Milchtechnologe*in

1. Kurzbeschreibung Milchtechnologe*in:

Milch, Butter, Joghurt, Käse und sonstige Milchprodukte finden sich auf dem Esstisch fast aller deutschen Haushalte wieder. Hinter all diesen Milcherzeugnissen steht ein Beruf, der nur den wenigsten Menschen bekannt ist: Der Milchtechnologe. Er ist für die komplette Produktion von Milch und Milcherzeugnissen verantwortlich, die heutzutage hochautomatisiert abläuft. Ein spannender Beruf für alle Leute, die sich für Milchprodukte und deren automatisierte Herstellung in großen Produktionsanlagen begeistern können.

2. Steckbrief Milchtechnologe*in

  • Tätigkeitsbereich: Steuerung, Überwachung, Reinigung, Wartung und Störungsbehebung von Produktionsanlagen für die Herstellung von Milch und Milchprodukten. Zudem Qualitäts- und Produktkontrolle sowie Dokumentation von Arbeitsschritten und Ergebnissen.

  • Ausbildung: Dreijährige, staatlich anerkannte Ausbildung im dualen System (Theorieteil in einer Berufsschule und Praxisteil in einem Ausbildungsbetrieb). Zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten, zum Beispiel zum Molkereimeister.

  • Gehalt: Das Durchschnittsgehalt liegt bei ca. 3.500 Euro brutto im Monat. Das Gehalt ist abhängig von der beruflichen Qualifikation, der Berufserfahrung und dem Standort des Arbeitgebers.

  • Zukunftsaussichten: Gut. Die Nachfrage nach Milch und Milcherzeugnissen ist relativ konstant und die Gefahr der Rationalisierung ist aufgrund des bereits hohen Automatisierungsgrades der Produktion gering.

3. Gehalt Milchtechnologe*in

Das durchschnittliche Bruttomonatsgehalt eines Milchtechnologen liegt bei rund 3.500 Euro. Im Unterschied zu anderen Berufen ist die Gehaltsspanne in dieser Berufsgruppe nicht besonders hoch. Während das Bestverdiener-Viertel auf Bruttogehälter von über 4.000 Euro pro Monat kommt, verdienen die unteren 25 Prozent der Berufsgruppe weniger als 3.000 Euro brutto monatlich. Auch der Tätigkeitsort spielt in Bezug auf das Gehalt eine Rolle. In den Bundesländern Bayern, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen werden überdurchschnittliche Gehälter gezahlt. In Sachsen liegen die Gehälter hingegen unter dem bundesweiten Durchschnitt.

4. Aufgaben Milchtechnologe*in

Milchtechnologe mit Kuh
  • Überprüfung der Rohmilchlieferungen
  • Steuerung und Überwachung von Produktionsanlagen
  • Reinigung, Wartung und Störungsbehebung von Produktionsanlagen
  • Probenentnahme und sensorische Prüfung von Produkten
  • Produktkontrolle sowie Dokumentation von Arbeitsschritten und Ergebnissen

Die Herstellung von Milch und Milcherzeugnissen, wie Butter, Joghurt und Käse, ist heutzutage hochtechnisiert und -automatisiert. Dementsprechend handelt es sich beim Milchtechnologe um einen sehr technisch orientierten Beruf.

Bei der Anlieferung der Rohmilch von Landwirten übernimmt ein Milchtechnologie die Überprüfung der Qualität der Milch. Im Anschluss ist er für die Steuerung und Überwachung aller Produktionsanlagen verantwortlich, die für die Herstellung bestimmter Milcherzeugnisse benötigt werden. Dazu zählen beispielsweise Reifungsbehälter, Abfüllanlagen, Käsefertiger und Trocknungsanlagen. Die Steuerung der Anlagen erfolgt heutzutage fast ausschließlich über Computer. Neben der Bedienung der Anlagen ist ein Milchtechnologe auch für deren Reinigung, Wartung und Störungsbehebung verantwortlich. Darüber hinaus sorgt ein Milchtechnologe auch für die Qualität von Milch und Milchprodukten.

Er entnimmt Proben und führt zum Teil sensorische Produktkontrollen durch, bei denen er Milchprodukte auf deren Geruch, Geschmack und Konsistenz hin überprüft. Außerdem schickt er Proben in spezielle Labore, in denen die Milchprodukte von milchlandwirtschaftlichen Laboranten detailliert analysiert werden. Zudem kontrolliert und dokumentiert er die Arbeitsschritte und die Ergebnisse der Produktion, um sicherzustellen, dass jederzeit die geltenden Vorschriften eingehalten wurden.

