W2-Professur für Künstliche Intelligenz in Kultur und Gesellschaft
17.04.2026 | Professuren | Frist: 17.06.2026
Stellenausschreibung als PDF
An der Philosophischen Fakultät mit über vierzig Professuren und einem breiten Fächerspektrum, das Geistes- und Sozialwissenschaften sowie Kunst und Musik umfasst, ist zum nächstmöglichen Zeitpunkt eine
Universitätsprofessur (W2) für Künstliche Intelligenz in Kultur und Gesellschaft
zu besetzen.
Die Professur zeichnet verantwortlich für die strategische Entwicklung des Profilbereichs Human Centered Artificial Intelligence an der Universität Greifswald, die Leitung des neuen Bachelor-Studiengangs „Künstliche Intelligenz in Kultur und Gesellschaft“ und den Aufbau eines interfakultären Zentrums, das sich mit den Implikationen digitaler Innovationen für Mensch, Kultur und Gesellschaft beschäftigt und die bestehenden Initiativen im Bereich Digital Humanities einbindet. Die Aufgaben der ausgeschriebenen Professur umfassen das gesamte menschenbezogene Spektrum der Künstlichen Intelligenz. Die Professur ist fachlich offen und bietet umfangreiche Freiräume für die Konzeption und Umsetzung eigener, interdisziplinärer Forschungsprojekte.
Im Zentrum der Gesamtheit aller sich kontinuierlich weiter entwickelnden Technologien stehen Menschen, die gleichzeitig auch als wichtigste Verantwortliche in der KI-Transformation gelten. Menschen entwickeln, verstehen, kontrollieren und steuern KI, sie wenden sie aber auch einfach nur an, lehnen sie ab, haben Interesse, sind begeistert, haben Berührungsängste oder ethische Vorbehalte. Neu eröffnete Möglichkeitsräume geben Anlass für Euphorie ebenso wie für Dystopien. Eine systematische Analyse und Durchdringung der Wechselwirkung zwischen technologischen Entwicklungen auf der einen Seite und Wandelprozessen in Kultur und Gesellschaft auf der anderen Seite ist eine wichtige Aufgabe für die Geistes- und Sozialwissenschaften, die sich nicht auf ein Fach reduzieren lässt.
Erwartet werden zwei an die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschung der Fakultät anschlussfähige Schwerpunkte in folgenden Bereichen: Mensch-Maschine-Interaktion; KI-Usability; Barrierefreie und inklusive KI; KI-Ethik; Sprach-, Gesten-, und Multimodal-Interfaces; Natural-Language-Processing; Vertrauen, Akzeptanz und mentale Modelle von Nutzer*innen; KI in Arbeitswelten; KI-Auswirkungen auf Kommunikation, Kunst, Kultur, Wissenschaft, Gesellschaft und Demokratie oder Digital Humanities. Die Schwerpunkte sind durch thematisch einschlägige, national und international sichtbare Forschungsleistungen in Form von Publikationen und der Einwerbung von Drittmitteln nachzuweisen. Erwartet wird des Weiteren ein ausgeprägtes Interesse an interdisziplinärer Zusammenarbeit innerhalb der Philosophischen Fakultät und darüber hinaus. Erfahrungen in der akademischen Selbstverwaltung sind erwünscht. Die Bereitschaft zur Übernahme englischsprachiger Lehrveranstaltungen wird vorausgesetzt. Internationale Erfahrung und wissenschaftliche Vernetzung sind erwünscht. Eine Affinität zu und ein grundlegendes Verständnis von methodischen und technologischen Grundlagen von KI-Systemen wird ebenso vorausgesetzt wie die Fähigkeit, mit technischen Fachexpert*innen zu kommunizieren.
Die Universität Greifswald fördert und erwartet familienfreundliches Führungsverhalten.
Die Einstellungsvoraussetzungen ergeben sich aus § 58 Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommern: abgeschlossenes Hochschulstudium, hervorragende Promotion, pädagogische Eignung sowie darüber hinaus zusätzliche wissenschaftliche Leistungen, die in der Regel im Rahmen einer Juniorprofessur, durch eine Habilitation oder durch gleichwertige Leistungen erbracht werden.
Gemäß § 61 Landeshochschulgesetz Mecklenburg-Vorpommern wird die Professur im Beamtenverhältnis auf Lebenszeit oder, wenn sich der Bewerber/die Bewerberin nicht auf Dauer zur Verfügung stellt, im Beamtenverhältnis auf Zeit oder entsprechend im Angestelltenverhältnis besetzt.
Diese Ausschreibung richtet sich an alle Personen, unabhängig von ihrem Geschlecht. Die Universität will die Erhöhung des Frauenanteils dort erreichen, wo Frauen unterrepräsentiert sind. Deshalb sind die Bewerbungen von Frauen besonders willkommen und werden bei gleichrangiger Qualifikation vorrangig berücksichtigt, sofern nicht in der Person des Mitbewerbers liegende Gründe überwiegen. Schwerbehinderte werden bei gleicher fachlicher und persönlicher Eignung bevorzugt eingestellt.
Bewerbungskosten werden vom Land Mecklenburg-Vorpommern nicht übernommen.
Nähere Auskünfte erteilt Frau Prof. Dr. Konstanze Marx-Wischnowski, Institut für Deutsche Philologie, Rubenowstr. 3, 17489 Greifswald, E-Mail: konstanze.marx@uni-greifswald.de.
Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, aus dem der wissenschaftliche Werdegang hervorgeht, Schriften- und Lehrveranstaltungsverzeichnis, Kopien akademischer Zeugnisse, Nachweis der pädagogischen Eignung, Darlegung des Lehrkonzepts, Übersicht über durchgeführte und geplante Forschungsprojekte) sind in elektronischer Form (eine PDF-Datei) bis zum 17. Juni 2026 zu richten an:
Universität Greifswald
Dekanat der Philosophischen Fakultät
Ernst-Lohmeyer-Platz 3
17487 Greifswald
Tel.: +49 (0)3834 420 3001, Fax: +49 (0)3834 420 3002
bewerbungenphf@uni-greifswald.de
Bitte beachten Sie unsere Hinweise zum Datenschutz unter www.uni-greifswald.de/stellen/professuren
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