Körpersprache im Beruf

Körpersprache deuten und verstehen

Wer eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommt, kann sich freuen – schließlich ist der neue Job nun greifbar nahe.

 

Doch erst einmal muss der Arbeitgeber davon überzeugt werden, dass man nicht nur für die ausgeschriebene Stelle geeignet ist, sondern auch zum Unternehmen passt. Oftmals entscheidet nämlich nicht allein die fachliche Kompetenz darüber, wer die freie Stelle bekommt, sondern Sympathie und ein überzeugendes Auftreten.

 

Die Körpersprache ist ein wichtiger Kommunikationsfaktor. Besonders in beruflichen Situationen, beispielsweise bei einem geschäftlichen Meeting oder einer Gehaltsverhandlung sind es die nonverbalen Signale, die darüber entscheiden, ob wir unser Gegenüber als kompetent und vertrauenswürdig wahrnehmen.

„Verlegenheitsgesten“ identifizieren

Da die Körpersprache meist unbewusst abläuft, wird sie häufig als Indiz für Aufrichtigkeit herangezogen. Wer sich nun im Vorstellungespräch bei heiklen Fragen nervös am Ohr zupft oder die Nase reibt (dies sind typische Verlegenheitsgesten), macht garantiert keinen souveränen Eindruck. Im schlimmsten Fall interpretiert der Personalverantwortliche diese Gesten als Zeichen dafür, dass der Bewerber nicht ganz ehrlich ist oder Informationen zurückhält.

 

In einem ersten Schritt geht es deshalb darum, solche „schlechten Angewohnheiten“ zu identifizieren - beispielsweise, indem man einen guten Freund oder Verwandten bittet, die Situation nachzuspielen und dabei auf die Gestik und Mimik zu achten. Oft sind es Kleinigkeiten, die zu Irritationen führen. Wer sich beispielweise um eine Führungsposition bewirbt und das Vorstellungsgespräch mit einem kraftlosen Handschlag beginnt, wird Schwierigkeiten haben, glaubhaft Stärke und Führungskompetenz zu vermitteln.

Mit dem richtigen Outfit überzeugen

Auch die richtige Kleidung kann dabei helfen, einen positiven Eindruck zu machen. Dabei gibt es zwar kein Patentrezept, aber es ist immer hilfreich, sich vor einem Vorstellungsgespräch kundig zu machen, welche Kleidung von Berufsvertretern in einer ähnlichen Position getragen wird.

 

Zum professionellen Auftritt gehört es auch dazu, die Kleidung vorher einmal zur Probe zu tragen. So zeigt sich schnell, ob die Schuhe vielleicht doch etwas zu eng sind oder ob die Hose nicht so optimal zum Hemd passt wie gedacht. Ebenso sollten Bewerber auf übertriebenen Schmuck verzichten. Wer mit der goldenen Uhr protzt oder an jeder Hand drei Ringe trägt, wird schnell als oberflächlich wahrgenommen.

 

Körpersprache wirkt übrigens nicht nur nach außen, sondern auch nach innen - wer aufrecht und mit geradem, selbstbewusstem Blick durchs Leben geht, fühlt sich auch dementsprechend und strahlt in beruflichen Situationen mehr Souveränität aus.

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