Jobprofil Koch (m/w/d)

 

Key Facts Koch

Ausbildung
3-Jähriger anerkannter, dualer Ausbildungsberuf im Bereich Industrie und Handel; unter bestimmten Voraussetzungen kann die Ausbildung um bis zu 6 Monate verkürzt werden


Tätigkeitsbereich
Köche arbeiten in Kantinen, Restaurants, Krankenhäusern, Pflegeheimen, Hotels, Cateringfirmen sowie in Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie


Gehalt
durchschnittlich zwischen 1.700 € und 2.600 €


Zukunftsaussichten
gut, da Koch ein internationaler und krisenfester Job ist; die Anzahl potenzieller Arbeitgeber ist groß

 

Kurzprofil Koch

Köche sind für die Zubereitung verschiedenster Speisen und für die Erstellung von Speiseplänen zuständig. Darüber hinaus kaufen sie die dafür benötigten Zutaten ein und sind für deren sorgsame, fachgerechte Lagerung verantwortlich. Zudem zählen das Kalkulieren von Preisen, die kompetente Beratung der Gäste sowie eine effiziente Küchenorganisation zu den Tätigkeitsbereichen. Sie kommen vor allem in Kantinen, Hotels, Restaurants, Krankenhäusern, Cateringunternehmen sowie auf Kreuzfahrtschiffen zum Einsatz.

 

Aufgaben eines Kochs

  • Erstellen von Speiseplänen, die sowohl die Saison als auch die individuellen Kundenwünsche berücksichtigen
  • Einkaufen und korrekte Lagerung der benötigten Zutaten
  • Zubereitung von unterschiedlichsten Gerichten
  • Anrichten der Speisen
  • Anleiten und beaufsichtigen der Hilfskräfte
  • Reinigen des Arbeitsplatzes und entsorgen der übrig gebliebenen Nahrungsmittel
  • Kontrollieren des Lagerbestandes

Erstellen von Speiseplänen: Bevor der Koch mit der Zubereitung der Speisen beginnt, sollte er erst einmal wissen, was er kochen soll. Dazu erstellt er einen Speiseplan. Damit dieser von den Kunden gut angenommen wird, muss er sowohl auf die individuellen Kundenwünsche eingehen als auch die jeweilige Saison beachten. Während im April Spargel auf keiner Karte fehlen sollte, erwarten die Gäste in der Winterzeit vor allem deftige Speisen wie Eintöpfe oder Schweinebraten. Darüber hinaus muss der Plan ebenso die individuellen Bedürfnisse verschiedener Personengruppen beachten. Veganer oder Vegetarier sind nur zwei Beispiele, die in diesem Zusammenhang zu nennen sind.

Einkauf und Lagerung: Nachdem der Speiseplan steht, müssen die dafür benötigten Zutaten besorgt werden. Vor allem in kleineren Häusern zählt es zu den Aufgaben eines Kochs, diese einzukaufen. Neben dem Kalkulieren der benötigten Menge gilt es, das jeweils beste Produkt zum niedrigsten Preis zu finden. Um dies zu erreichen, vergleicht er die Angebote verschiedener Händler und prüft die Qualität der angebotenen Lebensmittel. Je nach Nahrungsmittel kann es sich auszahlen, gleich größere Mengen einzukaufen. Damit diese jedoch nicht vorzeitig verderben, ist eine sachgemäße Lagerung entscheidend. Deshalb muss der Koch wissen, welche Lebensmittel wie und wo aufbewahrt werden. Während Milchprodukte kühl gelagert werden, bevorzugen Kartoffeln einen kühlen, dunklen Ort. Weiterhin ist die richtige Aufbewahrung von rohem Fleisch aufgrund der Salmonellengefahr immens wichtig, sodass dieses niemals zusammen mit anderen Nahrungsmitteln gelagert werden darf. Weiterhin muss ein Koch die Hygienevorschriften kennen und diese konsequent umsetzen.

Speisenzubereitung: Die Vielfalt der Gerichte, die ein Koch im Laufe seiner Berufslaufbahn zubereitet, ist immens. Je nach Ausrichtung des Restaurants findet jedoch oftmals eine Spezialisierung statt. Das Gleiche gilt für Großküchen, in denen die Mitarbeiter oftmals „nur“ für bestimmte Aufgabenbereiche zuständig sind. Während ein Koch sich um die Herstellung der Suppe kümmert, ist ein anderer mit der Fleischzubereitung beschäftigt. Der Einsatz moderner Küchengeräte wie Teigrührmaschinen, Gemüseschneider oder Fritteusen erleichtern die Arbeit ungemein.

