Wie überzeugst Du mit dem Schlusssatz im Bewerbungsschreiben?

Erhält ein Personaler eine Bewerbung, fällt der Blick zunächst auf das Anschreiben. Hier sind wichtige Informationen über den Bewerber enthalten und seine Beweggründe hinter der Bewerbung werden geschildert. Abgeschlossen wird das Anschreiben mit einem Schlusssatz, welcher nicht für jeden immer einfach zu formulieren ist.

Aber warum ist der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben so wichtig? Und wie wird der Schlusssatz in einem Bewerbungsschreiben richtig formuliert? Hier erfährst Du, welche Fehler es zu vermeiden gilt und was ein gut formulierter Schlusssatz in einem Bewerbungsschreiben bewirken kann.

1. Warum ist der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben so wichtig?

Eine gute Bewerbung besteht aus unterschiedlichen Bausteinen, welche alle einen wichtigen Einfluss auf den Gesamteindruck haben. Häufig erhalten Firmen auf ein Stellenangebot mehrere Bewerbungen, aus welchen sie den geeigneten Mitarbeiter auswählen müssen. Dabei gilt es für Dich nicht nur durch Deine fachlichen Fähigkeiten zu überzeugen, sondern zunächst aus der Masse herauszustechen und damit im Gedächtnis zu bleiben. Die erste Chance hierzu bietet sich durch das Anschreiben. 

Gut formulierte, schlüssige und auf den Punkt gebrachte Texte heben sich dabei deutlich von gängigen Standardvorlagen aus dem Internet ab und erzeugen somit Aufmerksamkeit beim Leser. Ist Dir das Anschreiben gelungen, gilt es mit dem letzten Satz diesen Eindruck aufrechtzuerhalten.

Hier kannst Du einige Pluspunkte sammeln und dem Leser bereits ein paar offene Fragen direkt beantworten. So kann er Dich besser einschätzen. Aber auch Fehler können gemacht werden und so genau das Gegenteil erzeugen. Der Schlusssatz rundet Dein Bewerbungsschreiben sozusagen ab und bildet einen selbstbewussten Abschluss des Anschreibens.

2. Wie formulierst Du einen überzeugenden Schlusssatz in Deinem Bewerbungsschreiben?

laptop auf schreibtisch

Vielen Bewerbern fällt es schwer, den Schlusssatz im Bewerbungsschreiben richtig zu formulieren und die relevanten Informationen darin zu erwähnen. Bei der Formulierung Deines Schlusssatzes gilt es neben dem Inhalt vor allem darauf zu achten, die richtige Wortwahl zu treffen. 

Wichtig ist, den Leser zu einer Rückmeldung aufzufordern. Wie auch im Marketing bei der Werbung ist es daher ratsam, einen sogenannten „Call-to-Action“ einzubauen. Dabei handelt es sich um eine direkte Aufforderung an den Leser Deines Anschreibens. Beispiele, wie Du diese einbauen kannst, findest Du in Punkt 5.

Ebenso solltest Du darauf achten, nicht in den Konjunktiv zu verfallen. Dadurch machst Du Dich kleiner als Du bist und wirkst wenig überzeugend. Obwohl Du wahrscheinlich alle georderten fachlichen Voraussetzungen erfüllst, riskierst Du mit dem Konjunktiv übersehen zu werden und keine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch zu erhalten. Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben bleibt dem Leser im Gedächtnis. Überzeugst Du mit ihm, ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung bestritten.

3. Was ist im Schlusssatz einer Bewerbung beinhaltet?

In den Schlusssatz Deiner Bewerbung kannst Du verschiedene Informationen hineingeben. Wichtig ist, dass dieser nicht zu lang und ausschweifend wird. Deine Beweggründe und weshalb Du die richtige Wahl für die Stelle bist, hast Du bereits im Anschreiben zuvor dargelegt. Nun folgt noch der Abschluss Deines Schreibens, in welchem Du noch einmal Deine Aussagen untermauerst. Informationen, welche Du in den letzten Satz einbauen kannst, sind beispielsweise Deine Gehaltsvorstellung, wann Du starten kannst oder auch wie lange Deine aktuelle Kündigungsfrist beträgt.

So ist es durchaus gewünscht, das angestrebte Gehalt bereits in der Bewerbung zu erwähnen. Dies hinterlässt einen selbstbewussten Eindruck und kann die Wirkung der zuvor dargelegten Beweggründe nochmals verstärken.

Auch die Angabe bezüglich der Verfügbarkeit ist wichtig. Bist Du aktuell noch in einem Arbeitsverhältnis, gilt es die entsprechende Kündigungsfrist zu beachten, bevor ein Start überhaupt möglich ist. Zudem kann der Ansprechpartner einschätzen, wie schnell er mit Dir eine neue Fachkraft gewinnen kann.

