Maskenbildner*in

1. Kurzbeschreibung Maskenbildner*in:

Ein Löwe auf der Musicalbühne, das Phantom der Oper, eine Hexe im Theater oder ein Zombie am Set eines Films - ohne die Arbeit eines Maskenbildners (häufig auch „Make-Up Artist“ genannt) wäre die Welt von Theater, Oper und Musical sowie Film und Fernsehen deutlich langweiliger. Maskenbildner sorgen dafür, dass Darsteller in jede nur erdenkliche menschliche, tierische oder fantasievolle Gestalt schlüpfen können. Sie schminken, frisieren, stylen und maskieren hinter den Kulissen die Darsteller am Theater, in der Oper, in Musicals oder an Film- und Fernsehsets. Ein absolut außergewöhnlicher Job für künstlerisch begabte Allrounder, denen ein Bürojob viel zu langweilig ist.

2. Steckbrief Maskenbildner*in

  • Tätigkeitsbereich: Schminken und frisieren von Darstellern in Theater, Oper, Musical sowie Film und Fernsehen, Anfertigung von Bärten, Haarteilen und Perücken sowie künstlicher Gesichts- und Körperteile, Aufsetzen und Anpassung von Masken sowie deren Reinigung, Lagerung und Instandsetzung.

  • Ausbildung: Die Ausbildung zum Make-Up Artist kann im dualen System (Berufsschule und Ausbildungsbetrieb im Wechsel) sowie an speziellen Berufsfachschulen absolviert werden. Im dualen System dauert sie drei Jahre, an Berufsfachschulen kann die Dauer abweichen.

  • Gehalt: Das Durchschnittsgehalt liegt bei ca. 3.100 Euro brutto pro Monat. Aufgrund der freiberuflichen Tätigkeit der meisten Maskenbildner ist es primär abhängig von der Anzahl der Projekte und den Einsatzorten.

  • Zukunftsaussichten: Unterschiedlich in Abhängigkeit des Einsatzbereiches. In Theater und Oper eher schlechter, in Musical, Film und Fernsehen sowie an anderen Einsatzorten, wie z. B Kreuzfahrtschiffen eher besser.

3. Gehalt Maskenbildner*in

Im Durchschnitt verdient ein Make-Up Artist rund 3.100 Euro brutto im Monat. Die Spanne der Gehälter ist in dieser Berufsgruppe nicht so hoch wie in anderen Berufen. Während ein Viertel aller Maskenbildner auf ein Monatsbruttogehalt von über 3.800 Euro kommt, verdienen die unteren 25 Prozent der Berufsgruppe weniger als 2.500 Euro monatlich. Die regionalen Gehaltsunterschiede bei Make-Up Artists sind hingegen durchaus erheblich. In den südlichen Bundesländern (Baden-Württemberg, Bayern und Hessen) sowie in den Stadtstaaten (Berlin, Bremen und Hamburg) liegen die Gehälter von Maskenbildnern rund 20 bis 30 Prozent höher als in den östlichen Bundesländern.

4. Aufgaben Maskenbildner*in

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• Mitwirkung an Gestaltungskonzeptionen des Maskenbildes
• Anfertigung von Bärten, Haarteilen und Perücken
• Anfertigung künstlicher Gesichts- und Körperteile
• Schminken und Frisieren von Darstellern
• Aufsetzen und Anpassen von Masken
• Reinigung, Lagerung und Instandsetzung von Masken

Der Aufgabenbereich eines Maskenbildners hat eine gewisse Ähnlichkeit mit dem eines Visagisten. Während Letztere jedoch primär im Bereich der Mode zum Einsatz kommen, sind Make-Up Artists beim Film, Musical, Theater, bei der Oper sowie überall dort beschäftigt, wo Personen für öffentliche Auftritte ein spezielles Aussehen benötigen. Die Tätigkeit eines Maskenbildners wird deshalb in der Praxis auch als „Maske machen“ bezeichnet und sein Arbeitsbereich „die Maske“ genannt. Make-Up Artists sind für das Schminken und Frisieren der Darsteller in Theater, Oper und Musical sowie in Film und Fernsehen zuständig. Die Aufgaben sind jedoch nicht nur darauf beschränkt, sondern umfassen auch die optische Verwandlung von Darstellern in andere Gestalten, wie z. B. in alte und kranke Menschen oder Monster und Fabelwesen. Auf Basis der Vorgaben von Kostüm- und Chefmaskenbildner fertigen sie dazu Bärte, Haarteile und Perücken an und stellen plastische Gesichts- und Körperteile her. Im Anschluss an die Herstellung passen sie die angefertigten Masken an die Darsteller an. Zudem kümmern sich Maskenbildner auch um die Pflege von Masken und nehmen bei Bedarf Reparaturarbeiten daran vor.

