Berufsbild Auditor (m/w/d)

 

Key Facts Auditor

Ausbildung
Studium im Bereich der Wirtschaftswissenschaften oder des Rechnungswesens


Tätigkeitsbereich

Analyse aller in einem Unternehmen ablaufenden Prozesse, Aufrechnen von Kosten und Nutzen, Suche nach Möglichkeiten zur Verbesserung


Gehalt

ab etwa 4.500 Euro pro Monat


Zukunftsaussichten

Sehr gut, da das sogenannte Audit noch in den Kinderschuhen steckt, sein Nutzen für kleine Betriebe bis hin zu global agierenden Konzernen aber immer wichtiger wird

 

Kurzprofil

Aus möglichst geringen Investitionen einen großen Wert generieren – ein Ziel, wie es vermutlich viele Konzerne weltweit unterschreiben würden. Doch wie gelingt es eigentlich, so effizient und effektiv vorzugehen, dass aus jedem einzelnen Arbeitsschritt das Maximum herausgeholt wird? Eine Frage, die im Audit-Verfahren beantwortet werden kann. Bei dieser betriebsinternen Prüfung wird genau analysiert, welche Methoden vorliegen, wie sie verbessert werden können, wo sich das Potenzial zur Einsparung ergibt – und wie ein Unternehmen seine Ziele auch künftig erreichen kann.

 

Aufgaben eines Auditors

Etwa alle fünf bis zehn Jahre wird in vielen Betrieben das sogenannte Audit-Verfahren vorgenommen. Bei ihm kommt alles auf den Prüfstand, wodurch sich das Unternehmen definiert. Egal, ob es Waren herstellt oder Dienstleistungen anbietet. Stets muss geschaut werden, ob die einst eingeleiteten Arbeitsschritte noch zeitgemäß sind. Beispielhaft kann hier das Verwenden von Geräten und Maschinen genannt werden: Leisten diese noch gewissenhaft und preiswert ihre Arbeit – oder sind bereits bessere Modelle auf dem Markt, die eine höhere Produktionsquote versprechen? Der Auditor analysiert den Ist-Zustand und vergleicht ihn mit den Zielen, die das Unternehmen verfolgen möchte.

Nur selten einmal wird sich nichts bemängeln lassen. Er überprüft Statistiken und Geschäftsabschlüsse, kontrolliert interne Verfahren, führt Gespräche mit den Angestellten und ihren Vorgesetzten. Alle Maßnahmen werden dem Zweck unterworfen, selbst kleinste Fehler zu finden, die verbesserten Unternehmenszahlen im Wege stehen. Diese Mängel werden nicht nur erkannt, sondern anschließend auch behoben. Ein solches Verfahren kann je nach der Größe des Konzerns durchaus mehrere Monate in Anspruch nehmen, wobei sich der Auditor dabei eines kompetenten Teams zur Unterstützung seiner Arbeit bedient.

Erfahrungsgemäß müssen übrigens nur selten einmal neue Maschinen erworben oder betriebsinterne Abläufe gänzlich neu strukturiert werden. Das meiste Potenzial zur Verbesserung steckt demgegenüber oft im Detail. Gerade die Kommunikation zwischen den einzelnen Abteilungen eines Unternehmens lässt sich in vielen Fällen deutlich straffer und damit effizienter gestalten. Auch die Auswahlverfahren für neue Mitarbeiter können modernisiert werden. Häufig bedarf es für diese Schritte einiger Investitionen – denen indes künftig höhere Einnahmen gegenüberstehen. Die Arbeit des Auditors soll somit die Wirtschaftlichkeit eines Konzerns und damit seine Konkurrenzfähigkeit für die Zukunft sichern.

 

Welche Ausbildung braucht ein Auditor?

