Vorstellungsgespräch

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch

Mit der Einladung zum Vorstellungsgespräch ist eine wichtige Hürde genommen. Die schriftliche Bewerbung und ein eventuell stattgefundenes Telefoninterview haben den potentiellen neuen Arbeitgeber überzeugt. Die meisten Mitbewerber sind aus dem Rennen geschlagen – aber noch nicht alle. Jetzt gilt es, den guten Eindruck im persönlichen Gespräch zu bestätigen. Doch gerade im Vorstellungsgespräch lauern jede Menge Fallstricke, auf die man sich allerdings vorbereiten kann.

 

Im Vorstellungsgespräch sind vier Faktoren von zentraler Bedeutung: eine gelungene Selbstpräsentation, gut vorbereitete Antworten auf die wichtigsten Interviewfragen, Faktenwissen zum Unternehmen und nicht zuletzt ein selbstbewusstes und professionelles Auftreten.

 

Faktenwissen zum Unternehmen

 

In der Regel haben sich die Bewerber schon beim Verfassen der Bewerbung über das Unternehmen und die ausgeschriebene Position informiert. Die Zeit bis zum Vorstellungsgesprächs sollte dazu genutzt werden, dieses Wissen weiter zu vertiefen. Informationen zur Unternehmensstruktur und -philosophie, zu den Produkten, Mitarbeiterzahlen, Umsatz, Zielgruppen und Standorten etc. Informationsquellen finden sich auf der Firmenhomepage, in Geschäftsberichten und Presseartikeln, aber auch auf Sozial Media-Plattformen wie Xing oder Facebook.

 

Je mehr Sie über das Unternehmen wissen, desto besser können sie im Vorstellungsgespräch mit gezielten Fragen punkten und den Gesprächspartner auf Augenhöhe begegnen. Wer sich gut auf ein Gespräch vorbereitet, erlangt nicht nur den Respekt des Gegenübers, sondern erreicht vor allem selbst ein Gefühl der Sicherheit.

 

Selbstpräsentation

 

Jeder, der schon einmal in einem Vorstellungsgespräch saß, kennt die Aufforderung zu Beginn des Gesprächs „etwas über sich selbst zu erzählen“. Und viele Bewerber tappen in die Falle, die sich hinter dieser harmlosen Frage verbirgt, und erzählen Punkt für Punkt ihren Lebenslauf. Aber genau das will der Personaler nicht hören, den Lebenslauf kennt er ja schon aus der Bewerbung. Der Personaler will mit dieser Frage vielmehr herausfinden, ob der Bewerber (sich selbst) präsentieren kann.

 

Standardfragen

 

So unterschiedlich Vorstellungsgespräche auch ablaufen, so gibt es doch einige Standardfragen, auf die in jedem Vorstellungsgespräch auftauchen, wie

 

  • „Was reizt Sie besonders an dieser Stelle?“
  • „Wo liegen Ihre Stärken/Schwächen?“
  • „Warum möchten Sie diese Stelle; was reizt Sie, diese Aufgabe zu übernehmen?“

Und auf diese Fragen kann man sich vorbereiten.

 

Als Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch unabdingbar ist Blick in die Bewerbungsmappe: Sind Lücken im Lebenslauf vorhanden, wo gibt es Erklärungsbedarf? Eine genaue und (selbst-)kritische Prüfung hilft, sich auch auf unangenehme Fragen gut vorzubereiten.

 

Pünktlichkeit

 

Wer eine längere Anfahrt zum Vorstellungsgespräch hat, sollte genug Zeit einplanen und auch mögliche Verzögerungsgründe wie Stau, schlechtes Wetter oder fehlende Parkplätze einplanen. Und: Mit dem Erreichen des Firmengeländes ist man keineswegs schon am Ziel. Auch die Anmeldung beim Pförtner oder der Sekretärin und der Weg ins Besprechungszimmer kostet wertvolle Minuten.

 

Zu spät zu kommen, ist ein absolutes „No-Go“. Sollten Sie trotz aller Bemühungen den Termin nicht einhalten können, rufen Sie unbedingt an, sobald Sie abschätzen können, dass Sie nicht rechtzeitig eintreffen. Nennen Sie dabei auch eine ungefähre Zeit, zu der Sie voraussichtlich ankommen werden. Das gibt Planungssicherheit, denn niemand wartet gerne auf einen Bewerber. Deshalb unbedingt die Telefonnummer ihres Kontakts ins Handy speichern.

