Textillaborant*in

1. Kurzbeschreibung Textillaborant*in:

Der Beruf des Textillaboranten gehört zu den vielseitigsten Tätigkeiten in der Industrie überhaupt. Textillaboranten beschäftigen sich mit allen Facetten der chemischen und physikalischen Eigenschaften von textilen Rohstoffen sowie halbfertigen und fertigen Textilien. Die Tätigkeit ist dabei nicht nur auf die Textilindustrie beschränkt. Textillaboranten kommen überall dort zum Einsatz, wo Textiltechnik und Textilproduktion eine Rolle spielt. Ihr Einsatzbereich reicht von der Chemie- und Pharmaindustrie über die Automobil- und Luftfahrtindustrie bis hin zur Medizin- und Umwelttechnik.

2. Steckbrief Textillaborant*in

  • Tätigkeitsbereich: Eingangsprüfung von Rohstoffen, Erstellung von Rezepturen, Prüfung von textilen Materialien, Entwicklung neuartiger Textilien, Qualitätsprüfung von Materialien, Produktionsprozessen und Produkten, Erstellung von Prüfberichten und Warenzertifikaten, Kontrollen in Bezug auf Umwelt- und Gesundheitsschutz.
  • Ausbildung: Die Ausbildung zum Textillaboranten dauert dreieinhalb Jahre und wird im dualen System durchgeführt. Die Theorie wird an einer Berufsschule gelehrt, der praktische Teil wird in einem industriellen Ausbildungsbetrieb vermittelt. In der Ausbildung kann ein Schwerpunkt im Bereich Textilchemie, Textiltechnik oder Textilveredelung gesetzt werden.
  • Gehalt: Das durchschnittliche Monatsbruttogehalt liegt bei ca. 3.900 Euro. Die Bandbreite der Gehälter ist groß und abhängig von der Berufserfahrung, der Branche und dem Beschäftigungsort.
  • Zukunftsaussichten: Gut. Textilien und Textiltechnik spielen nicht nur in der Bekleidungsindustrie eine Rolle, sondern auch in zahlreichen zukunftssicheren Branchen wie der Umwelt- und Medizintechnik, der Chemie- und Pharmaindustrie sowie der Automobil- und Luftfahrtindustrie.

3. Gehalt Textillaborant*in

Das Durchschnittsgehalt eines Textillaboranten liegt bei etwa 3.900 Euro brutto. Die Bandbreite möglicher Gehälter ist in dieser Berufsgruppe relativ hoch. Während das untere Einkommensviertel auf ein monatliches Bruttodurchschnittsgehalt von weniger als 3.100 Euro kommt, verdienen die Top-25% der Textillaboranten über 4.900 Euro brutto pro Monat.

Auch bei den Altersgruppen unterscheiden sich die Gehälter von Textillaboranten erheblich. Junge Berufstätige unter 25 Jahren bekommen ein Durchschnittsgehalt von ca. 3.200 Euro brutto. Die Gruppe der Über-55-Jährigen verdient hingegen im Durchschnitt fast 4.500 Euro brutto pro Monat.

Ebenso existieren große Gehaltsunterschiede in Abhängigkeit vom Beschäftigungsort. In Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Hessen und Rheinland-Pfalz liegt der Durchschnittsverdienst eines Textillaboranten bei über 4.100 Euro brutto monatlich. In den östlichen Bundesländern verdienen Textillaboranten im Schnitt nur rund 3.000 Euro pro Monat. Auch liegen die Gehälter der Berufsgruppe in manchen Großstädten deutlich oberhalb des Durchschnitts. So ist Frankfurt/Main mit einem Durchschnittsgehalt von fast 6.200 Euro monatlich der Spitzenreiter in Sachen Verdienst.

4. Aufgaben Textillaborant*in

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• Eingangsprüfungen von Chemikalien und sonstigen Rohstoffen
• Erstellung von Rezepturen für Spezialanwendungen
• Prüfung von textilen Materialien auf Verarbeitungs- und Einsatzmöglichkeiten
• Entwicklung neuer Produkte und Produkteigenschaften
• Qualitätsprüfung von Materialien, Produktionsprozessen und Produkten
• Erstellung von Prüfberichten
• Ausstellung von Zertifikaten für Waren
• Kontrollen in Bezug auf Umwelt- und Gesundheitsschutz

Aufgrund der Vielzahl an Industrien, in denen Textillaboranten zum Einsatz kommen, hat die Berufsgruppe ein sehr breites und vielfältiges Aufgabenspektrum. Textillaboranten beschäftigen sich im Allgemeinen mit allen Fragestellungen rund um die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Fasern, Garnen und Textilien. Ein zentrales Aufgabenfeld von Textillaboranten ist die Prüfung von Chemikalien auf ihre Eigenschaften hinsichtlich ihres Verwendungszwecks in der Textilproduktion. Zudem fertigen Textillaboranten Rezepturen für Spezialanwendungen in der Textiltechnik und Textilproduktion an.

