Jobprofil Kalkulator (m/w/d)

 

Key Facts Kalkulator

Ausbildung
Kaufmännische Ausbildung oder Studium im Bereich Handel und Wirtschaft


Tätigkeitsbereich

Erstellen von Kosten-Nutzenrechnungen, Überblick über die Finanzen eines Unternehmens, Führen von Gehaltsverhandlungen, Preisermittlung


Gehalt

Ab 3.500 Euro aufwärts


Zukunftsaussichten
Sehr gut, da der Kalkulator mit seinen Fähigkeiten über Wohl und Wehe von Unternehmen entscheidet

 

Kurzprofil Kalkulator

Beim Shopping werden die Preisschilder an den Waren häufig nur noch nebenbei betrachtet. Doch welcher Prozess führt eigentlich dazu, dass ein Gegenstand nun genau das kostet, was auf eben jenem Schildchen geschrieben steht? Denn neben den Investitionen für die Herstellung müssen ebenfalls die Löhne der Mitarbeiter des Marktes davon anteilig beglichen werden und einen kleinen Gewinn möchte das Unternehmen auch verdienen. In der Regel ist es der Kalkulator, der im Hintergrund sämtliche Schritte überwacht, die zur Herstellung von Produkten oder zum Ausführen von Dienstleistungen erforderlich sind. Deshalb ist es auch er, der auf dieser Basis und unter Einschätzung der Marktlage den Wert eines Gutes und damit seinen Preis festlegen kann.

 

Aufgaben eines Kalkulators

Das zuvor erwähnte Stichwort des Wertes von Gütern gilt als wesentliche Säule im Berufsalltag eines Kalkulators. Ehe er den Preis einer Ware oder einer Dienstleistung festlegen kann, muss er unterschiedliche Faktoren berücksichtigen. Wie viel Strom wird etwa für die Maschine bei der Produktion verwendet – und was darf das Gerät selbst kosten? Lässt sich alles das nicht sogar günstiger in Anspruch nehmen? Der Kalkulator weiß um die wirtschaftlichen Möglichkeiten des Unternehmens und seine Aufgabe liegt nun darin, aus ihnen einen großen Nutzen zu erlangen und Werte zu produzieren, die reale Einnahmen generieren.

Dafür behält er unterschiedliche Prozesse im Blick und stellt für diese ein eigenes Budget zusammen. Soll etwa die Herstellung von Waren gelingen, werden sowohl Maschinen, Mitarbeiter und Rohstoffe als auch Zeit benötigt, die den gesamten Werdegang erheblich beeinflusst. Mit diesen Faktoren kann der Kalkulator arbeiten. Ebenso ist er in der Lage, durch kluge Verhandlungen die vorherigen Investitionen zu senken, also vom späteren Wert der Güter verstärkt zu profitieren. Insbesondere dieses Geschick erfordert ein hohes Maß an Feingefühl. So muss der Kalkulator zwar gute Kenntnisse von Menschen und der Kommunikation mit ihnen besitzen, er sollte aber auch das Gespür des Geschäftsmannes für Märkte und sich bietende Chance mitbringen.

Im Ein- und Verkauf agiert der Kalkulator souverän. In der Regel bewegt er sich dabei in zuvor geknüpften Netzwerken – er weiß somit, welche Möglichkeiten und Risiken alle ihm offenstehenden Märkte bieten. Der Kalkulator gilt dabei als finanzieller Allrounder in seinem Hause. Es gibt kaum eine Vertragsgestaltung, eine Zahlung oder eine simple Nummer, die nicht über seinen Schreibtisch geht und die nicht seinen prüfenden Augen standhalten muss. Das Analysieren und Kombinieren verschiedener Einflüsse ebnet den beruflichen Alltag in dieser Branche. Ein guter Kalkulator wiederum findet den Weg für eine erfolgreiche Zukunft seines Unternehmens.

 

Welche Ausbildung braucht ein Kalkulator?

