Jobprofil Spezialist für Datenschutz (m/w/d)

 

Key Facts Spezialist für Datenschutz

Ausbildung
Zertifikatslehrgang für den Datenschutz bei der Industrie- und Handelskammer


Tätigkeitsbereich

Sicherung personenbezogener Daten von Kunden und Mitarbeitern eines Unternehmens


Gehalt

ca. 3.000 Euro pro Monat


Zukunftsaussichten

Sehr gut, da mit der Umsetzung der Datenschutzgrundverordnung erst die Wichtigkeit eines Spezialisten für den Datenschutz in vielen Betrieben erkannt wurde – in Zukunft diese Position aber noch stärker in den Fokus rücken wird

 

Kurzprofil Spezialist für Datenschutz

Frühere Bewerbungszeugnisse, die Personalakte und natürlich die Kontoverbindung, auf die das monatliche Gehalt überwiesen wird – viele Unternehmen sammeln im Laufe von Jahren und Jahrzehnten eine Fülle an individuellen Daten ihrer Mitarbeiter an. Weiterhin kann an Händler und Dienstleister, Arztpraxen oder Juristen gedacht werden, die ähnlich auch mit sämtlichen Informationen rund um ihre Kunden und Klienten verfahren. Wer da auf der rechtlich sicheren Seite stehen möchte, sollte in seinem Betrieb den Posten für einen Datenschutzbeauftragten schaffen. Das gilt umso mehr, seit im Sommer 2018 die Datenschutzgrundverordnung in Kraft getreten ist.

 

Aufgaben eines Spezialisten für Datenschutz

Die Datenschutzgrundverordnung war im Sommer 2018 wohl in aller Munde: Von der Einzelperson über kleinere Betriebe bis hin zu global agierenden Konzernen wurde nun allgemein die Frage gestellt, wie eigentlich mit jenen Daten zu verfahren ist, die von anderen Personen etwa über Vertrags- und Auftragsverhältnisse gesammelt wurden. Sicherlich, ganz neu ist diese Thematik nicht – insbesondere größere Unternehmen hatten schon in der Vergangenheit versucht, eigene Abteilungen für den Datenschutz in ihren Häusern zu installieren. Doch welche Aufgaben kommen dem Datenschutzbeauftragten eigentlich zu?

Grundsätzlich wird durch ihn das Ziel angestrebt, personenbezogene Informationen sensibel zu behandeln, sie also nicht unbefugten Dritten zur Verfügung zu stellen. In der Regel handelt es sich dabei um vielfältige Daten, wie sie im Laufe der Zeit über die eigenen Angestellten gesammelt werden. Aber auch das Alter, die Anschrift oder die Bankverbindung von Kunden und Auftraggebern können dazugehören. Zu denken sei darüber hinaus etwa an die Bestellhistorie von Personen, die über viele Jahre hinweg beim gleichen Kaufhaus ihre Kleidung erwerben: Gerieten diese Auskünfte in die falschen Hände, könnte das Kaufverhalten durch Dritte ausgespäht werden – meist zu Lasten des Betroffenen.

Was für das Kaufverhalten gilt, muss in Arztpraxen oder Anwaltskanzleien umso mehr Beachtung finden: Hier werden meist derart sensible Daten gesammelt, dass durch sie der Intimbereich von Menschen berührt wird. Denn wer möchte schon riskieren, dass die eigene Krankenakte für jedermann einsehbar ist? Der Spezialist für Datenschutz entwickelt daher Wege, um derlei Informationen zu sichern. Einerseits muss er einen Umgang mit den real existierenden Akten finden, andererseits sollte er diese auch in digitaler Form abspeichern und vor dem Zugriff von Unbefugten sichern können. Wie lange die individuellen Daten aufbewahrt werden müssen, lässt sich im Einzelfall übrigens der Datenschutzgrundverordnung entnehmen.

 

Welche Ausbildung braucht ein Spezialist für Datenschutz?