Ein weiteres wichtiges Aufgabengebiet von Textillaboranten ist die Prüfung von neuartigen Materialien und Textilien in Bezug auf ihre Verarbeitungs- und Einsatzmöglichkeiten in der Textiltechnik sowie die Entwicklung neuer Produkte oder Produkteigenschaften. Zielsetzung ist dabei, die Qualität von Textilien zu verbessern, die Kosten der Textilproduktion zu reduzieren sowie die Textilproduktion nachhaltiger zu machen.

Ebenso werden Textillaboranten in der Qualitätsprüfung von Materialien, fertigen Produkten und Prozessen der Textilproduktion eingesetzt. Sie erstellen Prüfberichte und stellen Zertifikate für Textilien aus. Außerdem führten sie Kontrollen in Bezug auf Umwelt- und Gesundheitsschutz durch.

5. Ausbildung Textillaborant*in

Bei der Ausbildung zum Textillaboranten handelt es sich um eine duale Ausbildung mit einer Laufzeit von dreieinhalb Jahren. Die Ausbildung erfolgt sowohl in einer Berufsschule (theoretischer Teil) als auch in einem industriellen Ausbildungsbetrieb (praktischer Teil). Aufgrund des breiten Einsatzspektrums von Textillaboranten gibt es Ausbildungsbetriebe in einer Vielzahl von Branchen, wie beispielsweise der Textil- und Bekleidungsindustrie und der Chemie- und Automobilindustrie.

Angehende Textillaboranten können in ihrer Ausbildung einen von drei verschiedenen Schwerpunkten wählen: Textilchemie, Textiltechnik und Textilveredelung. Im Bereich der Textilchemie beschäftigen sich Textillaboranten im Wesentlichen mit den chemischen Inhaltsstoffen von Textilien. Der Bereich der Textiltechnik dreht sich um technische Textilien, wie sie beispielsweise in der Automobilindustrie, im Flugzeugbau oder in der Medizintechnik zum Einsatz kommen. Und in der Textilveredelung stehen die Veredelungsprozesse der Textilproduktion, wie zum Beispiel das Färben und Bedrucken, im Vordergrund.

6. Zukunftsaussichten Textillaborant*in

Die Zukunftsaussichten von Textillaboranten sind generell als gut einzuschätzen. Das Einsatzspektrum der Berufsgruppe ist seit langem nicht nur auf die Textilindustrie beschränkt. Textillaboranten werden in zahlreichen weiteren Branchen beschäftigt, in denen hochwertige Textiltechnik und intelligente Textilproduktion eine Rolle spielt. Dazu zählen zahlreiche bedeutende und zukunftssichere Branchen wie die Automobilindustrie, die Luft- und Raumfahrttechnik, die Umwelt- und Medizintechnik sowie die Chemie- und Pharmaindustrie. Diese breiten Einsatzmöglichkeiten geben Textillaboranten in der Regel ein hohes Maß an Jobsicherheit und gute Zukunftsperspektiven.


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8. FAQ: Hier findest du Antworten auf die wichtigsten Fragen

1) Was macht ein Textillaborant?

Ein Textillaborant beschäftigt sich mit allen Fragestellungen in Bezug auf die chemischen und physikalischen Eigenschaften von Textilien aller Art. Das Tätigkeitsspektrum reicht von der Prüfung von Rohstoffen und der Entwicklung von Rezepturen über die Produktenwicklung und die Qualitätsprüfung bis hin zur Ausstellung von Zertifikaten und Kontrollen zu Umwelt- und Gesundheitsschutz.

2) Welche Ausbildung braucht ein Textillaborant?
 
Um Textillaborant zu werden, kann man eine dreieinhalbjährige Ausbildung im dualen System absolvieren. Die theoretische Ausbildung erfolgt an einer Berufsschule, der praktische Teil wird in einem Ausbildungsbetrieb gelehrt.

3) In welchem Bereich ist ein Textillaborant tätig?
 
Textillaboranten kommen in allen Industrien zum Einsatz, in denen Textilien und Textiltechnik eine Rolle spielen. Dies ist nicht nur in der Bekleidungsindustrie der Fall, sondern auch in zahlreichen weiteren Branchen, wie der Chemie- und Pharmaindustrie, der Automobil- und Luftfahrtindustrie sowie der Medizin- und Umwelttechnik.

4) Was verdient ein Textillaborant?

Im Durchschnitt verdient ein Textillaboranten etwa 3.900 Euro brutto pro Monat. Die Bandbreite der Gehälter dieser Berufsgruppe ist hoch und abhängig von der jeweiligen Branche, der Berufserfahrung und dem Beschäftigungsort.

5) Welche Aufgaben hat ein Textillaborant?

Das Aufgabenspektrum von Textillaboranten ist sehr breit. Sie kümmern sich um alle Fragen rund um Textilien, Textiltechnik und Textilproduktion. Sie prüfen Rohstoffe und Produkte auf ihre Qualität, sie erstellen Rezepturen, beurteilen textile Materialien auf ihre Verarbeitungsmöglichkeiten und Einsatzgebiete, sie entwickeln neue Produkte und Produkteigenschaften, sie erstellen Prüfberichte, stellen Zertifikate für Waren aus und führen Kontrollen in den Bereichen Umwelt- und Gesundheitsschutz durch.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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