5. Ausbildung Maskenbildner*in

Die Ausbildung zum Maskenbildner kann sowohl im dualen System als auch an speziellen Berufsfachschulen gemacht werden. Im dualen System dauert die Ausbildung drei Jahre und erfolgt im Wechsel an einer staatlichen Berufsschule, an der das theoretische Hintergrundwissen vermittelt wird, und in einem Ausbildungsbetrieb, in dem die Auszubildenden die praktische Seite des Berufs kennenlernen. Die Ausbildung in Maskenbildnerschulen ist unterschiedlich geregelt und zum Teil mit hohen Kosten verbunden. Bestimmte Vorgaben in Bezug auf den Schulabschluss gibt es bei der Ausbildung nicht. Bei der dualen Ausbildung wird jedoch eine bereits abgeschlossene Ausbildung oder ein Jahrespraktikum in verwandten Berufen wie Friseur, Kosmetiker oder Visagist gerne gesehen. Am Ende der Ausbildung müssen Auszubildende eine Abschlussprüfung mit einem theoretischen und einem praktischen Teil bestehen, um den Titel eines „Staatlich anerkannten Maskenbildners“ tragen zu können. Nach der Ausbildung kann eine weitere universitäre Ausbildung zum Bachelor im Studienfach Maskenbild angeschlossen werden.

6. Zukunftsaussichten Maskenbildner*in

Die Zukunftsaussichten für Maskenbildner sind abhängig vom Business, in dem der Make-Up Artist beschäftigt ist, unterschiedlich zu bewerten. Im Bereich Theater und Oper sind die Zukunftsaussichten als eher schlecht anzusehen. Im Film- und Fernsehbusiness sind die Zukunftschancen aufgrund der steigenden Zahl an Produktionen deutlich besser. Auch in anderen Bereichen, in denen Make-Up Artists Beschäftigung finden, wie zum Beispiel auf Kreuzfahrtschiffen, sind die Aussichten recht gut. Make-Up Artists gehören zu denjenigen Berufsgruppen, die sehr häufig freiberuflich tätig sind und projektweise unter Vertrag stehen. Feste Anstellungsverhältnisse sind in diesem Job eher selten anzutreffen.

7. Ähnliche Stellenangebote:

8. FAQ: Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen

1) Was macht ein Maskenbildner?

Ein Maskenbildner verwandelt Darsteller im Theater, in der Oper, im Musical und in Film und Fernsehen in andere menschliche, tierische und fantasievolle Gestalten. Er fertigt Masken auf Basis von Gestaltungskonzeptionen an und ist für das Schminken, Frisieren, Stylen und Maskieren der Darsteller hinter den Kulissen zuständig.

2) Welche Ausbildung braucht ein Maskenbildner?
 
In Deutschland existiert eine Ausbildung zum staatlich anerkannten Maskenbildner, die drei Jahre lang dauert und im dualen System absolviert wird. Darüber hinaus kann die Ausbildung zum Make-Up Artist auch an speziellen Berufsfachschulen gemacht werden.

3) In welchem Bereich ist ein Maskenbildnertätig?
 
Maskenbildner sind meist an Theatern, Opernhäusern und Musicalbühnen sowie bei Fernsehanstalten und Filmstudios tätig. Zudem finden sie auch Beschäftigung an anderen Einsatzorten, wie z. B. auf Kreuzfahrtschiffen.

4) Was verdient ein Maskenbildner?

Das Durchschnittsgehalt eines Make-Up Artists beträgt ca. 3.100 Euro brutto monatlich. Abhängig von der Anzahl und der Qualität der durchgeführten Projekte sowie dem Ausbildungsniveau und dem Bekanntheitsgrad des Maskenbildners kann es jedoch auch deutlich darüber oder darunter liegen.

5) Welche Aufgaben hat ein Maskenbildner?

Ein Maskenbildner fertigt Bärte, Haarteile und Perücken sowie künstliche Gesichts- und Körperteile für Bühnen- und Filmdarsteller an und passt diese an deren Gesichter und Körper an. Zudem ist er für das Schminken und Frisieren der Darsteller am Theater und im Film zusätzlich. Darüber hinaus sind sich Maskenbildner auch für die Reinigung, Lagerung und Instandsetzung von Masken zuständig und wirken an Gestaltungskonzeptionen für Theater, Oper, Film und Fernsehen mit.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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