 

Erscheinungsbild

 

Auch das Erscheinungsbild darf nicht vernachlässigt werden. Das beginnt bei der angemessenen Frisur und endet bei der passenden Kleidung: Welches Outfit das Richtige ist, hängt in hohem Maße vom Unternehmen sowie der ausgeschriebenen Position ab. Ein Bewerber für einen Werkstattjob ist mit Anzug und Krawatte ebenso unpassend gekleidet wie ein Kandidat für einen Beraterjob, der in Jeans, Poloshirt und Jackett zum Bewerbungsgespräch kommt.
 

Für die meisten ist ein Vorstellungsgespräch eine Stresssituation. Darauf aber kann man sich vorbereiten und mit ein bisschen Planung schon im Vorfeld eine ganze Reihe Unsicherheitsfaktoren ausräumen. Und das Gefühl, alles getan zu haben, damit das Gespräch zum Erfolg wird, ist schon die halbe Miete …

 

 

 

 

Tücken der Selbstpräsentation

„Dann erzählen Sie doch mal etwas über sich“ – jeder, der schon einmal in einem Vorstellungsgespräch saß, kennt diesen Satz. Nach Smalltalk und einigen Worten des Personalers über die Firma und die ausgeschriebene Position, fällt diese harmlos klingenden Aufforderung. Viele Bewerber nehmen den Ball begeistert auf und beginnen, Punkt für Punkt ihren Lebenslauf abzuarbeiten. Erzählen, schweifen ab oder verzetteln sich in Details und werden irgendwann ungeduldig von ihrem Gegenüber unterbrochen.

Sich selbst optimal präsentieren

 

Der Personaler erwartet hier keine Aufzählung der Informationen, welche er ebenfalls in dem ihm vorliegenden Lebenslauf finden kann. Denn häufig hat er sich bereits vorab mit den wichtigsten Stationen Ihres Lebens auseinandergesetzt.  Mit der Aufforderung zur Selbstpräsentation verfolgt der Personaler meist ein anderes Ziel: Er will wissen, ob der Bewerber (sich selbst) präsentieren, seine Kompetenzen glaubwürdig „verkaufen“ und auf den Punkt kommen kann. Wenn es um Positionen in der Beratung oder im Sales-Bereich geht, befindet sich der Bewerber hier unbewusst schon in der Probearbeit.

 

Gelungen ist eine Selbstpräsentation dann, wenn der Bewerber die Besonderheiten seines bisherigen Berufswegs aufzeigen und einen Bogen zur ausgeschriebenen Stelle schlagen kann. Als Beispiele eignen sich hier besondere Projekte oder eine Aufgabe, die besonders gut gemeistert wurde.

 

Maximale Dauer: Fünf Minuten

 

Hilfreich bei der Vorbereitung auf die Selbstdarstellung ist ein Blick in die Stellenausschreibung. Hier finden sich in der in der Regel Informationen zu den Kompetenzen und Qualifikationen, die dem Unternehmen besonders wichtig sind. Überlegen Sie sich dann, welche dieser Eigenschaften Sie besitzen, was Sie können und wie Sie dies in der Firma einbringen können. Ein besonderer Fokus gilt Ihrer Leistungsmotivation. Warum wollen Sie diesen Job bei dieser Firma? Was treibt Sie an und was haben Sie bereits bisher dafür getan, um den Job zu bekommen? Was verbindet Sie mit dem Unternehmen?

 

Generell sollte die Selbstdarstellung des Bewerbers nicht länger als fünf Minuten dauern und mit einem klaren Statement enden, in dem Sie durchaus selbstbewusst auftreten dürfen. Wie wäre es beispielsweise mit: „Mit mir kriegen Sie genau den Mitarbeiter, den Sie für diese Position suchen“?

 

Präsentation im Vorfeld üben

 

Sie sollten es in jedem Fall vermeiden, Kritisches zu Ihrer Person oder persönliche Misserfolge zur Sprache zu bringen. Allerdings sollten Sie sich dennoch darauf vorbereiten, dass Sie sich zu Ihren Schwächen äußern müssen. Denn die Frage „Wo sehen Sie ihre Schwächen“ kommt in einem Vorstellungsgespräch fast so sicher wie das sprichwörtliche „Amen“ in der Kirche. Versuchen Sie darauf zu antworten, indem Sie keine für die Stelle gravierenden Einschränkungen auswählen und zeigen Sie anhand eines Beispiels, dass Sie diese im Griff haben.