5. Ausbildung Milchtechnologe*in

Die Ausbildung zum Milchtechnologen ist eine staatlich anerkannte Berufsausbildung mit dreijähriger Dauer. Sie läuft im dualen System ab. Der theoretische Ausbildungsteil wird in einer Berufsschule gelehrt. Der praktische Teil wird in einem Ausbildungsbetrieb vermittelt. In der Regel handelt es sich dabei um einen Milch verarbeitenden Betrieb.

Im ersten Ausbildungsjahr erlernen angehende Milchtechnologen die Grundlagen der Milch und die Herstellungen von Konsummilch. Schwerpunkte des zweiten Ausbildungsjahres stellen die Herstellung von Butter und die Überwachung der Produktionsanlagen dar. Und im dritten Ausbildungsjahr beschäftigen sich Milchtechnologen mit der Herstellung von Käse und der Qualitätssicherung von Milchprodukten.

Für Milchtechnologen gibt es einige interessante Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten. So kann sich ein Milchtechnologe zu einem staatlich geprüften Wirtschafter/in für Milchwirtschaft und Molkereiwesen weiterbilden. Diese Fortbildung wird an Fachschulen angeboten und dauert ein Jahr in Vollzeit bzw. zwei Jahre in Teilzeit. Mit zwei Jahren Berufserfahrung kann sich ein Milchtechnologe ebenfalls für die Prüfung zum Molkereimeister/in anmelden, die mehrere Monate dauert. Und nicht zuletzt gibt es auch eine Weiterbildung zum Staatlich geprüfte/r Techniker/in der Fachrichtung Milchwirtschaft und Molkereiwesen. Die Dauer dieser Fortbildung hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Voraussetzung für die Teilnahme ist eine mehrjährige Berufspraxis.

6. Zukunftsaussichten Milchtechnologe*in

Die Zukunftsaussichten für Milchtechnologen sind gut. Milch und Milchprodukte sind fester Bestandteil der Mahlzeiten der meisten Deutschen. Die Produktionsverfahren sind in diesem Bereich der Lebensmittelindustrie bereits seit Jahren hochautomatisiert, die Bedienung der Maschinen erfolgt jedoch durch den Milchtechnologen. Und nicht zuletzt haben Milchtechnologen aufgrund ihrer beruflichen Qualifikationen auch gute Chancen auf einen Job in verwandten Branchen, wie beispielsweise der Verpackungs- und der Getränkeindustrie.

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FAQ - Häufig gestellte Fragen

1. Was macht ein Milchtechnologe?
Ein Milchtechnologe kümmert sich um die Herstellung von Milch und Milcherzeugnissen. Da diese heutzutage vor allem in größeren Molkereien und Milch verarbeitenden Betriebe nahezu vollautomatisiert abläuft, handelt es sich um einen sehr technischen Beruf.
2. Welche Ausbildung braucht ein Milchtechnologe?
Die Ausbildung zum Milchtechnologen ist in Deutschland eine staatlich anerkannte Berufsausbildung, die drei Jahre im dualen System dauert. Der Theorieteil der Ausbildung wird in einer Berufsschule gelehrt und der praktische Teil in einem Ausbildungsbetrieb (i.d.R. ein Milch verarbeitender Betrieb).
3. In welchem Bereich ist ein Milchtechnologe tätig?
Milchtechnologe arbeiten in erster Linie in Milch verarbeitenden Betrieben (Molkereien). Darüber hinaus finden sie jedoch auch in der Lebensmittelindustrie Beschäftigung, beispielsweise bei Herstellern von Getränken oder Süßwaren.
4. Was verdient ein Milchtechnologe?
Das Durchschnittsgehalt beträgt ca. 3.500 Euro brutto pro Monat. Erfahrene Milchtechnologen sowie Milchtechnologen mit einer höheren Qualifikation können auch höhere Gehälter verdienen. Zudem ist das Gehalt vom jeweiligen Betrieb und dessen Standort abhängig.
5. Welche Aufgaben hat ein Milchtechnologe?
Ein Milchtechnologe ist für die Steuerung und Überwachung des gesamten Produktionsprozesses von Milchprodukten zuständig. Zudem reinigt, wartet und behebt er Störungen an den Produktionsanlagen. Ebenso gehört die Produktkontrolle und die Dokumentation von Arbeitsschritten und Ergebnissen zu seinen Aufgaben.

Autor: Yourfirm-Redaktion

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