Wichtige Informationen übermitteln: Der Lebenslauf

Die Struktur und der Inhalt

Der Lebenslauf stellt neben dem Anschreiben einen weiteren zentralen Bestandteil der Bewerbung dar. Durch ihn erhalten Personaler einen schnellen Überblick über Ihre bisherigen Ausbildungen, Erfahrungen und Kompetenzen.

 

Den Lebenslauf als Fließtext auszuarbeiten ist heutzutage unüblich. Es hat sich vielmehr die tabellarische Form durchgesetzt, in welcher die einzelnen Stationen stichpunktartig aufgelistet werden. Auf diese Weise machen Sie es den Personalverantwortlichen einfach, relevante Informationen über Sie herauszufiltern und mit den Anforderungen der Stelle abzugleichen.

 

Wenn er gut gemacht ist, wird der Lebenslauf den Recruiter davon überzeugen, dass Sie der optimale Kandidat für die zu besetzende Stelle sind. Deshalb ist es auch im Lebenslauf wichtig, dass Sie Zeit und Mühe investieren, um den Inhalt bestmöglich an die für den ausgeschriebenen Job relevanten Stationen und Kompetenzen anpassen.

 

Wir haben für Sie die wichtigsten Informationen zur Struktur und dem Inhalt eines Lebenslaufs zusammengefasst.

Allgemein

Generell sollten beim Verfassen des Lebenslaufs einige grundlegende Regeln eingehalten werden:

  • Keine Rechtschreib- und Grammatikfehler – Lassen Sie das Dokument am besten von jemand anderen Korrektur lesen
  • Achten Sie darauf, dass der Lebenslauf übersichtlich, aber dennoch vollständig ist
  • Richten Sie den Fokus auf das Wesentliche
  • Verwenden Sie dieselbe Schriftart, die Sie auch im Anschreiben verwendet haben – vorzugsweise Arial oder Calibri in Schriftgröße 11-12pt
  • Stellen Sie die Seitenränder normgerecht ein – wir empfehlen einen Seitenrand von 2cm links und rechts und zwischen 2-2,5 cm oben und unten
  • Umfang maximal zwei DIN-A4 Seiten

Obwohl den Bewerbern heutzutage immer mehr Freiräume in der Gestaltung des Lebenslaufs gegeben werden, sollten Sie sich dennoch an einer grundlegenden Struktur orientieren. Folgende Informationen müssen dem Personaler unbedingt im Lebenslauf zur Verfügung gestellt werden:

  • Persönliche Daten (vollständiger Name, Anschrift, Geburtsdatum und -ort)
  • Erfahrungen (beruflicher und schulischer Werdegang)
  • Besondere Kenntnisse und Fähigkeiten
  • Sonstiges (weitere Interessen, Hobbies)

Die Angabe der Staatsangehörigkeit, der Konfession oder des Familienstands ist nicht zwingend erforderlich.

Wie Sie die einzelnen Stationen aufführen können

Sie können den tabellarischen Lebenslauf auf drei verschiedene Arten anordnen – chronologisch, gegenchronologisch oder funktional. Während Sie bei der chronologischen Auflistung mit der frühesten Aktivität (z.B. Ausbildungsbetrieb) beginnen, findet sich bei der gegenchronologischen Ordnung die neueste Station (z.B. letztes bzw. aktuelles Unternehmen) an erster Stelle. Die funktionale Auflistung macht vor allem dann Sinn, wenn Sie beispielsweise bereits viel Berufserfahrung gesammelt haben und sich Ihre Fortbildungen, Kompetenzen oder Tätigkeitsfelder thematisch gruppieren lassen. Die meisten Bewerber tendieren dazu, eine Mischform aus (gegen-)chronologischen und funktionalen Ordnungen zu verwenden. 

 

Beim Inhalt des Lebenslaufs gilt auch wie beim Anschreiben: Bieten Sie dem Personaler einen Mehrwert und führen Sie nur für den Job relevante Stationen auf. Seien Sie dann jedoch immer auf Fragen zu den sogenannten Lücken Ihrer Laufbahn  vorbereitet.

