Wie gelingt das perfekte Anschreiben?

Ehe du ein neues Beschäftigungsverhältnis eingehen kannst, musst du deinen potenziellen künftigen Arbeitgeber erst einmal auf dich und deine Fähigkeiten aufmerksam machen. Dies gelingt am besten mit einer aussagekräftigen Bewerbung samt Anschreiben und Lebenslauf. Das Anschreiben dient nicht nur dazu, dein Interesse an der vakanten Stelle auszudrücken. Es soll vor allem deine Kompetenz unterstreichen und hervorheben, warum du die ideale Wahl für den Posten bist. Kannst du mit deinem Anschreiben überzeugen, ist die Einladung zum Bewerbungsgespräch der nächste Schritt.

Ein Anschreiben für eine Bewerbung ist nicht einfach aus dem Ärmel zu schütteln. Womöglich lassen sich die Zeilen schnell füllen, es kommt jedoch auf den Inhalt an. Wichtig ist, in einem Anschreiben nicht um den heißen Brei herumzureden, nicht zu schwafeln und auch keine falschen Angaben zu machen. Halte dich stets an die Wahrheit und überzeuge mit deinen Stärken. Geübte Personaler erkennen sofort, wenn ein Anschreiben mehr Schein als Sein ist.

Wie du das perfekte Anschreiben für deine Bewerbung aufbaust, welche Informationen wichtig sind und wie du aus der Masse an Bewerbern herausstichst, erfährst du hier. Wir von Yourfirm haben für dich alles Wissenswerte rund um das Thema Anschreiben zusammengefasst, sodass du mit einem aussagekräftigen Anschreiben bestmögliche Chancen auf deinen Traumjob hast.

1. Welche allgemeinen Regeln solltest du beachten?

Wer ein Anschreiben verfasst, sollte nicht wild und unbedacht in die Tasten hauen. Bei einem Anschreiben einer Bewerbung handelt es sich um ein formelles Dokument, welches mit Struktur und sinnvollem Inhalt überzeugen sollte. Es liefert einen wesentlich persönlicheren Eindruck als der Lebenslauf und ermöglicht eine tiefer gehende Vorstellung deiner Person und deiner Fähigkeiten. Achte daher darauf, das Anschreiben verständlich und nachvollziehbar aufzubauen. Wie dir das gelingt, erfährst du in Kapitel 2.

Ein Anschreiben sollte weder zu kurz noch zu lang sein. Kein Personaler hat die Zeit und Lust, sich durch mehrere DIN-A4-Seiten Text zu blättern. Treffe daher präzise Aussagen und fokussiere dich auf das Notwendige. Als Faustregel gilt, mehr als eine Seite bis maximal eineinhalb Seiten Text sollten im Anschreiben deiner Bewerbung nicht überschritten werden.

Punkte mit dem Inhalt deines Anschreibens. Denn Sinn des Anschreibens ist es, auf dich aufmerksam zu machen und darzulegen, welchen Mehrwert du dem Unternehmen durch eine Anstellung bringen könntest. Hierzu solltest du unbedingt auf deine Fähigkeiten und Qualifikationen verweisen. Personaler bevorzugen dabei praxisnahe Bezüge, weshalb konkrete Formulierungen ein Muss in jedem gelungenen Anschreiben sind.

Floskeln vermeiden, Personaler überzeugen:

Anders als wenig aussagekräftige Schlagworte wie „teamfähig“ oder „umfangreiche Kenntnisse“ überzeugen Formulierungen, welche einen detaillierten Einblick in bisher gesammelte Praxiserfahrungen geben. Hast du bei deinem früheren Arbeitgeber bereits ein Team geleitet oder konntest ein Projekt zum Erfolg führen, sollte dies in deinem Anschreiben unbedingt Erwähnung finden.

Zu den Grundregeln zählt zudem die korrekte Rechtschreibung. Personaler achten penibel auf die richtige Schreibweise von Ansprechpartnern und Firmennamen. Willst du mit deinem Anschreiben nicht sofort auf dem Stapel der Aussortierten landen, solltest du daher auf eine korrekte Rechtschreibung und verständliche Sätze achten.

2. Wie ist ein Anschreiben aufgebaut?

Ein Anschreiben in der Bewerbung dient dazu, dem potenziellen künftigen Arbeitgeber die eigenen Qualifikationen schmackhaft zu machen. Du kannst das Anschreiben dafür nutzen, auf bisher gesammelte Praxiserfahrung einzugehen und deine Stärken in den Fokus zu rücken. Wer dabei stringent und sortiert vorgeht, kann mit einem überzeugenden Anschreiben punkten. Dein Anschreiben sollte wie folgt aufgebaut sein:

  • Kopf- und Betreffzeile:

    Die ersten Informationen sollten stets deine eigenen Kontaktdaten sein. Diese umfassen den Namen, die aktuelle Anschrift, eine Telefonnummer sowie eine E-Mail-Adresse. Diese Angaben kannst du entweder mit einer Kopfzeile realisieren oder rechtsbündig oben im Anschreiben der Bewerbung platzieren.