Anrichten auf dem Teller: Damit die Speisen nicht nur den Gaumen erfreuen, sondern auch das Auge, müssen sie ansprechend präsentiert werden. Bevor der Teller jedoch die Küche verlässt, überprüft der Koch diesen noch einmal auf Vollständigkeit. Schließlich möchte der Gast genau das serviert bekommen, was er zuvor in der Speisekarte gelesen hat.

Anleiten und beaufsichtigen der Hilfsköche: Je nach Stellung in der Küche ist ein Koch auch für die Einsatzplanung des Personals verantwortlich. Hierzu verteilt er die jeweiligen Aufgaben an die unterstellten Mitarbeiter, leitet diese an und kontrolliert deren Arbeiten.

Arbeitsplatzreinigung: Am Ende des Arbeitstages – aber auch zwischendurch – muss der Arbeitsplatz aufgeräumt und gereinigt werden. Hierzu werden die Arbeitsflächen und Küchengeräte gesäubert sowie Letztere weggeräumt. Abfälle und übrig gebliebene Nahrungsmittel, die keine Verwendung mehr finden, müssen entsorgt werden. Auch hier sind die strengen Hygienevorschriften zu beachten.

Kontrolle des Lagerbestandes: Damit am kommenden Arbeitstag alle Zutaten vorrätig sind, ist eine regelmäßige Kontrolle des Lagerbestandes auf Umfang und Haltbarkeit der Nahrungsmittel unabdingbar.

 

Welche Ausbildung braucht ein Koch?

Wer den Beruf eines Kochs ausüben möchte, muss zuvor eine Ausbildung absolvieren. Um diese in Angriff zu nehmen, benötigen Interessenten mindestens einen Hauptschulabschluss. Darüber hinaus sind gute Noten in Chemie und Mathematik sowie ein ausgeprägter Geschmacks- und Geruchssinn von Vorteil. Ebenso sollten stressige Situationen kein Problem darstellen. Die Berufsausbildung dauert in der Regel drei Jahre und erfolgt dual. Dies bedeutet, dass die Auszubildenden sowohl in der Berufsschule als auch in ihrem Betrieb ausgebildet werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Verkürzung um bis zu 6 Monaten möglich. Während der Berufsausbildung lernen die angehenden Köche den richtigen Umgang mit Lebensmitteln sowie die Zubereitung der verschiedensten Gerichte. Zudem erfahren sie wie ein Büfett optisch ansprechend arrangiert wird. Außerdem erhalten sie umfassende Einblicke in die Bereiche Warenwirtschaft, Küche, Service, Verkaufsförderung sowie Bürokommunikation und -organistion. Aber auch Fächer wie Deutsch, Mathematik, Französisch, Englisch und Nahrungsmittel-, Getränke- und Gerichtekunde sind Teil des Lehrplans. Wer sich nach erfolgreich bestandener Ausbildung weiter qualifizieren möchte, kann unter anderem folgende Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen und anschließend die Karriereleiter hinaufklettern:

  • Studium im Bereich Ernährungswissenschaften
  • Küchenmeister
  • Diätkoch
  • Betriebswirt
  • Lebensmitteltechniker
  • Gastronom

Wo sind Köche tätig?

Wie bereits erwähnt, arbeiten Köche in Hotels, Restaurants, Cateringfirmen, Unternehmen der Nahrungsmittelindustrie sowie in Pflegeheimen und Krankenhäusern. Aber auch in Großküchen von Behörden, Firmen, Kindergärten und Universitäten können sie ihr Geld verdienen. Darüber hinaus finden sie ebenso Jobs in Imbissbuden, Cafés und Ferieneinrichtungen wie Jugendherbergen oder anderen Ferienheimen.

 

Was verdient ein Koch?

Die Höhe des Gehalts variiert mitunter stark und hängt vor allem von der Berufserfahrung, Betriebsgröße sowie dem jeweiligen Standort ab. Das Einstiegsgehalt in diesem Berufszweig beträgt etwa 1.400 € bis 1.600 €. Mit zunehmender Berufserfahrung steigt auch der Verdienst, sodass der Bruttolohn nach einigen Jahren zwischen 1.700 € und 2.600 € liegt. Wer nach geraumer Zeit mehr Verantwortung in der Küche übernimmt – etwa als Küchenchef – oder in ein angesagtes Sternerestaurant wechselt, kann sich ebenfalls über höhere Gehaltszahlungen freuen.

 

Zukunftsaussichten für Köche

Da die Anzahl potenzieller Arbeitgeber hoch ist und der Beruf des Kochs als krisenfest gilt, sind die Zukunftsaussichten in diesem Berufszweig sehr positiv.

 

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