Gehaltsverhandlung

Tipps für die Gehaltsverhandlung

Eine Gehaltserhöhung kommt meist nicht von allein. Dennoch ist es vielen Arbeitnehmern äußerst unangenehm, mit der Bitte um mehr Gehalt beim Chef vorstellig zu werden. Wer sich auf eine solche Situation gut vorbereitet und entsprechende Argumente vorweisen kann, hat jedoch gute Chancen, eine Lohnerhöhung zu bekommen.

 

Bei einer Gehaltsverhandlung gilt: Information ist die wichtigste Grundlage. Dabei geht es zum einen um die eigene Position und zum anderen um die wirtschaftliche Situation des Arbeitgebers.

 

Um in der Gehaltsverhandlung gleich die wichtigsten Argumente parat zu haben, sollte man diese vor dem Gespräch aufschreiben. So ist beispielweise ein gelungener Projektabschluss ein besonders günstiger Zeitpunkt, um mit dem Vorgesetzen über die „Perspektiven im Unternehmen“ zu sprechen. Bei finanziellen Schwierigkeiten des Unternehmens oder in besonders arbeitsintensiven Zeiten sollte man das Thema Gehalt hingegen eher nicht angehen.

Die Gehaltsvorstellung richtig ausdrücken

Zu jeder Gehaltsverhandlung gehört auch die Nennung einer Gehaltsvorstellung dazu. Diese bildet meist die Verhandlungsgrundlage, deshalb sollten sich Arbeitnehmer bereits vor dem Gespräch genau überlegen, welchen Betrag sie fordern möchten. So ist ein festgestecktes Ziel auch leichter verhandelbar.

 

Bei der Formulierung gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Nennung des Wunschbetrags in Form eines Bruttojahresgehalts („Aufgrund (…) halte ich ein Bruttojahresgehalt von XX.000 Euro für angemessen.“) oder
  2. als prozentuale Erhöhung des bisherigen Gehalts (realistisch sind etwa zehn bis 15 Prozent).

Auch eine Zusatzleistung kann sich lohnen

Grundsätzlich ist es ratsam, den Betrag etwas höher anzusetzen, um noch einen Verhandlungsspielraum einzukalkulieren. Und wenn der Chef deutlich macht, dass eine Erhöhung des Grundgehalts nicht in Frage kommt, gibt es noch eine weitere Option: Wie wäre es denn anstelle einer Lohnerhöhung mit zusätzlichen Arbeitgeberleistungen wie einem neuen Laptop, einem Fahrtkostenzuschuss oder einer Prämienregelung?

 

Diese Leistungen sind für den Vorgesetzten sehr viel leichter zu verschmerzen, da er die Gehaltsextras von der Steuer absetzen kann – und auch der Angestellte kann sein eigentliches Ziel erreichen: Mehr Geld in der Tasche.

 

 

Tipp: Der Brutto-Netto-Rechner zeigt, was vom neuen Bruttolohn nach den Abzügen übrig bleibt.

 

 

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