Chocolatier*e

Kurzbeschreibung Chocolatier*e:

Wahrscheinlich ist es der Traumberuf jedes Kindes: Chocolatier. Wer würde nicht gerne die eigene Lieblingsschokolade und die besten Pralinen der Welt herstellen? Ein Leben ohne Schokolade ist für die meisten Menschen nur schwer vorstellbar. Zum Glück gibt es Chocolatiers, die als Experten für Schokolade das Beste aus der Kakaobohne herausholen. Immerhin stecken in der kleinen Bohne über 600 Aromen. Viel Potenzial also, um geschmackvolle und kreative Schokoladentafeln, Pralinen und sonstige Schokoladenprodukte zu zaubern. Neben dem perfekten Geschmackserlebnis ist ein Chocolatier auch für das richtige Aussehen der schokoladigen Kreationen verantwortlich - das Auge isst schließlich mit!

Steckbrief Chocolatier*e:

  • Tätigkeitsbereich: Alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Herstellung von Schokoladenprodukten, angefangen vom Rohstoffeinkauf über die Verarbeitung der Kakaobohnen zu Kakaomasse und abschließend zu Schokoladentafeln, Pralinen und sonstigen süßen Kreationen.

  • Ausbildung: Keine offizielle Berufsausbildung in Deutschland. Die beste Grundlage bieten die Ausbildung zum Konditor oder zum Lebensmitteltechnologen. Bei Schokoladenherstellern und der Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft können Fortbildungen belegt werden.

  • Gehalt: Das Durchschnittsgehalt beträgt ca. 2.750 Euro brutto pro Monat. Hoch qualifizierte und anerkannte Schokoladenmacher können auch wesentlich mehr verdienen.

  • Zukunftsaussichten: Generell gut. Die Deutschen haben einen hohen Pro-Kopf-Konsum an Schokolade und sind zunehmend bereit, für hochqualitative und handwerklich gefertigte Schokoladenkreationen und Pralinen mehr Geld zu bezahlen.

Gehalt Chocolatier*e:

Das Durchschnittsgehalt der Berufsgruppe liegt bei etwa 2.750 Euro brutto im Monat. Die Bandbreite der Gehälter ist nicht besonders hoch. Während 25 Prozent der Chocolatiers ein Bruttomonatsgehalt von unter 2.300 Euro bekommen, verdienen die Top-25 Prozent der Schokoladen- und Pralinenmacher Gehälter von über 3.300 Euro. Groß sind hingegen die regionalen Unterschiede bei den Gehältern. In Hamburg und Hessen können Chocolatiers mit einem Durchschnittsgehalt von über 3.100 Euro monatlich rechnen. In Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern und Thüringen liegt die durchschnittliche Vergütung jedoch bei unter 2.600 Euro pro Monat.

Aufgaben Chocolatier*e:

Chocolatier_Schokolade
  • Einkauf von Rohstoffen
  • Temperieren, Glasieren, Dekorieren und Formguss von Schokolade und
  • Schokoladenprodukten
  • Erstellung von Rezepten für Schokolade und Schokoladenprodukte
  • Produktion und Vermarktung von Schokolade und Schokoladenprodukten

    Wie die französische Berufsbezeichnung bereits zum Ausdruck bringt, beschäftigt sich ein Chocolatier mit der Herstellung von Schokolade und Schokoladenprodukten, wie zum Beispiel Pralinen, Trüffeln und Schokoladentafeln. Chocolatiers stellen Schokoladentafeln, Pralinen und sonstige Kreationen auf Schokoladenbasis in liebevoller Handarbeit her. Dies unterscheidet den Beruf von der industriellen Schokoladenherstellung. Wer die Aufgaben eines Schokoladenmachers genau abgrenzen will, kann zwischen dem sogenannten „Maître Chocolatier“ und dem gewöhnlichen Chocolatier unterscheiden.
Im Unterschied zum gewöhnlichen Chocolatier, der Süßwaren aus bereits vorgefertigter Kakaomasse herstellt, kümmert sich der Maître Chocolatier auch um die Zubereitung der Kakaomasse aus den Bohnen. Da Schokolade ein sehr vielseitiges Lebensmittel ist, wissen Schokoladenmacher im Detail um dessen physikalische und chemische Aspekte und um die richtige Verarbeitung und Verfeinerung von Schokoladenprodukten.

