Vorstellungsgespräch Vorbereitung

Optimal vorbereitet ins Vorstellungsgespräch

Seit über zehn Jahren gehören Bewerbungen, Vorstellungsgespräche und die Auswahl geeigneter Kandidaten zur täglichen Arbeit von Barbara Klunker, Fachbereichsleiterin bei einem der größten Personaldienstleister Deutschlands. Hier gibt sie Tipps für die optimale Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch.

Vorbereitung ist das A und O

Deine schriftliche Bewerbung war erfolgreich und du wurdest zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen. Diese Einladung ist nun die große Chance, den Traumjob auch tatsächlich zu bekommen. Jetzt kommt es auf eine möglichst gute Vorbereitung an.

 

Schon vor Beginn des Vorstellungsgesprächs kannst du dir der beruhigenden Tatsache sicher sein, dass dein Gegenüber – genau wie du – möchte, dass das Gespräch erfolgreich verläuft und dass die Stelle nach dem Vorstellungsgespräch mit dem passenden Kandidaten besetzt ist. Wie das Gespräch genau verlaufen wird und welche Fragen man dir stellen wird, kannst du natürlich nicht wissen. Du kannst dich aber optimal vorbereiten. Dazu solltest du dich mit zwei entscheidenden Themen beschäftigen:

  • Mit dem Abgleich zwischen den Stellenanforderungen und deinen Erwartungen und Fähigkeiten
  • Mit dem Wissen um deine Persönlichkeit

Um Fragen zu diesen beiden Themenbereichen optimal beantworten zu können, benötigst du Informationen über das Unternehmen, über die offene Stelle und natürlich über dich selbst.

Informationen über das Unternehmen

Je mehr du über das Unternehmen weißt, desto besser kannst du im Vorstellungsgespräch mit gezielten Fragen punkten und deinem Gesprächspartner auf Augenhöhe begegnen. Wer sich gut auf ein Gespräch vorbereitet, erlangt nicht nur den Respekt des Gegenübers, sondern erreicht vor allem selbst ein Gefühl der Sicherheit.

 

Verschaffe dir einen Überblick über die Historie des Unternehmens, über die Mitarbeiteranzahl und über deine künftigen Tätigkeitsfelder. Außerdem solltest du möglichst in Erfahrung bringen, wer die Kunden und Wettbewerber des Unternehmens sind und was gegebenenfalls über das Unternehmen und/oder die Branche bisher publiziert wurde. Ist das Unternehmen abhängig von politischen Veränderungen oder Entscheidungen? Diese Informationen findest du im Internet, in Jahresberichten, Firmenbroschüren (Download oder beim Unternehmen anzufordern) und in der einschlägigen Fachpresse.

Dein Wissen über die Stelle

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die genauen Stelleninhalte klären sich häufig erst im Gespräch. Trotzdem ist es wichtig, sich bereits im Vorfeld genau mit der Stellenbeschreibung auseinanderzusetzen. Das mag selbstverständlich klingen – doch wie oft bin ich in meinem Berufsleben schon Kandidaten gegenüber gesessen, die kein eigenes oder ein ganz falsches Bild von der ausgeschriebenen Stelle hatten – und das gibt natürlich gleich die ersten Minuspunkte. Der Stellenausschreibung kannst du entnehmen, welche Aufgaben auf dich zukommen und was das Unternehmen von dir als neuem Mitarbeiter erwartet. Anhand dieser Informationen kannst du festmachen, warum genau du der richtige Kandidat für diese Stelle bist.

 

Arbeite heraus, in welchen der beschriebenen Aufgaben du im Laufe deines Berufslebens bereits Erfahrung gesammelt hast. Deine Erfolge sollten dir zu jeder Zeit bewusst sein, um diese in der passenden Situation zu erwähnen – also keine falsche Bescheidenheit! Berichte von ganz konkreten Beispielen – so kann es dein Gegenüber am besten verstehen, merken und einordnen. Außerdem erzeugt dieses Erzählen über persönliche Erfolge ein positives Gefühl und sorgt somit für eine positive Ausstrahlung.

Im Vorstellungsgespräch: Authentizität ist wichtig

Starte mit einem festen Händedruck, einer geraden Haltung und Blickkontakt in das Gespräch. Die oberste Grundregel lautet: Bleibe du selbst – und vor allem authentisch! Mit allen Konsequenzen. Riskiere lieber eine Absage für die Person, die du bist, als eine Zusage für die Person, die du nicht bist, denn früher oder später rächt es sich für beide Seiten, wenn du dich dauerhaft verbiegen musst.

 

Sprich im Gespräch über das, was du für das Unternehmen tun kannst, über den Nutzen der Zusammenarbeit und nicht darüber, was das Unternehmen für dich tun kann. Vermittle Begeisterung und Interesse für die Stelle und das Unternehmen – die positive Stimmung wird in das Gespräch abstrahlen. Achte auf positive Formulierungen, d. h. sprich über das, was du willst, und nicht darüber, was du nicht willst. Sprich immer neutral bis positiv von deinem ehemaligen bzw. derzeitigen Arbeitgeber und/oder Kollegen. Erwähne deine positiven Eigenschaften und nenne konkrete Erfolge in der Vergangenheit.

 

Bleibe dir treu und antworte so offen und ehrlich wie möglich auf die Fragen deines Gegenübers. Ist etwas einmal nicht so gut gelaufen, stehe dazu und nutze die Gelegenheit auch darüber zu berichten, wie du ein Problem gelöst hast und was du Wertvolles daraus gelernt hast – und schon bist du deinem Traumjob einen Schritt näher.

 

 

Erstveröffentlichung 1/2011 im Magazin Tempra 365.

Autorin Barbara Klunker ist Fachbereichsleiterin Assistenz & Sekretariat bei der DIS AG www.dis-ag.com

 

 

Aktuelle Stellenangebote

Weitere Stellenangebote aktuell - Testsieger