Wer Zahlen und Statistiken liebt, bringt gute Voraussetzungen für den Beruf des Auditors mit. Bereits in der Schule sollten daher gute Noten in der Mathematik sowie der Informatik vorgewiesen werden können. Die Tätigkeit selbst wird nicht als eigenständiger Ausbildungsberuf angeboten, sondern indirekt über einen Studienabschluss erlernt. Dabei gelten die Wirtschaftswissenschaften und das Rechnungswesen als bevorzugte Fachrichtungen. Meist ist es in ihnen sogar möglich, erste praktische Erfahrungen in den Unternehmen zu sammeln. Doch auch die Rechts- oder sogar die Kommunikationswissenschaften können einen soliden Start in den künftigen Beruf gewährleisten. Insbesondere dann, wenn sie schon während des Studiums ein Interesse an betriebswirtschaftlichen Zusammenhängen erkennen lassen.

Daneben verfügt der Auditor über ein kommunikatives Wesen. Er ergründet den Ist-Zustand eines Unternehmens nicht selten in persönlichen Gesprächen. Eifrig ist er daneben bemüht, sich durch Akten und Datensätze zu arbeiten, Statistiken zu lesen und zu interpretieren oder das große Ganze eines Konzerns im Blick zu behalten. Die augenblickliche Gesamtlage wird dabei erkannt – ebenso sieht der Auditor das Potenzial zur Verbesserung. Neben seiner Fähigkeit zur messerscharfen Analyse besitzt er daher ein kreatives Denkvermögen. Zudem ist es wichtig, eigene Ansichten durchsetzen zu können. Der Auditor spricht zwar nur Empfehlungen zur Verbesserung aus, sollte seinen Standpunkt dabei aber zweifelsfrei erläutern können.

Der Beruf des Auditors ist mit einem erheblichen Maß an Verantwortung, Einfluss und sogar Macht verbunden, die – klug eingesetzt – über die erfolgreiche Zukunft eines Unternehmens und seiner Mitarbeiter entscheiden kann. Der Auditor beginnt seinen Karriereweg somit meist in einer der Abteilungen eines Unternehmens oder in einer auf wirtschaftliche Abläufe spezialisierten Beratungsagentur. Hier erwirbt er seine ersten beruflichen Erfahrungen, wird vielleicht auch als Teil eines Teams bereits manchem Audit-Verfahren beiwohnen. Kann er seine Kompetenzen dabei unter Beweis stellen, so ist er eventuell derjenige, dem die Verantwortung für das nächste Audit-Projekt übertragen wird.

 

Wo sind Auditoren tätig?

Der Auditor kann bereits in einem Konzern angestellt sein. Etwa im Qualitätsmanagement, in der Revision oder in der Rechtsabteilung. Häufiger wird er ein Unternehmen aber beraten, indem er als externe Hilfe beauftragt wird. In diesem Falle agiert er selbstständig oder ist in einem Consultingbüro, einer Anwaltskanzlei oder einer Wirtschaftsagentur angestellt. Erfolgreiche Auditoren finden übrigens oft den Weg in die Geschäftsführung eines Unternehmens, besitzen also diverse Aufstiegsmöglichkeiten.

 

Was verdienen Auditoren?

Neben der Verantwortung und der Macht ist der Beruf des Auditors mit durchaus guten Verdienstmöglichkeiten ausgestattet. Bereits die Einstiegsgehälter erreichen mühelos den Bereich der 3.000 bis 3.5000 Euro pro Monat. Jahresgehälter knacken nicht selten die Grenze von 60.000 Euro. Auch darüber hinaus sind noch Steigerungsmöglichkeiten offen – allerdings muss der Auditor dafür schon besonders gute Arbeit leisten und sollte in der Branche bereits einen bekannten Namen besitzen. Gelingt ihm das, verdient er mehr als 100.000 Euro im Jahr.

 

Zukunftsaussichten für Auditoren

Der Beruf des Auditors hat sich erst in den vergangenen rund zehn Jahren entwickelt, ist heute aus der Geschäfts- und Wirtschaftswelt aber nicht mehr wegzudenken. Denn an seine Empfehlungen sind oft Wohl und Wehe eines Konzerns gebunden. Die Tätigkeit erfordert indes ein hohes Maß an Wissen. Der technische Fortschritt erlaubt zudem bessere Analysen – der Auditor muss diese Tools also jederzeit beherrschen können. Bewahrt er sich dieses Know-how und die Neugier, moderne Verfahren zu begreifen, sieht er einer sicheren Perspektive entgegen.

 

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