Ausbildung Chocolatier*e:

In Deutschland ist der Beruf des Chocolatiers kein Ausbildungsberuf. Das Handwerk eines Herstellers von Pralinen und Schokoladenprodukten kann man demnach nur über Umwege erlernen. Dazu bieten sich im Wesentlichen zwei Wege an: Die Ausbildung zum Konditor bzw. Konditormeister oder über das Studium der Lebensmitteltechnologie mit einem Schwerpunkt im Bereich Back- und Süßwaren. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Weiterbildungen zum Chocolatier bei Schokoladenherstellern zu belegen. Seit 2018 bietet auch die Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft eine Weiterbildung zum Chocolatier an. Sie richtet sich an Konditoren ab dem zweiten Lehrjahr oder mit bereits abgeschlossener Berufsausbildung, Auszubildende zum Süßwarentechnologen sowie Berufstätige aus vergleichbaren Tätigkeiten. Die Dauer der verschiedenen Ausbildungen variiert. Wer eine offizielle Handwerksausbildung zum Schokoladenmacher absolvieren möchte, muss dafür nach Belgien oder Frankreich reisen.

Zukunftsaussichten Chocolatier*e:

Schokolade kann auf eine über 4.000-jährige Geschichte zurückblicken. Sie gehört zu den Produkten, die wohl nie ihren Reiz verlieren. Dementsprechend sind die Zukunftsaussichten für Schokoladenmacher generell als gut einzuschätzen. Zum einen sind die Deutschen mit einem jährlichen Pro-Kopf-Konsum von über neun Kilogramm wahre Schokoladenliebhaber. Zum anderen sind die deutschen Konsumenten zunehmend bereit, mehr Geld für qualitativ hochwertige und handwerklich hergestellte Schokolade auszugeben. Vor allem letzterer Trend sorgt dafür, dass Schokoladenhersteller Bedarf an gut ausgebildeten und kreativen Köpfen haben.

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FAQ: Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen

1) Was macht ein Chocolatier?

Ein Chocolatier ist für die Herstellung von Schokolade, mit allem was dazugehört, verantwortlich. Er kümmert sich um den Einkauf der notwendigen Rohstoffe, verarbeitet die Kakaobohnen zu Kakaomasse und stellt in Handarbeit Schokolade und Schokoladenprodukte wie Pralinen her. Zudem kreiert er Rezepte für Schokoladenprodukte aller Art und beschäftigt sich mit deren Vermarktung.

2) Welche Ausbildung braucht ein Chocolatier?
 
In Deutschland existiert keine offizielle Berufsausbildung zum Chocolatier. Wer das Handwerk erlernen möchte, kann eine Ausbildung zum Konditor oder zum Lebensmitteltechnologen machen und/oder Weiterbildungen zum Chocolatier bei Schokoladenherstellern belegen. Zudem bietet die Zentralfachschule der deutschen Süßwarenwirtschaft eine Fortbildung zum Chocolatier an.

3) In welchem Bereich ist ein Chocolatier tätig?
 
Ein Chocolatier kann überall tätig sein, wo es um die Herstellung von Schokolade und Schokoladenprodukten (einschließlich Desserts) geht. Schokoladenmacher sind deshalb meist bei Schokoladenherstellern und Konditoren beschäftigt, können aber auch in exklusiven Restaurants arbeiten.

4) Was verdient ein Chocolatier?

Das Durchschnittsgehalt liegt bei ca. 2.750 Euro brutto im Monat. Es ist im Wesentlichen abhängig von der Qualifikation und dem Arbeitsort des Beschäftigten.

5) Welche Aufgaben hat ein Chocolatier?

Ein Chocolatier ist für alle Prozesse rund um die Herstellung von Schokoladenprodukten zuständig. Er kauft Rohstoffe ein, temperiert, glasiert, dekoriert und gießt Schokolade und Schokoladenprodukte in Form. Darüber hinaus erstellt er Rezepte für exquisite Schokoladenprodukte, wie zum Beispiel Pralinen, und kümmert sich um die Produktion und Vermarktung von Schokoladenprodukten.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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