Zumindest in Deutschland ist das Berufsbild des Kalkulatoren nicht gesetzlich festgelegt. Somit fehlt auch eine eigenständige Ausbildung in diesem Bereich. Wer hier dennoch agieren möchte, sollte wenigstens eine Lehre im Handel absolviert haben. Ratsamer ist es dagegen, direkt ein Studium zu wählen, das beispielsweise die Kenntnisse der Betriebswirtschaft umfasst. Viele Kalkulatoren kommen aber auch aus dem mathematischen Tätigkeitsfeld – gleiches gilt für Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder sogar Juristen. Grundsätzlich kann man aber sagen, dass der Einstieg in die Branche oft nur dann gelingt, wenn wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse vorhanden sind – denn was nützt die beste Verhandlung, wenn der dabei entstehende Vertrag nicht gültig ist?

Daneben gehören Kalkulatoren zu den geborenen Geschäftsleuten. Sie verstehen sich im Umgang mit ihrem Gegenüber, begreifen das Geschehen auf den Märkten, bewahren sich eine Gesamtsicht auf Politik und Gesellschaft. In der Regel handelt es sich dabei um Personen, die nicht direkt vom Studium an ihren Schreibtisch gelangen, sondern die bereits über berufliche Erfahrungen verfügen – und die nicht selten auch aus Fehlern lernen mussten. Ein guter Kalkulator darf als das Hirn eines Unternehmens angesehen werden. Seine Unterschrift befindet über Niederlagen und Fortschritte - bestimmt den Weg in die Zukunft. Entsprechend sorgsam erfolgt die Entscheidung bei der Besetzung eines freien Postens.

 

Wo sind Kalkulatoren tätig?

Obwohl Kalkulatoren insbesondere in der Wirtschaft und im Handel eine große Verantwortung übernehmen, sind sie gerade in kleineren Unternehmen nur selten anzutreffen. National und international agierende Konzerne setzen dagegen schon längst auf ihr Wissen. Es gibt kaum eine Branche, in der der Kalkulator mit seinen Fähigkeiten nicht manchen finanziellen Verlust in einen spürbaren Gewinn umwandeln könnte. Wer sich dagegen selbstständig machen möchte, gerät regelmäßig in den Bereich der Unternehmensberatung – mit Blick auf Einzelpersonen kann der Kalkulator auch ein persönliches Coaching vor allem in den finanziellen Fragen seines Gegenübers gewährleisten.

 

Was verdient ein Kalkulator?

Da das Berufsbild des Kalkulators mit hohen Anforderungen verknüpft ist und die meisten Bewerber ohnehin aus einem niveauvollen Arbeitsbereich stammen, gilt die Vergütung als überdurchschnittlich hoch. Sie beginnt in der Regel im Bereich zwischen 3.000 und 3.500 Euro pro Monat – eine obere Grenze lässt sich dagegen nur schwerlich definieren. Insbesondere führende Kalkulatoren in den Wirtschaftsabteilungen globaler Konzerne verfügen über ein Jahresgehalt, das mehrere einhunderttausend Euro umfassen kann. Entsprechend hoch ist aber auch der Wert solcher Personen für ihr Unternehmen. Deshalb sollte die an diesen Beruf gebundene Verantwortung nicht übersehen werden, denn einem hohen Lohn steht hier ein sehr hohes Leistungspensum gegenüber.

 

Zukunftsaussichten für Kalkulatoren

Lässt sich das Hirn eines Unternehmens einfach so ersetzen – oder sogar wegdenken? Der Kalkulator bewegt sich in einem Arbeitsbereich, in dem er zwar auf die Unterstützung moderner Medien setzen kann, jedoch gelingen Menschenkenntnis, Verhandlungsgeschick und den Überblick über das Marktgeschehen keinem Computer besser als einem Menschen. Insbesondere das Risikomanagement zeichnet den Kalkulator aus – für seinen Arbeitgeber reift er damit zu einem unverzichtbaren Angestellten. Er sieht einer sicheren Zukunft entgegen, sollte aber nicht den Anschluss an die Entwicklungen in seinem Job verlieren. Denn neue Märkte erfordern immer auch das Geschick, sich ihnen anzupassen – wem das nicht gelingt, der kann sein Unternehmen nicht zum Erfolg führen.

 

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