Wie schreibst Du Deinen perfekten Lebenslauf?

Wer sich auf eine neue Arbeitsstelle bewerben möchte, benötigt eine aussagekräftige Bewerbung. Diese besteht in der Regel aus zwei Teilen: einem Anschreiben und dem Lebenslauf. Der Lebenslauf dient als Übersicht über deine bisherige schulische Ausbildung sowie praktischen Erfahrungen. Personaler können meist mit einem Blick auf den Lebenslauf erkennen, wer als potenzieller Kandidat für eine vakante Stelle infrage kommt und wer nicht. Um diesem prüfenden Blick standhalten zu können, ist ein lückenloser Lebenslauf in ansprechender Aufmachung von Vorteil. Der Inhalt des Lebenslaufes ist jedoch um einiges relevanter.

Wie der perfekte Lebenslauf auszusehen hat, welche bisherigen erreichten Meilensteine darin vorkommen sollten und welche Fehler es zu vermeiden gilt, erfährst du hier. Wir haben für dich alles Wissenswerte zum Thema Lebenslauf zusammengefasst, sodass erfolgversprechende Bewerbungen künftig nichts mehr im Weg steht.

1. Welche grundlegenden Regeln müssen im Lebenslauf eingehalten werden?

Dein Lebenslauf sollte bei deinem potenziellen künftigen Arbeitgeber einen bestmöglichen Eindruck manifestieren. Demnach sollte er möglichst ansprechend gestaltet werden. Dies gelingt, indem du deinen Lebenslauf mit einer angemessenen Menge an Informationen füllst. Er sollte weder zu vollgepackt sein noch zu wenig Aussagekraft besitzen. Üblicherweise ist ein Lebenslauf maximal eine bis zwei DIN-A4-Seiten lang.

Selbstverständlich sollten alle Angaben der Wahrheit entsprechen. Formuliere daher genau und präzise. Achte dabei auf eine korrekte Rechtschreibung und eine sinnvolle Anordnung aller Daten. Je stringenter ein Lebenslauf aufgebaut ist, umso nachvollziehbarer und ansprechender ist er für Personaler.

2. Wie sehen die Struktur und der Inhalt eines Lebenslaufs aus?

Möchtest du deinen Lebenslauf schreiben, hast du die Wahl, wie du diesen optisch realisierst. Am geläufigsten ist die Umsetzung als tabellarischer Lebenslauf. Die Anzahl an kreativ gestalteten Lebensläufen nimmt jedoch zu. Ebensolche sind vor allem in Start-ups oder speziellen Branchen wie der Werbebranche oder Kommunikationsbranche gern gesehen.

Wie du einen klassischen tabellarischen Lebenslauf am besten strukturierst, erfährst du in den kommenden Abschnitten.




Persönliche Daten

Auf keinen Fall dürfen die persönlichen Daten fehlen. Sie geben nicht nur Auskunft über deine Person, sondern dienen auch zur Möglichkeit der Kontaktaufnahme. Versehe deinen Lebenslauf daher unbedingt mit deinem Namen, deiner Anschrift sowie deiner aktuellen E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Diese Daten sollten möglichst präsent platziert sein, um schnell gesehen zu werden.

Auch das Geburtsdatum sowie der Geburtsort und die Staatsangehörigkeit sind häufig Bestandteile eines Lebenslaufes. Obligatorisch sind diese Angaben laut Allgemeinem Gleichstellungsgesetz jedoch nicht. Ebenso freiwillig sind Angaben über den persönlichen Familienstand oder die eigenen Eltern.
frau am schreibtisch
Beruflicher Werdegang/Berufserfahrung

Für Personaler ist der berufliche Werdegang eines Bewerbers besonders wichtig. Daher sollte dieser im Lebenslauf unmittelbar nach den persönlichen Daten aufgezeigt werden. Es muss sich dem Lebenslauf verständlich entnehmen lassen, wann und wo du in welcher Position gearbeitet hast. Für gewöhnlich wird die Dauer des Arbeitsverhältnisses in der linken Spalte festgehalten. Hierzu wird die Schreibweise „Monat/Jahr - Monat/Jahr“ empfohlen. In der rechten Spalte finden sich unterdessen Informationen über die jeweilige Beschäftigung wider.

Ausformulierte Sätze sind hier überflüssig. Beschränke dich stattdessen auf den Namen des jeweiligen Arbeitgebers, deine Position im Unternehmen sowie gegebenenfalls einen besonderen übernommenen Aufgabenbereich.

Die Angaben über den bisherigen beruflichen Werdegang erfolgen in chronologisch absteigender Reihenfolge. Beginne demnach mit deinem letzten Arbeitsverhältnis und führe die Liste mit gegebenenfalls vorangegangenen Beschäftigungen fort.