    Auf der linken Seite des Anschreibens hältst du die Adresse des Empfängers fest. Hier sollte zunächst das Unternehmen in seiner korrekten Schreibweise genannt werden, dann den angegebenen Ansprechpartner sowie darunter die Position oder Abteilung des Ansprechpartners im Unternehmen. Erst dann erfolgt die Angabe der postalischen Adresse. Platziere die Adresse des Empfängers so, dass sie in einem Fensterumschlag gut sichtbar und lesbar ist.

    Ehe du eine Betreffzeile formulierst, hältst du zunächst Ort und Datum fest. Diese Angaben sind mit einer bis zwei Leerzeilen ebenfalls rechtsbündig unter deinen Kontaktdaten zu machen.

    Es folgt die Betreffzeile. Diese hilft dem Unternehmen, dein Anschreiben einer Stellenausschreibung klar zuordnen zu können. Formuliere daher möglichst genau und verwende ebenjene Bezeichnung für den Job, welche auch in der Stellenausschreibung zu finden ist. Zudem solltest du die zugehörige Referenznummer der Stellenanzeige angeben.

  • Einleitung:

    Bei einem Anschreiben handelt es sich um ein formelles Dokument. Auf eine angemessene Ansprache des Empfängers sollte daher in jedem Fall Wert gelegt werden. Gängig ist die „Sehr geehrte/r Frau/Herr“-Formulierung. Nach dieser widmest du dich deiner Einleitung. Bereits aus den ersten Zeilen sollte ersichtlich werden, warum du dich um den Job bewirbst und warum du als potenzieller Kandidat infrage kommst. An dieser Stelle darfst du gern selbstbewusst auftreten. Achte jedoch darauf, dass deine Worte nicht zu selbstverliebt und arrogant klingen. Die Einleitung sollte maximal zwei bis drei Sätze lang sein.
  • Hauptteil:

    Im Hauptteil geht es darum, dem Unternehmen deine Stärken und Qualifikationen aufzuzeigen. Ein gelungener Hauptteil besteht aus zwei Absätzen, welche sich jeweils mit deinen sogenannten Hard Skills sowie deinen Soft Skills befassen.
    Die Hard Skills beschreiben sämtliche beruflichen Kompetenzen. Hier ist es sinnvoll, auf frühere Arbeitgeber und übernommene Aufgaben einzugehen. Zeige deinem potenziellen künftigen Arbeitgeber, welche Erfolge du in der Arbeitswelt bereits erzielen konntest und mache deutlich, inwieweit diese für das neue Beschäftigungsverhältnis von Gewinn wären. Wichtig hierbei ist, dass das Anschreiben kein Abklatsch des eigenen Lebenslaufes ist. Schreibe in ganzen Sätzen über deine bisher gesammelten Erfahrungen und liefere dem Personaler starke Zusatzinformationen. Je praxisnaher du deine Aussagen triffst, umso besser kann sich das Unternehmen ein Bild von dir und deinen Fähigkeiten machen.

Mit den Soft Skills hast du unterdessen die Möglichkeit, Auskunft über deine sozialen Kompetenzen zu geben. Hier solltest du jedoch nicht blind deine Team- oder Organisationsfähigkeit, Führungsqualität oder hohe Belastbarkeit auflisten. Sinnvoll ist es, auf das einzugehen, wonach in der Stellenausschreibung gesucht wird. Gleiche die Anforderungen mit deinen Stärken ab und finde sinnvolle Übereinstimmungen. Möchtest du beispielsweise im Außendienst tätig sein, sind Empathie und Kontaktfreudigkeit, aber auch Pünktlichkeit wertzuschätzende Eigenschaften. Bleibe dabei stets bei der Wahrheit und erfinde keine falschen Charakterzüge. Authentizität ist das Schlüsselwort.

  • Schluss:

    Sind dem potenziellen künftigen Arbeitgeber alle relevanten Hard Skills und Soft Skills offengelegt, wird das Anschreiben der Bewerbung mit einem selbstbewussten, aber freundlichen Schluss komplettiert. Wird in der Stellenausschreibung danach verlangt, solltest du an dieser Stelle Angaben über deine Gehaltsvorstellung sowie das frühestmögliche Eintrittsdatum machen. Auch kannst du den Personaler höflich um eine vertrauliche Behandlung deiner Bewerbung bitten. Dies ist vor allem dann sinnvoll, wenn du dich zum Zeitpunkt der Bewerbung noch in einem ungekündigten Beschäftigungsverhältnis befindest.