 

Generell empfiehlt es sich, die Selbstpräsentation für jedes Vorstellungsgespräch aufs Neue zu erarbeiten. Übungssequenzen mit FreundIn oder PartnerIn – gegebenenfalls mit einem Bewerbungscoach und Kamera – fördern die Sicherheit und die Überzeugungskraft für die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch.

 

 

Die typischen Fragen im Vorstellungsgespräch

Viele Bewerber fürchten, im Vorstellungsgespräch mit unangenehmen Fragen konfrontiert zu werden. Doch auch hier gilt: Eine gründliche Vorbereitung auf das Gespräch und den potentiellen neuen Arbeitgeber ist die halbe Miete. Den wer im Vorstellungsgespräch auch heikle Fragen souverän beantwortet, sammelt zusätzliche Pluspunkte. Deshalb haben wir hier einige Fragen ausgesucht, die im Vorstellungsgespräch besonders häufig gestellt werden. Wir erläutern auch, was der Personalverantwortliche damit wirklich wissen will.

 

Welche ihrer persönlichen Eigenschaften sehen Sie kritisch? Was sind ihre Schwächen?

 

Das will der Personalchef wirklich wissen: Ist der Bewerber fähig zur Selbstkritik? Wie geht er mit unangenehmen Fragen um?

 

Bei dieser Frage flüchten sich viele Bewerber in auswendig gelernte Phrasen, um keine Angriffsfläche zu bieten. Der Personalverantwortliche kennt diese Allgemeinplätze jedoch zur Genüge und durchschaut sie schnell als Strategie des Bewerbers, nur Eigenschaften zu nennen, die sich auch als Stärken interpretieren lassen (z.B. Perfektionismus).

 

Diese Frage kommt in fast jedem Vorstellungsgespräch – und viele scheitern daran. Und das obwohl man sich bestens darauf vorbereiten und sich im Vorfeld überlegen kann, welche Schwächen man im Vorstellungsgespräch preisgeben will. Das Geständnis, mit neuen Aufgaben überfordert und nicht kritikfähig zu sein, macht sicherlich keinen guten Eindruck.

 

Besser ist es, bei der Antwort eine bestimmte persönliche Eigenschaft herauszugreifen und diese in wenigen Sätzen sachlich zu erläutern.

 

Weshalb sollten wir Sie einstellen, warum sind gerade Sie der/die Richtige?

 

Das will der Personalchef wirklich wissen: Wie bewältigt der Bewerber Stresssituationen? Kennt er seine Stärken und kann diese überzeugend darlegen?

Fragen dieser Art sind eine Chance, sich als perfekten Kandidaten zu präsentieren. Minutenlange Monologe sind jedoch unangebracht – wer es mit der Eigenwerbung übertreibt, hat genauso schlechte Karten wie ein Bewerber, der im Vorstellungsgespräch aus Schüchternheit kaum ein Wort herausbringt.

Die Antwort auf diese Frage, auf die man sich ja bestens vorbereitzen kann, wenn man sich vorher mit der Jobbeschreibung und der Firma vertraut gemacht hat, sollte ruhig und überlegt erfolgen. auch hier sollten relevante Qualifikationen anhand von Beispielen erläutert werden.

 

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

 

Das will der Personalchef wirklich wissen: Hat der Bewerber eigene Perspektiven entwickelt? Kann er diese innerhalb des Unternehmens umsetzen?

Aus dem Stegreif ist eine solch komplexe Fragen eher schwer zu beantworten. Deshalb ist es sinnvoll, sich vor dem Vorstellungsgespräch in aller Ruhe mit den eigenen Vorstellungen auseinanderzusetzen, um daraus konkrete Ziele zu entwickeln: Reizt mich in erster Linie der berufliche Aufstieg oder möchte ich mich auf ein bestimmtes Arbeitsgebiet spezialisieren? Wie stelle ich mir meine berufliche Laufbahn im konkreten Unternehmen vor?