 

Schulischer Werdegang/Ausbildung

Manche Stellen erfordern eine gewisse schulische Ausbildung. Die Darstellung des schulischen Werdeganges erfolgt im selben Prinzip wie jene der bisherigen Berufserfahrung. Die Zeitspannen finden in der linken Spalte Platz, rechts werden die schulischen Einrichtungen genannt, welche du zu jener Zeit besucht hast. Anstelle der eingenommenen Position gibst du hier deinen jeweils erreichten Abschluss ab. Dies kann beispielsweise die Allgemeine Hochschulreife oder ein Bachelor- oder Masterabschluss einer bestimmten Fachrichtung sein.

 Je umfangreicher der schulische sowie berufliche Werdegang ist, umso üblicher ist es, Angaben über die Grundschule auszulassen. Diese sind aus Sicht des Arbeitgebers nur selten relevant.

 

Besondere Qualifikationen und Weiterbildungen

Um aus der Masse der Bewerber herauszustechen, sind Zusatzqualifikationen jederzeit hilfreich. Hast du sachdienliche Weiterbildungen absolviert, spezielle Kurse besucht oder bei bisherigen Arbeitgebern besondere Aufgaben übernommen, sollten diese im Lebenslauf Erwähnung finden. Arbeitgeber sind stets auf der Suche nach qualifizierten Mitarbeitern mit überdurchschnittlicher Kompetenz.

Auch hier ist es sinnvoll, Zeitangaben zu den jeweiligen Ereignissen zu machen. Auf diese Weise erkennt dein potenzieller künftiger Arbeitgeber, wie lange die entsprechenden Fähigkeitsaneignungen zurückliegen bzw. wie aktuell diese sind.

 

Weitere Kenntnisse, Interessen, Sonstiges

Abgerundet wird der Lebenslauf mit Angaben über persönliche Interessen und sonstige zweckdienliche Kenntnisse. Bedeutet: An dieser Stelle sollten dem Arbeitgeber Informationen über die eigene Person geliefert werden, welche sich mitunter positiv auf das künftige Beschäftigungsverhältnis auswirken könnten.

Ist das Unternehmen beispielsweise international tätig, können besondere Sprachkenntnisse oder längere Auslandsaufenthalte hilfreich sein. Strebst du eine Beschäftigung im sozialen Bereich an, hinterlassen Ehrenämter und gemeinnütziges Engagement einen positiven Eindruck. Auch persönliche Interessen, welche mit der zu besetzenden Stelle oder dem Image des Unternehmens in Verbindung gebracht werden können, sind im Lebenslauf von Vorteil.

Darüber hinaus verschaffen fundierte EDV-Kenntnisse im Bewerbungsprozess einen Vorteil gegenüber den Mitbewerbern. Konntest du bereits Erfahrung mit speziellen Programmen sammeln, gebe auch dies in deinem Lebenslauf an.


Datum und Unterschrift

Um den Lebenslauf zu komplettieren, sind Ort, Datum und eine handschriftliche Unterschrift am Ende des Dokumentes notwendig. Für einen bestmöglichen Eindruck solltest du darauf achten, dass sowohl Ort als auch Datum im Lebenslauf sowie im dazugehörigen Anschreiben übereinstimmen.

3. Was ist bei der Wahl des Bewerbungsfotos zu beachten?

Die eigene Bewerbung mit einem Bewerbungsfoto auszustatten ist keine Pflicht. Du besitzt das Recht auf Anonymität und kannst deine Bewerbung auch ohne Foto einreichen. Jedoch werden Bewerbungen mit Bewerbungsfoto häufig priorisiert, da wir Menschen uns gern ein Bild unseres Gegenübers machen wollen. Wir empfehlen dir daher, deinen Lebenslauf mit Bild zu realisieren, um so die Chancen auf eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch zu erhöhen.

Wichtig bei einem Bewerbungsfoto ist die Ausstrahlung von Professionalität und Seriosität. Sowohl die Bildqualität als auch das Motiv sollten den Eindruck vermitteln, echtes Interesse an einem professionellen Arbeitsverhältnis zu besitzen. Zeitgleich solltest du Kompetenz sowie Freundlichkeit ausstrahlen. Dies gelingt am besten mit einem authentischen Lächeln auf den Lippen sowie einem natürlichen Auftreten. Achte zudem auf ein gepflegtes Erscheinungsbild und angemessene Kleidung.

Der Hintergrund sollte möglichst neutral gehalten sein und nicht von deiner Person ablenken. Das Bewerbungsfoto ist meist etwas größer als ein Passfoto und rückt dich als Bewerber in den Fokus. Die üblichen Maße eines Hochkant-Bewerbungsbildes sind 4,5 cm auf 6 cm.

4. Wie gehst Du mit Lücken im Lebenslauf um?

Das Leben läuft nicht immer wie geplant. Die Folge: unschöne Lücken im Lebenslauf, welche bei Personalern meist keinen guten Eindruck hinterlassen. Die Lücken zu vertuschen oder gar zu leugnen ist jedoch keine gute Idee. Stattdessen solltest du deinen Lebenslauf so ehrlich wie möglich gestalten und mit offenen Karten spielen. Lücken lassen sich wie folgt erklären, umschreiben oder gar kompensieren.