Briefkopf, persönliche Daten und das Bewerbungsfoto

Die persönlichen Daten des Bewerbers gehören immer an den Anfang des Lebenslaufs. Dazu gehören sowohl der Name, die Adresse und die Kontaktdaten, als auch das Geburtsdatum und der -ort. Neben der klassischen linksbündigen Auflistung können Sie auch Ihren Namen, die Adresse und Ihre Kontaktdaten (E-Mail, Handynummer, etc.) in die Kopfzeile setzen. Bei Bedarf bietet der Kopf ebenso Platz für Ihr Bewerbungsfoto – dieses wird klassischerweise rechtsbündig angeordnet.

Beruflicher Werdegang / Berufserfahrung

Die Stationen des beruflichen Werdegangs sind wahrscheinlich diejenigen, die den Personaler am meisten interessieren – deshalb stehen diese Informationen auch an oberster Stelle direkt nach den persönlichen Daten. Geben Sie als erstes immer die Stelle an, in der Sie immer noch oder bis vor kurzem tätig waren. Generell ist es wichtig, dass Sie immer die Zeitangabe (Anfangs- und Enddatum), das Unternehmen, die Berufsbezeichnung und eine kurze Aufzählung Ihres Aufgabenbereichs aufführen. So können Sie übrigens bereits im Lebenslauf Kompetenzen hervorheben, die für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, relevant sind.

 

Sollten Sie innerhalb des Unternehmens den Job gewechselt haben, dann müssen Sie den Arbeitgeber nicht noch einmal angeben. Falls sich Ihr Aufgabenbereich jedoch geändert haben sollte, ist es sinnvoll, dies näher auszuführen.

Schulischer Werdegang / Ausbildung

Im Unterabschnitt des schulischen Werdegangs findet der Personaler Informationen zur schulischen, akademischen und beruflichen Ausbildung. Während man üblicherweise auf die Angabe der Grundschule verzichtet, kann man sich durchaus auf die Zeit an der weiterführenden Schule, wie beispielsweise das Gymnasium beziehen. Sollten Sie ein Studium oder eine berufliche Ausbildung angefangen bzw. abgeschlossen haben, gehören diese Angaben ebenso in den Abschnitt des schulischen Werdegangs. Auch hier gilt: Geben Sie immer Anfangs- und Enddatum, den Namen der Schule und den erworbenen Abschluss sowie gegebenenfalls die Abschlussnote an.

Besondere Qualifikationen und Weiterbildungen

Bei dieser Kategorie können Sie frei wählen, ob Sie diese aufführen und wenn ja, welche Angaben Sie machen. Dabei gilt nur: Es muss einen Sinn haben, wieso Sie genau diese Informationen hinzufügen. Meistens ist dies bei besonderen Weiterbildungen, ehrenamtlichen Engagement oder Auslandserfahrungen der Fall.

Weitere Kenntnisse, Interessen und Sonstiges

Wenn man von diesem Teil des Lebenslaufs spricht, ist häufig die Rede von (Fremd-)Sprachen, Computerkenntnissen, Hobbies , Lizenzen oder anderen Interessen. Alle Angaben sollten immer entweder einen Bezug zur ausgeschriebenen Stelle haben und/oder Aufschluss über Sie als Person geben.

Datum und Unterschrift

Ans Ende des Lebenslaufs sollten Sie immer das taggenaue Datum, die Stadt und Ihre persönliche Unterschrift setzen. Damit bestätigen Sie die Richtigkeit und die Aktualität Ihrer Angaben. Da man sich heutzutage vorwiegend online bewirbt, reicht es aus, wenn Sie die Unterschrift einscannen oder in einer entsprechenden digitalen Schrift und farblich abgesetzt einfügen.

 

Weitere Informationen zum Lebenslauf finden Sie hier.