 

Auch hier hilft gute Vorbereitung: Wen man bei seinen Recherchen erfährt, dass das Unternehmen eine Umstrukturierung plant, kann man mit diesem Wissen punkten. Eine gut durchdachte Antwort macht im Vorstellungsgespräch definitiv Eindruck, da sie als Hinweis auf eine hohe Motivation des Bewerbers gilt.

 

Welche Fragen haben Sie an uns?

 

Das will der Personalchef wirklich wissen: Zeigt der Bewerber tatsächlich Interesse am Unternehmen? Hat er sich im Vorfeld umfassend informiert?

Schon in der Vorbereitung des Gesprächstermins sollte man sich darüber im Klaren werden, welche Fragen beim Einstieg besonders interessant sind (Wer ist mein direkter Vorgesetzter, welcher Zeitraum ist für die Einarbeitung vorgesehen?). Der Personalverantwortliche gibt auch zu komplexeren Themen wie Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten gerne Auskunft. Offene Fragen, die nicht nur mit "ja" oder "nein" zu beantworten sind, geben deinem Gesprächspartner die Möglichkeit, ausführlich zu antworten.

 

Nicht empfehlenswert ist es Fragen zu stellen, die durch einfache Recherchen (z. B. Besuch der Firmenhomepage) leicht zu beantworten wären. Punkten können sie allerdings dann, wen sie die auf der Homepage zu findenden Informationen als Aufhänger für tiefer gehende Fragen nutzen.

 

Fragen zu Arbeitszeiten oder der Vergütung sollten im Vorstellungsgespräch zwar angesprochen werden, aber erst dann, wenn alle relevanten Fragen beantwortet sind. Sonst entsteht der Eindruck, der Bewerber interessiere sich nicht für die Stelle, sondern hauptsächlich für das Gehalt.

 

 

 

Körpersprache richtig einsetzen

Im persönlichen Gespräch zählt vor allem der erste Eindruck. In Sekundenschnelle entscheidet jeder von uns unbewusst, ob uns jemand sympathisch ist oder nicht. Das gilt natürlich auch in einem Vorstellungsgespräch. Eine piepsige Stimme, hängende Schultern, ein unsicherer Blick und ein lascher, womöglich noch feuchter Händedruck können dazu führen, dass Sie Ihre Chance schon vor dem eigentlichen Gespräch vertan haben. Denn die Körpersprache ist ein wichtiger Kommunikationsfaktor, der darüber entscheidet, wie wir unser Gegenüber wahrnehmen. Und dieser Eindruck bleibt haften …

 

Souverän von Anfang an

 

Neben der passenden Optik (Frisur, Kleidung, Schuhe) punkten Sie mit direktem Blickkontakt, offener Körperhaltung und einer freundlichen Mimik. Auch eine sichere und tendenziell eher tiefere Stimme sorgt für eine souveräne Ausstrahlung. Und das nicht erst, wenn Sie Ihrem Gesprächspartner gegenüberstehen, sondern schon beim Betreten der Firma. Denn es kommt durchaus vor, dass Personaler den Pförtner oder die Sekretärin um einen Eindruck ihres Auftritts bitten.

 

Es kann übrigens auch sein, dass Ihr Auto in Augenschein genommen wird, wenn es auf dem Firmenparkplatz steht. Ein Besuch in der Waschanlage und eine Innenreinigung können also nicht schaden ...

 

Körpersprache kann man trainieren

 

Die Körpersprache ist ein wichtiger Kommunikationsfaktor. Besonders in beruflichen Situationen, beispielsweise bei einem geschäftlichen Meeting oder einer Gehaltsverhandlung sind es die nonverbalen Signale, die darüber entscheiden, ob der Gegenüber als kompetent und vertrauenswürdig wahrgenommen wird.

 

Da die Körpersprache meist unbewusst abläuft, wird sie häufig als Indiz für Aufrichtigkeit herangezogen. Wer sich im Vorstellungsgespräch bei heiklen Fragen nervös am Ohr zupft oder die Nase reibt, macht garantiert keinen souveränen Eindruck, den das sind typische Verlegenheitsgesten. Im schlimmsten Fall interpretiert der Personalverantwortliche sie als Indiz dafür, dass der Bewerber nicht ganz ehrlich ist oder Informationen zurückhält.

