Physiotherapeut (m/w/d)

1. Kurzbeschreibung

Der Beruf des Physiotherapeuten zählt zu den Heilberufen. Ein Physiotherapeut hilft Menschen jeden Alters, körperliche Beeinträchtigungen zu lindern. Meist handelt es sich um Funktionsstörungen von Muskeln oder Skelett, die zu einer erheblichen Bewegungseinschränkung führen. Der Physiotherapeut versucht diese mit geeigneten Maßnahmen zu lindern oder gar ganz zu beseitigen.

2. Steckbrief über einen Physiotherapeuten:

Der Staatlich anerkannte Physiotherapeut, so die korrekte Berufsbezeichnung, ist ein Heilberuf, der bei folgenden Erkrankungen zum Einsatz kommt:
  • Zerrungen
  • Frakturen
  • Arthrose
  • Arthritis
  • neurologische Störungen
  • Rückenmarksverletzungen
  • Sportunfälle
Der Physiotherapeut kann in Praxen angestellt sein oder sich selbstständig machen. Das Gehalt in einer physiotherapeutischen Praxis ist meist geringer als das Gehalt eines Selbstständigen.

3. Gehalt eines Physiotherapeuten:

Die Höhe des Stundenlohns eines Physiotherapeuten ist von zahlreichen Faktoren abhängig. So spielt es für den Stundenlohn eine wesentliche Rolle, wo sie angestellt sind. 

Folgende Einsatzorte kommen für den Physiotherapeut in Frage:

  • Krankenhäuser
  • Rehazentren
  • Massagepraxen
  • Physiotherapiepraxen
  • Pflege- und Seniorenheime
Auch ist der Stundenlohn eines Physiotherapeuten stark von der Region abhängig, in der sie leben. Im Westen von Deutschland ist der Stundenlohn eines Physiotherapeuten nach wie vor höher als in den östlichen Bundesländern. Der Stundenlohn eines Physiotherapeuten steigt natürlich mit wachsender Berufserfahrung. Arbeiten sie 20 Jahre oder länger in diesem Beruf, ist der Stundenlohn eines Physiotherapeuten deutlich höher als direkt nach der Ausbildung oder der Umschulung zum Physiotherapeuten. Das Gehalt eines Physiotherapeuten in einer Praxis ist meist geringer als das Physiotherapeuten Gehalt eines Selbstständigen.
 

4. Aufgaben eines Physiotherapeuten:

Das Aufgabengebiet eines Physiotherapeuten ist recht vielfältig. Kommt ein Patient zu ihm in die Praxis, gilt es zunächst, eine umfassende Anamnese zu starten. Das bedeutet, dass der Patient dem Physiotherapeuten seine konkrete Krankengeschichte darlegt. Dann erfolgen diverse Tests, um Kraft, Haltung und Beweglichkeit des Patienten zu diagnostizieren. Im Anschluss erfolgt die Erstellung eines individuellen Behandlungsplans. Je nach Art der Erkrankung kann dieser aus folgenden Maßnahmen bestehen:

  • Massage wie die klassische Massage, die Reflexzonen- oder die Bindegewebsmassage
  • Manuelle Therapie, Mobilisierung der Gelenke
  • Elektrotherapie
  • Wärmetherapie
  • Kältetherapie

Es kann sich dabei um aktive oder passive Maßnahmen handeln, sprich: Der Patient ist mehr oder weniger selbst gefordert. Eine weitere Aufgabe des Physiotherapeuten ist es, dem Patienten Übungen zu zeigen, die er auch allein zu Hause ausführen kann. Zu den Aufgaben des Physiotherapeuten zählt aber nicht nur die aktive Arbeit am Patienten. Auch überwacht der Physiotherapeut die Fortschritte und passt den Rehabilitationsplan gegebenenfalls mit dem zuständigen Arzt an. 

5. Die Ausbildung zum Physiotherapeuten:

Möchtest Du eine Ausbildung zum Physiotherapeuten oder eine Umschulung zum Physiotherapeuten beginnen, solltest Du einige Grundvoraussetzungen mitbringen. Da Du sehr nah mit den Patienten zusammenarbeitest, solltest Du keine Scheu vor Menschen haben. Ein gutes Einfühlvermögen ist für die Ausbildung zum Physiotherapeuten ebenso wichtig wie für die Umschulung zum Physiotherapeuten. Auch sollten Sie sich darüber im Klaren sein, dass es sich um einen körperlich anstrengenden Job handelt.

In der Physiotherapeuten-Ausbildung lernst Du, wie das menschliche Skelett aufgebaut ist, welche Aufgaben Muskeln, Sehnen und Bänder haben und wie diese zusammenarbeiten ist. Das Problem für viele junge Leute: Die Ausbildung zum Physiotherapeuten dauert drei Jahre und ist in der Regel komplett unvergütet. Hast Du Deine Physiotherapeutenausbildung beendet, arbeitest Du im Gesundheits- und Sozialwesen und hast recht gute Verdienstchancen.

