Bruttolohn/Nettolohn

Warum gibt es einen Brutto- und Nettolohn?

Das Einkommen eines Arbeitnehmers wird zum einen in einem Bruttobetrag angegeben und zum anderen als Nettobetrag ausgewiesen. Das Bruttogehalt setzt sich aus dem Lohn des Arbeitnehmers / der Arbeitnehmerin sowie den unterschiedlichen sozialpflichtigen Beiträgen zusammen.

 

Die Bezüge, die man direkt ausgezahlt bekommt, bezeichnen wir als Nettolohn. Das Nettogehalt ergibt sich jedoch erst, nachdem vom Bruttoeinkommen bestimmte steuerliche und sozialpflichtige Beiträge abgezogen wurden.

 

Zu den steuerlichen Abgaben zählen:

 

  • Einkommenssteuer (deren Höhe abhängig ist von der jeweiligen Steuerklasse)
  • Solidaritätszuschlag und
  • Kirchensteuer.

 

Als sozialpflichtige Abgaben gelten folgende Sozialversicherungsbeiträge:

  • Rentenversicherung
  • Krankenversicherung
  • Arbeitslosenversicherung und
  • Pflegeversicherung.

Einflussfaktoren für Bruttoverdienst

In der Summe gibt es einige Einflussfaktoren, welche den Bruttolohn mehr oder weniger stark reduzieren, je nach Größenordnung der einzelnen Abgaben.

 

Auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheint es, dass trotz des gleichen Bruttogehalts das Nettoeinkommen von Arbeitnehmern variieren kann, obwohl sie denselben Beruf ausüben. Hierbei muss beachtet werden, dass die Lohnsteuer, der Solidaritätszuschlag wie auch die Kirchensteuer nicht nur von der Höhe des eigenen Einkommens abhängen, sondern auch von der Steuerklasse, welcher man zugeordnet ist.

Steuerklassen

Je nach Lebenssituation wird der Arbeitnehmer in eine bestimmte Steuerklasse eingeordnet, welche die Abgabesätze unterschiedlich reguliert. Als Einflussfaktoren für die Steuerklassen zählen unter anderem:

 

  • ob man ledig oder verheiratet ist
  • ob man Kinder hat oder kinderlos ist oder
  • ob man Kirchensteuer entrichtet oder nicht.

Praxisbeispiel

Hinsichtlich der Auswirkungen der Steuerklassen auf den Brutto- bzw. Nettolohn zeigen wir anhand einiger Beispiele aus der Praxis, wie stark sich unterschiedliche Einflussfaktoren auf den Brutto-/Netto-Verdienst auswirken (Stand 2017): 

 

 

Angestellte/r, alleinstehend, Wohnsitz in Bayern, ohne Kirchensteuer, 3000 Euro Bruttoeinkommen/Monat: 

 

  • ohne Kind (Steuerklasse I): 1921,88 Euro im Monat
  • mit Kind (Steuerklasse II): 1936,78 Euro im Monat

 

Angestellte/r, alleinstehend, Wohnsitz in Bayern, mit Kirchensteuer, 3000 Euro Bruttoeinkommen/Monat:

 

  • ohne Kind (Steuerklasse I): 1887,39 Euro im Monat
  • mit Kind (Steuerklasse II): 1916,46 Euro im Monat

 

 

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