 

Und oft sind es Kleinigkeiten, die zu Irritationen führen. Wer sich beispielweise um eine Führungsposition bewirbt und das Vorstellungsgespräch mit einem kraftlosen Handschlag beginnt, wird Schwierigkeiten haben, glaubhaft Stärke und Führungskompetenz zu vermitteln.

 

Es geht also, solche „schlechten Angewohnheiten“ zu identifizieren - beispielsweise, indem man einen Freund oder Verwandten bittet, auf die Gestik und Mimik zu achten. Denn nur wenn man sie kennt, kann man solche „Ticks“ wegtrainieren.

 

Körpersprache wirkt übrigens nicht nur nach außen, sondern auch nach innen - wer aufrecht und mit geradem, selbstbewusstem Blick durchs Leben geht, fühlt sich auch dementsprechend und strahlt mehr Souveränität aus.

 

Die Chemie muss stimmen

 

Ob ein Bewerbungsgespräch erfolgreich verläuft, hängt primär natürlich davon ab, ob fachliche Fähigkeiten und Erfahrungen in die Firma und auf die Position passen. Eine große Rolle spielt aber auch, ob jemand als sympathisch empfunden werden. Sprich: Ob die Chemie stimmt.

 

Sympathie entsteht generell durch Übereinstimmung und Gemeinsamkeiten. Entscheidend für den Eindruck, den Sie im Vorstellungsgespräch hinterlassen, ist also nicht nur, was Sie können, sondern wie Sie dies dem Gesprächspartner darstellen. Arbeiten Sie möglichst viele Überschneidungen zwischen den Anforderungen des Jobs und Ihren Erfahrungen und Kompetenzen heraus. Dieses Schlüssel-Schloss-Prinzip macht Sie glaubhaft – und sympathisch.

 

Unabdingbar dafür ist eine gute Vorbereitung auf das Gespräch. Wobei Sie schon bei den Recherchen über das Unternehmen darauf achten sollten, was Ihnen an dem Unternehmen, der Unternehmenskultur oder dem ausgeschriebenen Job besonders gefällt und was Ihnen sympathisch ist. Das können Sie dann wunderbar in Ihre Begründung einflechten, warum genau Sie der oder die Richtige für den Job sind.

 

Nicht zu viel Perfektion

 

Konzentrieren Sie sich auf das, was Ihr Gesprächspartner sagt und signalisieren Sie durch Nicken, eine zugewandte Körperhaltung und lockeren Blickkontakt, dass Sie bei der Sache sind. Und ganz wichtig: Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht ganz verstehen. Das signalisiert echtes Interesse.

 

Wir finden Menschen sympathischer, die mit uns einer Meinung sind. Aber farblose Ja-Sager mag wiederum auch keiner. Da, wo es Ihnen wichtig ist, können Sie also durchaus Ihre abweichende Meinung vertreten.

 

Unperfekte Menschen wirken übrigens sympathischer. Wer zu perfekt ist, wird schnell als aalglatt eingeschätzt. Also machen Sie sich keine Sorgen, wenn Sie etwas nervös sind oder Sie auf eine der Fragen keine glatte Antwort wissen.

 

Und wenn es mit der Sympathie dann doch nicht klappt, seien Sie froh. Sie möchten ja nicht in einem Unternehmen arbeiten, in dem für Sie die Chemie nicht stimmt. Denn auch Sie gewinnen in dem Vorstellungsgespräch einen Eindruck und zwar davon, ob dieser Arbeitgeber der richtige für Sie ist ...

 

Dresscode fürs Vorstellungsgespräch

Auf ein Bewerbungsgespräch bereiten sich die meisten sorgfältig vor – und verschwenden dabei an die passende Kleidung kaum einen Gedanken. Genauso wie eine gewissenhafte Vorbereitung auf das Gespräch signalisieren das passendes Outfit und ein gepflegtes Äußeres dem Gegenüber, dass man den Termin und damit die Bewerbung ernst nimmt. Dabei gilt: Lieber overdressed als underdressed.

