Jobprofil Tourismuskaufmann (m/w/d)

 

Key Facts Tourismuskaufmann


Ausbildung
dreijährige Ausbildung zum Tourismuskaufmann

Tätigkeitsbereich
Entwickeln von Konzepten und Touren für eigene Reisen, Zusammenstellen individueller Angebote, Beratung und Verkauf der Reisen, unternehmerische Aufgaben wie Buchhaltung und Marketing

Gehalt
ab etwa 2.000 Euro pro Monat

Zukunftsaussichten
Gut, da Reisen so beliebt sind wie nie zuvor. Davon profitiert der Tourismuskaufmann, der sich auch in Zukunft einer regen Nachfrage erfreuen darf

 

Kurzprofil Tourismuskaufmann

Wer reist, der erweitert seinen eigenen Horizont – auch, wenn viele Reisen wohl eher dem Zweck der Erholung dienen. Das Kennenlernen anderer Länder, das Eintauchen in fremde Kulturen oder der Kontakt zu Menschen von fernen Kontinenten lässt den Reisenden immer auch selbst ein wenig reifen. Der Tourismuskaufmann bietet ihm dafür attraktive Routen an. So berät er seinen entdeckungslustigen Kunden und verhilft ihm zu einem hoffentlich unvergesslichen Urlaub. Aber auch Berufs- und Studienreisen werden durch den Tourismuskaufmann geplant – und nicht selten sogar mit eigenen Bussen durchgeführt.

 

Aufgaben eines Tourismuskaufmanns

Vom Tagestrip bis zur Weltreise, vom Kennenlernen der Umgebung bis zur Fahrt auf ferne Kontinente, vom kargen Studentenausflug bis zum luxuriösen Urlaub: Oft ist es der Tourismuskaufmann, mit dem die Reise sorgfältig geplant wird.

Er wiederum ist vertraglich an Reiseveranstalter gebunden und bietet deren Fahrten an. Ebenso erstellt er aber auch eigene Routen, die für seine Kunden interessant sein können. Einen guten Teil der Arbeit verbringt er daher selbst in fernen Gefilden: Er lernt Länder, Menschen und Hotels kennen, verhandelt die Kosten für Aufenthalt und Service und erstellt somit ein ganz besonderes Reisepaket, das ihn vielleicht von der Konkurrenz abhebt. Denn obwohl das Buchen von Fahrten über die Onlineplattformen zugenommen hat, besitzt das Reisebüro im Stadtbild noch immer seine Berechtigung: Die Nachfrage ist hier vielfach so gut wie selten zuvor. 

Allerdings kommt der Tourismuskaufmann auch nicht um jene Aufgaben herum, die das Wohl seines Unternehmens sichern: Gerade im Marketing erweist er sich als sehr kreativ. Zudem muss er in der Buchhaltung ein Meister der Kunst sein. Denn von jedem eingenommenen Euro zahlt er Anteile an die Reiseveranstalter, die Verkehrsbetriebe und die Steuerbehörden. Darüber hinaus ist er immer bestrebt, die Preise zu senken. Etwa, indem er günstige Fahrt- und Flugrouten findet oder indem er für seine Kunden in manchem Hotel einen guten Preis verhandelt. Natürlich sollte er auch das Weltgeschehen im Blick haben. Stellen sich für den Reisenden etwaige Gefährdungslagen ein, muss er diesen darüber informieren.

 

Welche Ausbildung braucht ein Tourismuskaufmann?

Das Wissen für diesen Beruf erlernt der Interessent in einer Ausbildung. Sie wird regelmäßig von der Industrie- und Handelskammer der Bundesländer angeboten und erreicht eine Dauer von drei Jahren. Ein Zeitraum, in dem der Lehrling einerseits die praktische Arbeit im Reisebüro kennenlernt, in dem er andererseits aber auch die Berufsschulbank drückt. Am Ende der Ausbildungszeit legt er seine Prüfungen ab und darf im Erfolgsfalle sodann als Tourismuskaufmann arbeiten. Die Branche hat in den vergangenen Jahren übrigens einen Anstieg an Mitarbeitern verzeichnet: Viele Reiseanbieter suchen weiterhin gut ausgebildetes Personal.