Warst du beispielsweise nach der Schule und vor dem Studium einige Monate reisen, ist das dein gutes Recht. Dies bedarf keiner Erklärung und kann bei Bedarf in einem persönlichen Gespräch thematisiert werden. Verzichte jedoch darauf, die Auslandserfahrung im Lebenslauf als Horizonterweiterung oder Ähnliches zu beschreiben.

Eine andere Möglichkeit, um Lücken im Lebenslauf abzuschwächen, sind Praktika oder ehrenamtliche Tätigkeiten. Besteht zu einem Zeitpunkt kein festes Beschäftigungsverhältnis, solltest du keinesfalls nur auf dem Hosenboden sitzen. Zeige Engagement oder investiere in dich und deine Fähigkeiten. Auf diese Weise erkennen Arbeitgeber, dass du an Fortschritt interessiert bist bzw. deine freie Zeit mit Sinnvollem verbracht hast.

Sind gesundheitliche Probleme der Grund für eine größere Lücke im Lebenslauf, sollte daraus kein Geheimnis gemacht werden. Details und Hintergründe zur Arbeitsunfähigkeit musst du keine angeben. Sinnvoll ist es jedoch, im zur Bewerbung gehörigen Anschreiben über deinen jetzigen Gesundheitszustand zu informieren. Hier solltest du festhalten, wieder voll und ganz leistungs- sowie arbeitsfähig zu sein.

5. Welche Fehler solltest Du in einem Lebenslauf vermeiden?

laptop auf schreibtisch

Ein Lebenslauf sollte auf den ersten Blick klar und verständlich aufgebaut sein. Vermeide daher zu viele Informationen, welche den Lebenslauf unübersichtlich machen. Streiche redundante Informationen wie den Besuch der Grundschule oder für die Arbeitsstelle nicht relevante Interessen. Auf ausformulierte Sätze solltest du ebenfalls verzichten. Nichtsdestotrotz ist eine korrekte Rechtschreibung enorm wichtig. Rechtschreibfehler gilt es zu vermeiden.

Der Lebenslauf sollte so seriös wie möglich gestaltet sein. Dies betrifft nicht nur die Angaben, welche stets der Wahrheit entsprechen sollten. Auch die Schrift und Schriftfarbe sollten dezent gewählt werden. Vermeide ein buntes Durcheinander und wähle hingegen eine Farbe, um neben der schwarzen Grundfarbe visuelle Highlights zu setzen.

Das Bild sollte Kompetenz und Seriosität ausstrahlen. Private Schnappschüsse haben in einem Lebenslauf nichts verloren. Ebenso solltest du dich mit der Angabe von riskanten oder fraglichen Hobbys zurückhalten. Diese könnten bei Arbeitgebern auf Abneigung stoßen und dementsprechend in Abweisung resultieren.

Vermeide wenn möglich größere Lücken im Lebenslauf. Diese lassen Personaler meist stutzig werden und die Arbeitsmoral des Bewerbers hinterfragen. Willst du einen Lebenslauf schreiben, fokussierte dich lieber auf ausgleichende Stärken, soziales Engagement oder sachdienliche Fähigkeiten.

6. Kostenlose Vorlage für Deinen Lebenslauf

Du willst einen Lebenslauf schreiben, es fehlt dir jedoch die nötige Inspiration? Nachfolgend findest du eine kostenlose Vorlage, welche dir bei der Umsetzung behilflich sein kann. Triff deine Aussagen möglichst genau, um deinen potenziell zukünftigen Arbeitgeber mit Kompetenz und Seriosität von dir und deinen Fähigkeiten zu überzeugen.

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Mittelstand Wir wünschen Dir viel Erfolg bei Deiner Bewerbung!

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Welche Informationen müssen in einen Lebenslauf?

Der Lebenslauf dient als persönliches Aushängeschild. Zwingende Angaben sind die persönlichen Kontaktdaten sowie alle bisherigen beruflichen Erfahrungen. Einen positiven Eindruck hinterlassen zudem weitere Qualifikationen und Kenntnisse.

Was darf nicht in den Lebenslauf?

Unwahrheiten sollten im Lebenslauf nicht vorkommen. Ebenso gilt es, die Angabe von riskanten oder fragwürdigen Hobbys sowie irrelevanten Interessen oder Fähigkeiten zu vermeiden. Auch private Schnappschüsse gehören nicht in den Lebenslauf.

Wie gehst du mit Lücken im Lebenslauf um?

Größere Lücken im Lebenslauf solltest du nicht mit Unwahrheiten zu vertuschen versuchen. Gleiche diese stattdessen aus, indem du den Arbeitgeber mit deinem persönlichen Engagement oder in dieser Zeit absolvierten Weiterbildungen überzeugst.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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