Mit dem ersten Eindruck können Sie viel gewinnen – aber auch verlieren. Denn gerade beim Vorstellungsgespräch gilt: „Kleider machen Leute“. Denn Ihr Gesprächspartner hat sich bislang sein Urteil über Sie als Person nur aus dem Lebenslauf, dem Anschreiben und ihrem Bewerbungsfoto gebildet. Vielleicht kennt er auch schon aus einem Telefonat im Vorfeld des Gesprächstermins Ihre Stimme. Im Vorstellungsgespräch sieht er Sie das erste Mal als Person. Ob dieser erste Eindruck positiv oder negativ ausfällt, entscheidet nicht zuletzt Ihre Kleidung und Ihr Auftreten.

 

Grundregel für das Outfit

 

Zwar unterscheiden sich Kleiderregeln je nach Branche, Position und Unternehmen, allerdings gibt es für das Outfit beim Vorstellungsgespräch einige Grundregeln, die immer eingehalten werden müssen.

 

Zum einen muss die Kleidung beim Vorstellungsgespräch zu dem Job passen, für den Sie sich bewerben. Wer zum Vorstellungsgespräch für einen handwerklichen Beruf im Anzug erscheint, wirkt nicht nur overdressed, sondern hinterlässt womöglich den Eindruck, dass er sich nicht gern die Finger schmutzig macht. Im Gegenzug ist eine Jeans und ein Poloshirt im Vorstellungsgespräch für einen Job in einer Bank oder Versicherung fehl am Platz.

 

Leider gibt es „die beste Kleidung“ für jedes Bewerbungsgespräch nicht. Andererseits sollte auch der Wohlfühlfaktor nicht zu kurz kommen. Denn nur wer sich wohlfühlt, kann auch selbstbewusst auftreten.

 

Wer sich also in einem Anzug wie verkleidet vorkommt, wird dies beim Vorstellungsgespräch ausstrahlen. Deshalb ist es ratsam, die Kleidung für das Bewerbungsgespräch vorher mehrmals zu tragen. Auch zu enge Hemden, rutschende Hosen und drückende Schuhe hemmen das Wohlgefühl und sorgen für Verunsicherung, und das wird ein erfahrener Personaler sofort bemerken. Vermeiden Sie deshalb nach Möglichkeit Kleidung, die überhaupt nicht zu Ihnen passt oder sie kaufen das Outfit früh genug und tragen es einige Male, damit Sie sich daran gewöhnen.

 

Dresscode contra Individualität

 

Auch wenn es einen allgemeinen Dresscode für eine Branche gibt, kann sich dieser wiederum von Unternehmen zu Unternehmen unterschieden. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl lässt sich aber auch dieses vermeintliche Dilemma lösen.

 

Warum nicht vor dem Bewerbungsgespräch bei der Firma vorbeischauen und sich die Mitarbeiter ansehen. Ist die unauffällige Beobachtung nicht möglich, kann man die Mitarbeiter direkt auf den Dresscode ansprechen, sie werden mit Sicherheit gerne weiterhelfen. Auch ein Blick auf die Webseite oder in Firmenbroschüren kann helfen.

 

Auch eine direkte Frage an den Personaler wird sicherlich nicht negativ aufgenommen, sondern zeugt von echtem Interesse an der Firma und dem Job.

 

Im Grunde gibt es bei der Kleiderwahl zwei Möglichkeiten:

Wer sich für eine Führungsposition oder eine Stelle mit viel Kundenkontakt oder in Branchen bewirbt, die von einem besonders seriösen Image leben, wie Versicherungen oder Banken, ist mit einem dunklen (nicht schwarzen!) Anzug, passendem Hemd, dezenter Krawatte und Lederschuhen auf der sicheren Seite. Frauen greifen zu einem Hosenanzug oder Kostüm und Pumps

Für Jobs, in denen die Kleiderordnung im Arbeitsalltag eher praktisch orientiert ist, reicht es etwas legerer. Bei Männern besteht die Kombination aus dunkler Hose oder Jeans, Hemd und Sakko, Frauen greifen zu dunklem Rock oder Stoffhose und Bluse.

 

Je weniger Kundenkontakt, desto freierer der Dresscode

 

Die Kleiderwahl orientiert sich auch an der Position, für die sich der Kandidat bewirbt. Hier gilt: Je höher und wichtiger die angestrebte Position, desto wichtiger ist ein eleganter Kleidungsstil. Hosenanzug und Kostüm beziehungsweise Anzug, Hemd und Krawatte werden deshalb auch von fast jedem Unternehmen verlangt.