Ein etwas längerer Weg in den Beruf ergibt sich für alle Personen, die das Abitur und ein sich daran anschließendes Studium nicht scheuen. Zwar wird für die herkömmliche Arbeit im Reisebüro ein derartiger Abschluss kaum einmal eingefordert. Wer jedoch einen Studiengang im Bereich des Tourismus absolviert hat, öffnet sich für die Karriere manche verschlossen geglaubte Tür. Der hierbei erlangte Vorteil liegt hauptsächlich im Erlernen eines betriebswirtschaftlichen Wissens, das die dreijährige Ausbildung schlichtweg nicht leisten kann. Wer also künftig sein eigenes Reisebüro leiten möchte, sollte den Umweg des Studiums einplanen. 

Überhaupt darf die Wirtschaft – und damit die Mathematik – nicht vernachlässigt werden. Gute Noten in diesem Bereich sollten daher schon zu Schulzeiten kontant vorliegen. Denn das Berechnen der Reisekosten gilt als sehr komplex und setzt sich aus unterschiedlichen Faktoren zusammen. Der Bewerber muss darüber hinaus begabt im Sprachgebrauch sein. Eine erste und zweite Fremdsprache sollten fließend beherrscht werden – Grundzüge in weiteren Mundarten sind gerne gesehen und können bei mancher Verhandlung vor Ort wertvoll sein. Der künftige Tourismuskaufmann bringt aber auch ein offenes, freundliches und kommunikatives Wesen mit. Gerade bei der Beratung seiner Kunden überzeugt er mit sinnvollen Vorschlägen. Dank seiner Erfahrung kann er für seine Interessenten sogar individuelle Touren zusammenstellen.

 

Wo sind Tourismuskaufleute tätig?

Tourismuskaufleute lassen sich überall dort finden, wo das Thema der Reisen im Vordergrund steht. Das kann einerseits das Reisebüro selbst sein, in dem Urlauber ihre Fahrt und das Hotel buchen. Das kann andererseits ebenso gut der übergeordnete Tourismusverband sein, der sich um alle Belange der Branche bemüht. Auch bei den Reiseveranstaltern ist gut ausgebildetes Personal gerne gesehen, um etwa die Verhandlungen mit den Reisebüros zu führen.

 

Was verdient ein Tourismuskaufmann?

Nach erfolgreich beendeter Ausbildung darf ein Tourismuskaufmann auf ein Gehalt von etwa 2.000 Euro pro Monat hoffen. Erfahrungsgemäß gilt hierbei aber, dass ein höherer Verdienst relativ schnell erreicht werden kann. Zudem ist zu beachten, dass viele Angestellte über ihre Arbeitgeber sowie im Regelfall auch über die Reiseveranstalter eine prozentuale Provision für bestimmte Reiseverkäufe erlangen. Wie hoch ein solcher Bonus ausfällt, wird jedoch stets im Einzelfall bestimmt. 

 

Zukunftsaussichten für Tourismuskaufleute

Das Reisen boomt. Es ist auch für die Zukunft nicht davon auszugehen, dass dieser Trend in den kommenden zwei bis drei Jahrzehnten gravierend abnehmen wird. Ein Umstand, von dem der Tourismuskaufmann profitiert: Seine Arbeit kann zudem nicht durch den Computer ersetzt werden. Wenngleich trotz dieser rosigen Aussichten nicht geleugnet werden darf, dass dank des digitalen Fortschritts eine zunehmende Zahl an Verbrauchern ihre Reisen selbst über das Internet zusammenstellt und bucht.

 

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