Sounddesigner*in

1. Kurzbeschreibung Sounddesigner*in:

Ästeknacken in einem Thriller, Donnergrollen in einem Hörspiel oder ein Kanonenschuss in einem Computerspiel – Klänge und Geräusche wie diese werden von den meisten Zuschauern, Zuhörern oder Spielern gar nicht bewusst wahrgenommen. Erst wenn sie fehlen, fallen sie auf. Die Klang- und Geräuschkulisse sorgt dafür, dass ein Film oder eine Fernsehserie realistisch wirkt. Zudem sorgt sie für Spannung und Emotionen. Hinter dieser Tonkulisse steckt die Arbeit des Sounddesigners. Der Sounddesigner (auch Tondesigner genannt) gestaltet in einem Studio nachträglich die Klang- und Geräuschkulisse für ein sehr breites Anwendungsfeld, das von Film und Fernsehen über Hörfunk, Hörspiele, Theater, Musical, Oper, Computerspiele und -programme bis hin zu industriellen Anwendungen reicht.

2. Steckbrief Sounddesigner*in

  • Tätigkeitsbereich: Sounddesign ist die Generierung und Gestaltung von Klängen und Geräuschen für eine Vielzahl von Anwendungen, unter anderem in Film und Fernsehen, im Radio und bei Hörspielen, auf Opern- und Theaterbühnen, bei Computerspielen und -programmen sowie bei industriellen Anwendungen.

  • Ausbildung: Sounddesign ist seit einigen Jahren ein eigenständiges Studium, das an diversen Hochschulen angeboten wird. Alternativ kann Tondesign auch als Schwerpunkt in einem anderen Design-Studium belegt werden. Zudem bietet ein Musikstudium oder eine Ausbildung zum Tonmeister gute Voraussetzungen für den Beruf.

  • Gehalt: Das Durchschnittsgehalt liegt bei ca. 3.400 Euro brutto im Monat. Die Bandbreite der Gehälter im Sounddesign ist relativ hoch. Hochqualifizierte Sounddesigner mit viel Berufserfahrung können deutlich höhere Gehälter verdienen. Vor allem in der Industrie sind die Verdienstmöglichkeiten generell besser.

  • Zukunftsaussichten: Sehr gut. Sounddesign spielt eine wichtige Rolle in vielen Branchen, die ihrerseits sehr gute Zukunftsperspektiven haben.

3. Gehalt Sounddesigner*in

Die Gehälter von Sounddesignern sind relativ breit gefächert. 50 Prozent aller Sounddesigner verdienen zwischen 2.500 und 4.300 Euro brutto im Monat. Ein Viertel der im Tondesign tätigen Personen verdient weniger als 2.500 Euro brutto monatlich. Die Top-25 Prozent der Sounddesigner erzielen Bruttomonatsgehälter von über 4.300 Euro. Das Monatsgehalt eines Sounddesigners ist abhängig von dessen Qualifikation, Berufserfahrung und der Branche, in der er tätig ist. In größeren Industrieunternehmen verdienen Sounddesigner im Allgemeinen mehr als in kleineren Firmen und anderen Sektoren.

4. Aufgaben Sounddesigner*in

  • Gestaltung von Geräuschen und Klängen in der Oper, in Musicals und in Theatern
  • Gestaltung von Geräuschen und Klängen in Filmen und Fernsehserien 
  • Nachbearbeitung von Dialogen in Filmen und Fernsehserien 
  • Gestaltung von Geräuschen und Klängen bei Hörspielen und im Hörfunk 
  • Gestaltung von Geräuschen und Klängen bei Computerspielen und Computerprogrammen
  • Gestaltung von Geräuschen und Klängen bei industriellen Anwendungen
Wie die Übersetzung der englischsprachigen Berufsbezeichnung bereits zum Ausdruck bringt, ist ein Sounddesigner für die Gestaltung von Klängen und Geräuschen zuständig. Der deutsche Begriff „Tongestaltung“ wird in der Praxis immer seltener verwendet. Auch hierzulande haben sich die Berufsbezeichnungen „Sounddesign“ oder „Tondesign“ durchgesetzt.

Das Knacken von Ästen in einem Kinofilm, das Klatschen einer Ohrfeige auf einer Theaterbühne, der Schuss einer Kanone in einem Computerspiel, das Grollen des Donners in einem Hörspiel oder das Geräusch beim Löschen einer Computerdatei – all das sind typische Beispiele für das sehr breite Anwendungsfeld von Sounddesign. Tondesign kommt bei Filmen und Fernsehserien, im Hörfunk und bei Hörspielen, in Opern, Musicals und Theaterstücken, in Computerspielen und -programmen und in der Werbung zur Anwendung. Erst durch das Tondesign entstehen glaubhafte Geschichten und wahre Emotionen im Fernsehen, im Kino, im Radio, in Computerspielen und auf Bühnen aller Art.

Darüber hinaus findet Sounddesign auch zunehmend in industriellen Anwendungen Verwendung. Ein typisches Beispiel ist die Automobilindustrie. Hier entwickeln Sounddesigner nicht nur die Geräusche, die beim Öffnen der Türen oder des Handschuhfachs zu hören sind, sondern kümmern sich auch um das Tondesign für die Abgasanlage. Ein relativ neues Anwendungsfeld in der Autoindustrie ist das Tondesign für Elektroautos. Aufgrund der sehr geringen Geräuschkulisse von Elektrofahrzeugen simulieren Sounddesigner ein Motorengeräusch, um Passanten auf E-Fahrzeuge aufmerksam zu machen.

Sounddesigner arbeiten in speziellen Studios, in denen die Klänge und Geräusche für die diversen Anwendungsfelder im Nachhinein erzeugt werden. Zudem gehört auch die Nachbearbeitung von Dialogen zwischen Schauspielern zum Aufgabenfeld eines Sounddesigners.

5. Ausbildung Sounddesigner*in

Sounddesign kann inzwischen an mehreren Hochschulen in Deutschland und im europäischen Ausland studiert werden, entweder als eigenständiger Studiengang oder als Schwerpunkt eines Design-Studiengangs. Entsprechende Studiengänge bieten beispielsweise die Universität der Künste Berlin, die Kunstuni und die Fachhochschule Joanneum in Graz sowie die Universities of Edinburgh und Glasgow an. Eine alternative Ausbildung für den Beruf des Sounddesigners ist ein Musikstudium oder eine Ausbildung zum Tonmeister.

6. Zukunftsaussichten Sounddesigner*in

Die Zukunftsaussichten für Sounddesigner sind sehr gut. Ihre Tätigkeit wird in vielen Branchen nachgefragt, die selbst gute Zukunftsperspektiven besitzen. Dazu zählen nicht nur Film und Fernsehen, sondern auch die Computerspielbranche sowie zahlreiche Industriesektoren, wie beispielsweise die Automobilindustrie. Aufgrund des breiten Anwendungsfeldes sind Sounddesigner nicht an eine bestimmte Branche gebunden und können bei einer Verschlechterung des wirtschaftlichen Umfeldes in eine andere Branche wechseln.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

1. Was macht ein Sounddesigner?
Ein Sounddesigner sorgt dafür, dass Filme, Fernsehserien, Hör- und Computerspiele, Bühnenaufführungen und industrielle Anwendungen durch ihre Klang- und Geräuschkulisse möglichst realistisch und authentisch wirken.
2. Welche Ausbildung braucht ein Sounddesigner?
Sounddesign wird inzwischen als eigenes Studium an verschiedenen Hochschulen angeboten. Zudem kann Tondesign auch als Schwerpunktfach in vielen Design-Studiengängen gewählt werden. Alternativ sind auch ein Musikstudium sowie eine Ausbildung zum Tonmeister gute Berufsvoraussetzungen.
3. In welchem Bereich ist ein Sounddesigner tätig?
Das Anwendungsfeld von Sounddesign ist sehr breit. Tondesign kommt in Film und Fernsehen, auf Theater-, Musical- und Opernbühnen, im Hörfunk und bei Hörspielen, in Computerspielen und -programmen sowie in vielen Industrien zur Anwendung.
4. Was verdient ein Sounddesigner?
Ein Sounddesigner verdient im Schnitt ca. 3.400 Euro brutto monatlich. Die Gehaltsspanne ist in dieser Berufsgruppe jedoch ziemlich hoch. Abhängig von der Qualifikation, Berufserfahrung sowie der Tätigkeitsbranche des Sounddesigners kann das Gehalt deutlich höher oder niedriger ausfallen.
5. Welche Aufgaben hat ein Sounddesigner?
Ein Sounddesigner gestaltet Geräusche und Klänge für eine Vielzahl von Anwendungen. Zudem ist er auch für die Nachbearbeitung von Dialogen in Filmen und Fernsehserien zuständig.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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