 

In der Praxis steigt die Toleranz in puncto äußere Erscheinung, je weniger Kundenkontakt beim gewünschten Job besteht. Generell sind Unternehmen heute sehr viel locker, wenn es um die Kleidung ihrer Angestellten geht. Das spiegelt sich auch in den Erwartungen bei einem Vorstellungsgespräch wieder.

 

Somit fällt eine eher legere Kombination aus Hemd und Jeans nicht mehr zwingend negativ ins Gewicht. Dennoch ist die Akzeptanz schwer vorauszusehen, deshalb gilt auch hier wieder die Regel: Lieber overdressed als underdressed. Zumindest beim Vorstellungsgespräch sollten Bewerber ein seriöses Outfit tragen, um ihrem Gegenüber zu zeigen, dass eine gewisse Ernsthaftigkeit herrscht.

 

Kreativ und modern

 

Kreativ-moderne Branchen und viele Startup-Unternehmen bilden eine Ausnahme zu den „klassischen“ Firmen. Hier gelten besondere Regeln beziehungsweise teilweise gibt es gar keine. In puncto Kleidung ist die Auswahl groß und somit besonders schwierig. Wer in einem Mode-Unternehmen arbeiten möchte, muss sich womöglich besonders schick und trendy kleiden, um dem Gegenüber zu zeigen, dass die neusten Trends bekannt sind.

 

In kreativen Branche wird viel Wert auf das „individuelle Etwas“ gelegt, der den eigenen Stil zum Vorschein bringt. Wer beispielsweise gerne auffällige Uhren trägt, sollte Sie bei dieser Gelegenheit nicht verstecken.

 

 Körperschmuck beim Bewerbungsgespräch

 

Etwas anders sieht es mit Tattoos und Piercings aus.  Sie können in konservativen Berufen durchaus problematisch werden. Gegen einen Ohrring wird niemand Einwände haben, anders sieht es bei auffälligen Tattoos am Hals aus. Wer den Schmuck jedoch sichtbar trägt, muss sich darauf einstellen, dass er bemerkt und womöglich angesprochen wird.

 

Aus strategischer Sicht kann es für Bewerber sinnvoll sein, Körperschmuck zunächst zu verstecken, bis man den Interviewer von seinen Vorteilen überzeugt hat. Später kann der Körperschmuck angesprochen und das Thema ausführlicher diskutiert werden.

 

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Das Vorstellungsgespräch – Die große Chance

Die Bewerbung war erfolgreich, die Einladung zum Vorstellungsgespräch liegt vor. Das ist die große Chance, um den Job zu ergattern. Dabei ist eine gute Vorbereitung das A und O, um einen positiven Eindruck beim Unternehmen zu hinterlassen.

 

Das Wichtigste ist, sich vor dem Vorstellungsgespräch über das Unternehmen und die ausgeschriebene Stelle zu informieren. Dabei kann man auf verschiedene Informationsquellen zurückgreifen, wie beispielsweise auf die firmeneigene Homepage. Zwar muss man als Bewerber nicht alles über das Unternehmen wissen, aber zumindest die Basisinformationen müssen sitzen: Was macht das Unternehmen genau und wofür es steht. Auch über die ausgeschriebene Stelle sollte man sich spätestens jetzt genauer informieren, schließlich geht es um den zukünftigen Job.

 

Vor dem Vorstellungsgespräch sollten auch die Bewerbungsunterlagen noch einmal durchgegangen werden. Wo sind Lücken, die erklärungsbedürftig sind? Denn genau hier wird der Personaler anhacken, und genau darauf kann man sich optimal vorbereiten.

 

Die richtige Kleidung macht den richtigen Eindruck. Diese hängt vom Unternehmen und von der ausgeschriebenen Position ab. We sich nicht sicher ist, welches Outfit geeignet ist, sollte sich eher konservativ kleiden. Auch eine angemessene Frisur ist wichtig.

 

Zu einer gründlichen Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch gehört auch, sich auf häufig gestellte Fragen vorzubereiten. Was sind die persönlichen Stärken/Schwächen? Weshalb bin ich genau der/die Richtige für den Job zu sein?

 

Wichtig ist nicht nur was, gesprochen wird, sondern auch die Körpersprache. Viele Personalverantwortliche achten bei Fragen auf Gestik und Mimik: