Berufsbild Fachangestellter für Bäderbetriebe (m/w/d)

Intro

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Einfach ins kühle Nass springen und ein paar Bahnen schwimmen – ein Wunsch, der sich in immer mehr Städten mühelos realisieren lässt. Denn Schwimmbäder gehören als Teil der Sport- und Freizeitgestaltung zu den Grundbedürfnissen der Gesellschaft. Möglich wird das vor allem durch den Einsatz des Fachangestellten für Bäderbetriebe. Er ist um das Wohl der Badegäste bemüht. Ein weiteres Ziel seiner Arbeit lieg darin, dass seine Einrichtung wirtschaftlich gut läuft – wofür er etwa Werbemaßnahmen durchführt.

Key Facts

  • Tätigkeitsbereich: Gestaltung und Pflege von Badeeinrichtungen, Ermittlung und Verbesserung der Wasserqualität, Ergreifen von Maßnahmen zur Sicherheit der Badegäste, Erteilen von Schwimm- und Tauchunterricht
  • Ausbildung: dreijährige Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe
  • Gehalt: ab 2.000 Euro pro Monat
  • Zukunftsaussichten: Sehr gut, da Bäderbetriebe auch in der Zukunft boomen werden – und es schließlich jemanden geben muss, der sie für den laufenden Betrieb vorbereitet und der die Badegäste betreut

Aufgaben eines Fachangestellten für Bäderbetriebe

Klar und sauber sollte das Wasser in einer öffentlichen Badeeinrichtung sein. Zu diesem Zweck führt der Fachangestellte für Bäderbetriebe regelmäßig seine Analysen durch, für die er Proben des Wassers nimmt und untersucht. Durch die Zugabe von gering dosierten Desinfektionsmitteln kann er die Güte des Beckeninhalts verbessern. Ein Vorgang, der Kompetenz und Fingerspitzengefühl erfordert. Werden falsche oder zu starke Wasserzusätze verwendet, könnten sich Rötungen der Haut oder ein Juckreiz der Augen einstellen. Gleiches gilt, wenn das Nass zu selten ausgewechselt wird und sich darin Bakterien ansammeln. Auch damit wäre eine potenzielle Gesundheitsgefährdung der Gäste verbunden.

Doch nicht nur das Wasser erfordert den steten Einsatz des Fachangestellten für Bäderbetriebe. Vielmehr will die gesamte Einrichtung umsorgt sein. Das regelmäßige Säubern aller Gänge und Räumlichkeiten gehört dabei ebenso zu den Aufgaben wie die Hege und Pflege der Außenanlagen und Grünflächen. Damit ist der Sicherheit der Gäste gedient – und die Attraktivität des Badebetriebes wird ohnehin verbessert. Alle diese Maßnahmen kosten indes auch Zeit und Geld. Damit sie sich rechnen, muss der Fachangestellte für Bäderbetriebe wirtschaftlich gut planen können. Durch Werbung kann er die Zahl der Gäste steigern und seinen Umsatz verbessern. Auf der Führungsebene kommt ihm zudem die Auswahl neuer Mitarbeiter zu.

Sind die täglichen Aufgaben im laufenden Betrieb erfüllt, kümmert sich der Fachangestellte für Bäderbetriebe um das Wohl seiner Gäste. Dazu gehört es einerseits, Unfälle zu vermeiden und in akuten Gefahrenlagen schnell einzugreifen. Die Rettung von Leib und Leben zählt somit zu den wesentlichen Tätigkeiten des Angestellten. Andererseits erteilt er seinen Gästen einen Schwimm- und Tauchunterricht. Er ist in diesem Bereich sogar zur Abnahme von Prüfungen befugt, darf also grundlegende Schwimmabzeichen vergeben. Oft steht der Fachangestellte für Bäderbetriebe daher im regen Austausch mit örtlichen Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern oder Pflegeeinrichtungen, denen er den Service der Schwimmausbildung oder der Wassergymnastik anbietet.