Wer sich für den Datenschutz interessiert, kann leider noch keine eigenständige Ausbildung in diesem Bereich absolvieren. Zwar ist die Schaffung eines solchen Berufsbildes seit vielen Jahren in der öffentlichen Diskussion verankert – noch gelingt der Einstieg in die Branche aber ausnahmslos über einen Lehrgang, der von privaten oder staatlichen Anbietern organisiert wird. Meist sind die Veranstaltungen in unterschiedliche Module gegliedert, in denen etwa die rechtlichen Voraussetzungen, die technischen Grundlagen oder die höheren Anforderungen der Datensicherung im Gesundheitswesen vermittelt werden. Jedes der Module wird eigenständig betrachtet und nach erfolgreichem Abschluss durch ein Zertifikat bestätigt.

Durch die Unternehmen werden solche Weiterbildungen zumeist problemlos anerkannt. Dennoch sollte die Wahl auf einen staatlichen Anbieter fallen. Hier sind insbesondere die Industrie- und Handelskammern der einzelnen Bundesländer zu nennen, die meist besonders umfangreiche Lehrgänge anbieten. Diese können von Laien und Quereinsteigern wahrgenommen werden, richten sich aber ebenso an Personen, die in ihren Betrieben schon im Bereich der Datensicherung aktiv waren. Meist handelt es sich dabei um Bürokaufleute, die nun eine Spezialisierung anstreben. Auch für Juristen ist eine solche Weiterbildung interessant, da diese zumeist im Rahmen ihres Studiums nur geringe Berührungspunkte mit den Fragen der Datensicherung haben – sie im beruflichen Alltag aber häufiger damit konfrontiert werden.

 

Wo sind Spezialisten für Datenschutz tätig?

Noch lassen sich Datenschutzbeauftragte vornehmlich in den größeren Unternehmen finden. Handel, Industrie, das Dienstleistungsgewerbe – branchenübergreifend sind die Kenntnisse in diesem Bereich geschätzt. Vermutlich werden aber auch allmählich die kleineren Betriebe dazu übergehen, zumindest einen derartigen Posten in ihrem Hause zu schaffen. Seit die Datenschutzgrundverordnung im Jahre 2018 in Kraft getreten ist, liegen die rechtlichen Anforderungen an die Sicherung personenbezogener Informationen besonders hoch. Wer sie nicht erfüllt, riskiert empfindliche Ordnungsgelder oder sonstige Sanktionen gegen die eigene Firma. Gut ausgebildete Datenschutzspezialisten werden daher in den kommenden Jahren wahrscheinlich in allen Branchen händeringend gesucht.

 

Was verdient ein Spezialist für Datenschutz?

Da es sich hierbei nicht um einen klar definierten Ausbildungsberuf handelt, schwanken die Gehälter je nach Branche, Arbeitgeber und Bundesland. Wer jedoch eine staatlich anerkannte Weiterbildung durch die Industrie- und Handelskammer vorweisen kann und daneben über einige Erfahrungen in der Büroarbeit verfügt, darf in der Regel auf ein Honorar in Höhe von 3.000 Euro pro Monat hoffen. Steigerungsmöglichkeiten sind vorhanden – insbesondere in größeren Unternehmen werden die Spezialisten für die Sicherung personenbezogener Informationen deutlich besser bezahlt. Ebenso ist davon auszugehen, dass die wachsende Nachfrage in diesem Arbeitsbereich in den kommenden Jahren eine höhere Entlohnung auslösen wird.

 

Zukunftsaussichten für Spezialisten für Datenschutz

Eigentlich ist dieses Berufsbild erst durch die Schaffung der Datenschutzgrundverordnung in den Fokus vieler Unternehmen gerückt. Galt vorher die Devise, dass die Sicherung persönlicher Informationen nicht unterschätzt werden darf, so kommt dieser Aufgaben nunmehr meist die höchste Priorität zu. Entsprechend entwickeln sich allmählich jene Rahmenbedingungen, durch die immer mehr Datenschutzbeauftragte ihren Weg in kleine Betriebe und große Konzerne finden. Vermutlich wird künftig in ihrer Tätigkeit eine der wichtigsten Säulen des Erfolges in nahezu allen Branchen gesehen werden können. Ihre Perspektive erscheint daher sehr gut – und dürfte sich im Vergleich zu den jetzigen Möglichkeiten noch einmal spürbar verbessern. 

 

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