    Um mit einem selbstbewussten Auftreten zu überzeugen, gilt es, auf Konjunktiv-Formulierungen zu verzichten. Vor allem der Schlusssatz des Anschreibens sollte bedacht, aber stark gewählt werden. Verzichte auf Aussagen wie „Ich würde mich freuen…“, sondern stelle viel eher klar: „Auf eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch freue ich mich sehr.“

    Komplettiert wird das Dokument von der gängigen formellen Grußformel „Mit freundlichen Grüßen“. In jedem Fall solltest du das Anschreiben handschriftlich signieren und auf weitere Anlagen wie Zeugnisse, den Lebenslauf oder Referenzen hinweisen.

3. Was solltest du im Anschreiben vermeiden?

mann mit laptop und brille
Um mit deinem Anschreiben bei Personalern punkten zu können, solltest du Fettnäpfchen und Fehler unbedingt vermeiden. Die Chance, zu einem persönlichen Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden, erhältst du ausschließlich bei einwandfreier Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf.

Vermeide nicht nur Grammatik- und Rechtschreibfehler, sondern überprüfe auch die richtige Schreibweise des Unternehmens sowie des Ansprechpartners. Sollten sich hier Fehler eingeschlichen haben, ist dies nicht nur peinlich. Es könnte auch dein frühes Aus im Bewerbungsprozess bedeuten.

Ebenso ungern wird es gesehen, besteht ein Anschreiben aus offensichtlichen Standardsätzen und Phrasen. Viele Personaler erhalten am Tag mehrere Bewerbungen. Um aus der Masse herauszusuchen, musst du mit eigener Wortwahl, Kreativität und persönlichen Kompetenzen überzeugen. Wichtig hierbei ist, stets wahrheitsgemäße Aussagen zu treffen. Lügen mögen dich womöglich bis ins Vorstellungsgespräch bringen. Spätestens im persönlichen Gespräch würde die Maskerade jedoch auffallen und die Chance auf deinen Traumjob wäre dahin.

Ebenfalls wichtig: Das Anschreiben sollte dem Unternehmen mehr Informationen und ein facettenreicheres Bild deiner Person liefern als der Lebenslauf. Verzichte daher darauf, die Daten aus dem Lebenslauf stumpf in dem Anschreiben wiederzugeben. Gehe stattdessen mehr ins Detail, rücke deine Stärken und Qualifikationen in den Fokus.

4. Wie kannst du dich von anderen Bewerbern abheben?

Möchtest du mit deinem Anschreiben in der Bewerbung überzeugen, musst du aus der Masse an Bewerbern herausstechen. Abgedroschene Phrasen und 08/15-Anschreiben kennen Personaler zuhauf. Unser Anschreiben-Muster kann dir hingegen als nützliche Orientierung und Vorlage dienen. Achte darauf, deine eigenen Worte zu verwenden und deine Persönlichkeit in dem Anschreiben durchblitzen zu lassen.

Ebenfalls ist es hilfreich, im Anschreiben umfangreiche Informationen über bisherige Praxiserfahrung zu teilen. Den entscheidenden Unterschied macht, den von dir zu erwartenden Mehrwert präzise auf den Punkt zu bringen. Starke Aussagen und praxisnahe Formulierungen heben dich von Mitbewerbern ab. Auf diese Weise können sich Personaler ein erstes Bild von dir und deinen Fähigkeiten machen.

Einen guten Eindruck kannst du zudem hinterlassen, wenn du dich bereits im Vorfeld deiner Bewerbung mit dem Unternehmen und der ausgeschriebenen Stelle befasst. Führe dir vor Augen, welche Anforderungen an den Bewerber gestellt werden. So kannst du in deinem Anschreiben optimal darauf eingehen, passende Formulierungen wählen und verdeutlichen, warum du die richtige Wahl für die Stelle bist.

5.Kostenloses Muster für dein Bewerbungsanschreiben

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

1. Wie ist ein gutes Anschreiben aufgebaut?
Ein Anschreiben besteht aus Kopf- und Betreffzeile, Einleitung, Hauptteil und Schluss. Für jeden dieser Abschnitte gelten spezielle Vorgaben, deren Einhaltung für ein gelungenes Anschreiben entscheidend ist.
2. Was darf in einem Anschreiben nicht fehlen?
Ein Anschreiben dient dazu, einem Unternehmen die eigenen Fähigkeiten und Qualifikationen schmackhaft zu machen. Daher sollte in jedem Fall auf Praxiserfahrung (Hard Skills) und soziale Kompetenzen (Soft Skills) eingegangen werden.
3. Welche Fehler sollten in einem Anschreiben vermieden werden?
Um aus der Masse herauszustechen, sind aussagekräftige Informationen notwendig. Das Anschreiben sollte daher keine Kopie des Lebenslaufes sein und weder Phrasen noch Unwahrheiten beinhalten. Auch Rechtschreib- und Grammatikfehler sind tabu.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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