Tiermedizinischer Fachangestellter (m/w/d)

1. Kurzbeschreibung – tiermedizinischer Fachangestellter:

Wenn Tierärzte und Tierärztinnen die Untersuchung von Tieren durchführen, assistieren tiermedizinische Fachangestellte und sorgen sowohl fachlich als auch organisatorisch für einen reibungslosen Ablauf der Untersuchung. Außerdem sind tiermedizinische Fachangestellte für praxisorganisatorische Aufgaben und Verwaltungsarbeiten zuständig. tiermedizinische Fachangestellte arbeiten vor allem in Tierarztpraxen und Tierkliniken, in Tierparks, tiermedizinischen Hochschulinstituten und in Veterinärämtern.

2. Tiermedizinischer Fachangestellter Steckbrief:

  • Tiermedizinischer Fachangestellter Job: z. B. in Tierarztpraxen (Groß- und Kleintierpraxen), Tierkliniken, tierärztliche Institute, Hochschulen, Veterinäramt
  • Tiermedizinischer Fachangestellter Ausbildung: 3-jähriger dualer Ausbildungsberuf (Berufsschule und Ausbildungsbetrieb)
  • Tiermedizinischer Fachangestellter Gehalt: durchschnittlich 27.000 Euro
  • Zukunftsaussichten: sehr gut
  • Alternative Berufsbeschreibung für Tiermedizinische Fachangestellte: Tierarzthelfer/in (eher veraltet)

3. Tiermedizinischer Fachangestellter Gehalt:

Im Durchschnitt verdienen tiermedizinische Fachangestellte 27.000 Euro im Jahr. Als Berufsanfänger erhalten tiermedizinische Fachangestellte ein Gehalt von ca. 20.000 Euro. Durch Berufserfahrung oder Weiterbildung können tiermedizinische Fachangestellte ein Gehalt in höheren Gehaltsklassen erreichen – die Obergrenze für tiermedizinische Fachangestellte liegt bei ca. 35.000 Euro. Je nach dem, in welchem Bundesland der Arbeitgeber liegt oder je nach Betriebsgröße können die Angaben für tiermedizinische Fachangestellte im Gehalt schwanken. Auch in der Ausbildungszeit werden tiermedizinische Fachangestellte vergütet.

>> Hier gehts zum Gehaltscheck für tiermedizinische Fachangestellte

4. Aufgaben tiermedizinische Fachangestellte:

  • Assistenz bei tierärztlichen Untersuchungen
  • Selbständige Durchführung und Auswertung von Blutabnahmen
  • Vor- und Nachbereitung medizinischer Geräte und Untersuchungen
  • Rezeption, Anmeldung, Terminverwaltung
  • Organisatorische und Verwaltungstätigkeiten zum Beispiel in Tierarztpraxen

Tiermedizinische Fachangestellte sind die gute Seele des Hauses. Sie wissen über alles Bescheid – vom aktuellen Terminkalender bis zu der Auswertung von Laborproben. Kommen Patienten in die Praxis, treffen sie als erstes auf die tiermedizinischen Fachangestellten am Empfang der Praxis. Tiermedizinische Fachangestellte besprechen aktuelle Themen mit den Tierbesitzern, Unterlagen für den Tierarzt werden schon einmal bereitgelegt.

Auch bei den Untersuchungen sind tierärztliche Fachangestellte unentbehrlich. Sie bereiten Instrumente vor oder nehmen schon einmal Blut bei den Tieren ab. Bei tiermedizinischen Notfällen und komplizierten Eingriffen bewahren tiermedizinische Fachangestellte Ruhe und können kompetent reagieren oder am Telefon Anweisungen zur Ersten Hilfe bis zum Eintreffen des Tierarztes geben. Stehen Röntgenuntersuchungen an, führen tiermedizinische Fachangestellte diese gemäß geltenden Bestimmungen durch.

Verfügt eine Tierarztpraxis über eine Station für die Patienten, sind tiermedizinische Fachangestellte für den Ablauf rund um den Aufenthalt zuständig – vom Futter über die medizinische Betreuung bis hin zur Beruhigung der möglicherweise unsicheren und besorgten Besitzer. Muss vor einer Operation das Fell der Patienten abgeschoren oder anschließend eine Wunde desinfiziert und verbunden werden, können tiermedizinische Fachangestellte hier kompetent handeln. Abrechnungen und die Überwachung von Zahlungseingängen sind ebenso Teil des Aufgabengebietes von tiermedizinischen Fachangestellten wie die hygienische Qualitätssicherung in der Praxis.

