solltest du Unterstützung zur Erstellung eines Lebenslaufs benötigen, kannst du dich hier darüber informieren, wie dir dein Lebenslauf bestmöglich gelingt.

Damit deine Initiativbewerbung ein Erfolg wird, bieten wir hier ein kostenloses Muster an, welches du als Inspiration nutzen kannst, um deinen Traumjob zu erhalten. Achtung: Hierbei handelt es sich lediglich um ein Muster, welches dir Ideen verschaffen soll. Vergiss nicht deine Initiativbewerbung an deine gewünschte Position und an das Unternehmen anzupassen und zu beschreiben, warum du dich trotz fehlender Stellenanzeige bewerben möchtest. Eine Initiativbewerbung muss individuell und konkret sein, um Erfolgschancen zu garantieren.

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Mittelstand Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner Bewerbung!

FAQ - Häufig gestellte Fragen

1. Ist eine Initiativbewerbung sinnvoll?

Ja, es ist durchaus sinnvoll, eine Initiativbewerbung zu senden. Auch wenn nicht mit einer Stellenanzeige nach neuem Personal gesucht wird, kannst du mit einer aussagekräftigen Initiativbewerbung das Unternehmen von dir überzeugen. 

2. Wie schreibst du eine überzeugende Initiativbewerbung?

Eine Initiativbewerbung sollte an eine konkrete Ansprechperson adressiert sein. Beziehe dich darin auf das Unternehmen sowie dessen Philosophie, um echtes Interesse und große Motivation zu vermitteln.

3. Wie funktioniert eine Initiativbewerbung?

Grundsätzlich unterscheidet sich der Ablauf nicht von einer regulären Bewerbung. Allerdings reagierst du mit einer Initiativbewerbung auf keine Stellenanzeige. Somit musst du selbst herausfinden, an wen die Bewerbung gesendet werden muss.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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