4. Welche Fehler solltest Du im Schlusssatz Deiner Bewerbung vermeiden?

frau an schreibtisch mit laptop

Auch beim Schlusssatz in Deinem Bewerbungsschreiben gibt es einige klassische Fehler, welche Du besser vermeiden solltest. Da der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben das letzte ist, was dem Leser des Anschreibens im Gedächtnis bleibt, ist es umso ärgerlicher, wenn dieser fehlerhaft ist oder nicht überzeugen kann.

Wie bereits erwähnt, darf der Abschluss nicht zu lang werden. Grundsätzlich sollte das Anschreiben eine Seite nicht überschreiten. Ist der letzte Satz im Konjunktiv formuliert, wirkt dies wenig überzeugend und erweckt eher einen Hilfe suchenden Eindruck. Formulierungen wie „ich würde“ oder „ich könnte“ sollten tunlichst vermieden werden. So sollte Dein Schlusssatz beispielsweise nicht lauten:

    „Ich würde mich über eine Rückmeldung Ihrerseits sehr freuen.“

Dieser Schlusssatz beinhaltet keinerlei Information und erzeugt den gegenteiligen Eindruck eines selbstbewussten Bewerbers.

    „Ich würde mich sehr freuen, wenn ich von Ihnen hören würde.“   

Hier wird sogar der doppelte Konjunktiv verwendet. Der Schlusssatz wirkt dadurch fast wie eine Entschuldigung. Überzeugend ist dieser Schlusssatz in einem Bewerbungsschreiben jedenfalls nicht. Viel eher läufst Du damit Gefahr, dass der gute Eindruck, welchen Du bisher hinterlassen hast, unter Umständen hinfällig ist. Dabei ist die Überzeugung des Lesers der Bewerbung das A und O, um sich von den anderen Bewerbern abzuheben und aufzufallen.

Natürlich darf der Schlusssatz in Deinem Bewerbungsschreiben auch nicht zu bestimmend sein. Sätze wie „ich komme am kommenden Montag zum Gespräch vorbei“ sind sehr fordernd und setzten den Leser unter Druck und Zugzwang. Zudem wird keinem gern die Entscheidung abgenommen. Dies führt eher zu einem gegenteiligen Effekt und damit am wahrscheinlichsten zu einer Absage.

5. Beispiele für Schlusssätze für Deine Bewerbung

Um die Theorie auch in die Praxis umsetzen zu können, haben wir Dir nachfolgend einige Beispiele gelungener Schlusssätze aufgelistet. Diese können Dir als Orientierungshilfe für Dein eigenes Anschreiben dienen und zeigen Dir, worauf es im Schlusssatz einer Bewerbung wirklich ankommt.

„Ich freue mich sehr, wieder von Ihnen zu hören.“ 
 

 „Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gern per E-Mail, persönlich oder Telefon-Interview zur Verfügung. 
 

„Gern überzeuge ich Sie in einem persönlichen Gespräch von meiner Eignung für die  ausgeschriebene Stelle.“

 „Meine Gehaltsvorstellungen bewegen sich im Bereich von 50.000 Euro brutto im Jahr. Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung und stehe Ihnen für ein persönliches Gespräch ab dem  15.08.XX gern zur Verfügung.“

Beachte bei Deinem Schlusssatz im Bewerbungsschreiben, dass Du alle gewünschten Informationen unterbringst, einen Call-to-Action einbaust und keine langen und unübersichtlichen Sätze verwendest. Hier ist es wie in dem letzten Beispiel häufig sinniger, die Sätze mit einem Punkt zu trennen und aus dem zwei Sätze zu bilden. Dies ist vor allem für den Lesefluss einfacher und somit auch für das Verständnis der darin enthaltenen Informationen. 

Auch an Selbstbewusstsein sollte es Dir nicht mangeln. Schließlich bist Du davon überzeugt, auf die Stelle zu passen. Dies gilt es dem Ansprechpartner zu vermitteln, ohne zu forsch zu klingen. Zu guter Letzt dürfen natürlich auch die Grußformel sowie die persönliche Unterschrift am Ende des Anschreibens nicht fehlen.

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Wie wird ein Bewerbungsschreiben beendet?
Das Schreiben endet mit dem sogenannten Schlusssatz. Dieser bildet den Abschluss des Anschreibens und steht vor der Grußformel und der Unterschrift. Er sollte so formuliert werden, dass er den Leser zu einer Rückmeldung auffordert.
Was ist im Schlusssatz eines Bewerbungsschreibens beinhaltet?
Der Schlusssatz im Bewerbungsschreiben beinhaltet in der Regel einen Call-To-Action sowie weitere Informationen zu Gehaltswunsch, Verfügbarkeit für ein Gespräch, Starttermin oder Kündigungsfrist.
Was sollte in einem Schlusssatz eines Bewerbungsschreibens vermieden werden?
 Wichtig ist es, den Konjunktiv zu vermeiden oder zu fordernd zu klingen. Sätze mit „würde“ oder „könnte“ wirken nicht selbstbewusst und haben dadurch eine negative Wirkung.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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