5. Ausbildung zum tiermedizinischer Fachangestellter:

Für die Ausbildung wird üblicherweise ein mittlerer Bildungsabschluss gefordert. Die tiermedizinische Fachangestellte Ausbildung erfolgt dual, das heißt, tiermedizinische Fachangestellte verbringen ihre Ausbildungszeit abwechselnd im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Die dreijährige tiermedizinische Fachangestellte Ausbildung endet mit einer Abschlussprüfung.

Im ersten Jahr der tiermedizinische Fachangestellte Ausbildung lernen Auszubildende beispielsweise alles über Hygiene und Infektionsschutz, Anatomie, Diagnostik und verschiedenste Krankheitsbilder. Auch Abrechnungssysteme, Labordiagnostik, Röntgen- und Strahlenschutz sowie Prävention und Rehabilitation stehen auf dem Programm der tiermedizinischen Fachangestellten Ausbildung. Im zweiten Ausbildungsjahr werden zum Beispiel Schwerpunkte auf praktische Praxisabläufe, Notfallsituationen und Infektionskrankheiten gelegt.

Dieses Ausbildungsjahr endet mit einer Zwischenprüfung, bevor im dritten Jahr die Kenntnisse der ersten beiden Jahre der tiermedizinischen Fachangestellten Ausbildung vertieft werden. Ergänzend werden Themen wie Arzneimittelverordnungen, Patientenbetreuung, Betriebsorganisation, Qualitätsmanagement und Notfallmanagement behandelt.

Wer mit dem frischen Abschlusszeugnis der tiermedizinischen Fachangestellten Ausbildung in der Tasche erst einmal Berufserfahrung sammeln möchte, kann nun voll ausgebildet und hochqualifiziert ins Berufsleben einsteigen.

Ein Studium ist für die tiermedizinische Fachangestellten Ausbildung nicht notwendig. Wer sich weiterbilden möchte und die Hochschulreife besitzt, hat die Möglichkeit, Tiermedizin zu studieren. Auch Weiterbildungen in medizinischer Assistenz oder als Hygienefachkraft können sinnvoll sein.

6. Zukunftsaussichten für tiermedizinische Fachangestellte im Job:

Wer im tiermedizinischen Fachangestellten Job erfolgreich sein möchte, bringt Tierliebe, Organisationstalent und tiermedizinisches Interesse mit in den Beruf. Die Zukunftsaussichten im tiermedizinischen Fachangestellten Job sind sehr gut. Tierarztpraxen, Tierkliniken, Fachhochschulen für Veterinärmedizin oder auch Veterinärämter schreiben regelmäßig hochkarätige Stellen aus.

Um im tiermedizinischen Fachangestellten Job Aufstiegschancen nutzen zu können, sind fachliche Weiterbildungen eine hervorragende Möglichkeit. Zum Beispiel können tiermedizinische Fachangestellte als Sterilisationsassistent oder als Praxismanager ihr Tätigkeitsfeld finden. Durch immer neue Untersuchungsmethoden, Behandlungskonzepte sowie Gesetzeslagen wandelt sich die Tätigkeit von tiermedizinischen Fachangestellten im Job immer wieder mit den entsprechenden Entwicklungen.

Auch die Digitalisierung macht vor dem tiermedizinischen Fachangestellten Job nicht halt – Abrechnungsprogramme und Praxisverwaltung passen sich den neuesten Entwicklungen an.

7.Stellenangebote:

8.FAQ – Antworten auf die wichtigsten Fragen zum Beruf tiermedizinischer Angestellter:

Was macht ein tiermedizinischer Fachangestellter?
Assistenz bei tierärztlichen Untersuchungen, Praxisorganisation und -verwaltung, Empfang, Beratung zur Prävention, labortechnische Untersuchungen

Welche Ausbildung braucht ein tiermedizinischer Fachangestellter?
Die 3-jährige Ausbildung verläuft dual (Berufsschule und Ausbildungsbetrieb), als schulische Voraussetzung gilt üblicherweise die Mittlere Reife.

In welchem Bereich ist ein tiermedizinischer Fachangestellter tätig?
Tiermedizinischer Fachangestellter Job: Tierarztpraxen, Tierkliniken, Hochschulen mit veterinärmedizinischen Studiengängen, Veterinärämter

Was verdient ein Tiermedizinischer Fachangestellter?
Durchschnittliches tiermedizinischer Fachangestellter liegt bei ca. 27.000 Euro. Berufseinsteiger ca. 20.000 Euro, obere Gehaltsklasse ca. 35.000 Euro.

Welche Aufgaben hat ein tiermedizinischer Fachangestellter?
Tiermedizinische Fachangestellte organisieren den Praxisempfang, bereiten Untersuchungen vor und kommunizieren Tierhaltern. Auch Beratung zur Tierernährung, Abrechnung, Zahlungseingangs- und ausgangsüberwachung, Umsetzung von Hygienemaßahmen gehören zu den Aufgaben des tiermedizinischen Fachangestellten