Welche Ausbildung braucht ein Fachangestellter für Bäderbetriebe?

Wer sich für diesen Beruf interessiert, sollte wenigstens den Hauptschulabschluss vorweisen können. Besondere Stärken bringt der Bewerber in den Schulfächern der Mathematik und der Chemie mit. Ebenso muss er körperlich fit sein – diese Eignung hat er im Sportunterricht bereits bewiesen. Überhaupt sollte die Neigung vorliegen, den Körper regelmäßig zu stärken und ihn für die durchaus anstrengende Arbeit gesund zu halten. Daneben gilt es, in der Kommunikation mit den Gästen möglichst offen und freundlich aufzutreten. Gerade beim Erteilen des Schwimmunterrichtes ist pädagogisches Geschick gewünscht, um die Motivation insbesondere bei Kindern auf einem hohen Level zu halten. Umsichtig ist der Fachangestellte für Bäderbetriebe zudem um das Wohl seiner Gäste und aller Einrichtungen bemüht.

Den überwiegenden Teil seiner dreijährigen Ausbildung absolviert der Lehrling in seinem Betrieb. Hier wird er in die grundlegenden Arbeiten eingeführt. Dabei lernt er, wie er Wasserproben zu nehmen und zu analysieren hat. Darüber hinaus erfährt er die relevanten Informationen im Bereich der Desinfektion – hier darf er künftig keine Fehler begehen. Ebenso wird ihm das Wissen vermittelt, Mitarbeiter gemäß ihrer Stärken einzusetzen, den Betrieb wirtschaftlich sinnvoll zu führen sowie dessen Attraktivität – und damit verbunden die Einnahmen – zu erhöhen. Alle in der Einrichtung anfallenden Tätigkeiten müssen vom Angestellten alsbald alleine durchgeführt werden können.

Neben der täglichen Arbeit besucht der Auszubildende regelmäßig die Berufsschule. Diese hat – neben der Vermittlung des theoretischen Grundwissens – einen sehr starken Bezug zur Praxis. Der Lehrling durchläuft dabei viele Stationen, auf denen er seine sportliche Eignung oder seine Schwimm- und Tauchfähigkeiten verbessern kann. Er wird innerhalb der Lehre zum Rettungsschwimmer ausgebildet und erhält ein Erste-Hilfe-Zeugnis. Ein besonderes Augenmerk wird in diesem Rahmen auf die Techniken der Wiederbelebungsversuche gelegt – ein Bereich, in dem die Teilnehmer sehr gute Noten erreichen müssen, um überhaupt zu den Abschlussprüfungen zugelassen zu werden. Die gesamte Ausbildung zum Fachangestellten für Bäderbetriebe gilt somit als besonders umfangreich und durchaus schwierig.

Wo sind Fachangestellte für Bäderbetriebe tätig?

Nach der bestandenen Ausbildung agiert der Fachangestellte zumeist direkt in einem Bäderbetrieb. Er kann aber ebenso in allen Einrichtungen arbeiten, die über ein Schwimmbecken verfügen. Dazu gehören etwa Hotels, Wellness- und Fitnessstudios, das Militär, Sportschulen sowie Alters- und Pflegeheime. Auch Krankenhäuser und Rehabilitationskliniken können als Arbeitgeber geeignet sein.

Was verdient ein Fachangestellter für Bäderbetriebe?

Mit einem Lohn von etwa 2.500 Euro pro Monat wird die oft anstrengende und zuweilen lebensrettende Arbeit des Fachangestellten für Bäderbetriebe vergütet. Echte Möglichkeiten zur Aufstockung des Gehalts bieten sich leider nicht. Lediglich über die Meisterschule oder Weiterbildungen lässt sich ein Know-how erwerben, das von manchem Arbeitgeber doch etwas besser entlohnt wird.