Das durchschnittliche Gehalt in einer Physiotherapie Praxis liegt für Berufsanfänger zwischen 1.900 und 2.400 Euro brutto. Der Vorteil, wenn Du in einer Praxis arbeitest: Du hast geregelte Arbeitszeiten und einen normalen 8-Stunden-Tag. Bist Du in einem Krankenhaus oder auch in einem Wellnesshotel angestellt, kann es dagegen sein, dass Du Schichtdienst hast. Das Physiotherapeutengehalt als selbstständiger Therapeut kann Dich dazu animieren eine eigene Praxis zu eröffnen. Der Stundenlohn eines Physiotherapeuten ist dann deutlich höher.

Für eine Physiotherapeuten-Ausbildung kannst Du Dich entweder an einer staatlichen oder einer privaten Berufsfachschule bewerben. Es handelt sich um eine rein schulische Ausbildung. Vor einer Ausbildung zum Physiotherapeuten schrecken dennoch viele Schulabgänger zurück, denn sowohl die Ausbildung als auch die Umschulung ist kostenpflichtig. Durchschnittlich liegen die Kosten der Ausbildung bei 400 Euro monatlich. Diese Ausbildung Kosten sind erschreckend hoch: Bei einer drei Jahre andauernden Ausbildung kommt man auf einen Betrag von 14.000 Euro.

Da Physiotherapeuten aber immer mehr gebraucht werden, haben sich bereits einige Bundesländer dazu entschieden, die Physiotherapeutenausbildung Kosten zu minimieren. Teilweise übernehmen die Länder mittlerweile schon 70 Prozent des Schulgeldes für eine Ausbildung oder Umschulung zum Physiotherapeuten.

6. Zukuntsaussichen für einen Physiotherapeuten:

Die Zukunftsaussichten für das Berufsbild des Physiotherapeuten sind durchaus gut. Immerhin werden die Menschen immer älter; Beschwerden am Bewegungsapparat nehmen dementsprechend zu. Zudem besteht als Physiotherapeut die Möglichkeit, in verschiedenen Einrichtungen zu arbeiten. Sie können sich in einer Praxis ebenso wie im Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung bewerben. Möglich ist es auch, als Physiotherapeut Athleten oder Sportteams zu betreuen. Eine Umschulung zum Physiotherapeuten ist daher beliebt.

Solch eine Umschulung zum Physiotherapeuten kann auch berufsbegleitend erfolgen. Die Umschulung zum Physiotherapeuten ist ähnlich aufgebaut wie die Physiotherapeutenausbildung. Der Großteil besteht aus einem theoretischen Unterricht, der allerdings durch diverse praktische Einheiten erweitert wird. Auch müssen Sie während der Umschulung mehrere Praktika absolvieren; meist sind mindestens 1.600 praktische Stunden vorgeschrieben.

Meist wird ein mittlerer Bildungsabschluss als Voraussetzung für die Umschulung zum Physiotherapeuten verlangt. Hast Du bereits eine Ausbildung als Masseur, medizinischer Bademeister oder Turn- und Sportlehrer, kanst Du die drei Jahre dauernde Umschulung zum Physiotherapeuten unter Umständen verkürzen. Nach der erfolgreichen Umschulung zum Physiotherapeuten kannst Du dich in einer Praxis, im Krankenhaus oder einer Rehaeinrichtung bewerben.


7. Stellenangebote:

8. FAQ

Was macht ein Physiotherapeut?
Wichtigste Aufgabe des Physiotherapeuten ist es, Bewegungseinschränkungen und Schmerzen durch verschiedene physikalische Maßnahmen zu mildern.

Welche Ausbildung benötigt ein Physiotherapeut?
Die Ausbildung dauert drei Jahre. Es handelt sich um eine rein schulische Ausbildung, die nicht vergütet wird. Im Gegenteil: Für eine Physiotherapeutenausbildung wird Schulgeld verlangt.

In welchem Bereich ist ein Physiotherapeut tätig?
Der Physiotherapeut ist im Gesundheitswesen tätig.

Was verdient ein Physiotherapeut?
Der durchschnittliche Stundenlohn eines Physiotherapeuten liegt in Deutschland bundesweit laut aktuellen Statistiken bei 13,27€. Stark abhängig ist der Stundenlohn eines Physiotherapeuten vom Bundesland, in dem sie arbeiten. Hessen und Bayern sind die beiden Bundesländer, in denen der Stundenlohn eines Physiotherapeuten am höchsten ist. Eher gering ist der Verdienst des Physiotherapeuten dagegen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Welche Aufgaben hat ein Physiotherapeut?
Der Physiotherapeut ist einerseits für die Behandlung des Patienten und andererseits für dessen Beratung zuständig.