Jobprofil Polizeivollzugsbeamter (m/w/d)

 

Key Facts Polizeivollzugsbeamter

Ausbildung
je nach Bundesland wird eine Ausbildungszeit von 24 bis 30 Monaten durchlaufen


Tätigkeitsbereich

die Wahrung und gegebenenfalls die Wiederherstellung der öffentlichen Ordnung, meist Tätigkeiten im Wach- und Streifendienst


Gehalt

ab etwa 2.000 Euro pro Monat


Zukunftsaussichten

Sehr gut, da eine Gesellschaft ohne Polizei kaum vorstellbar ist. Und das Einhalten und Wiederherstellen der öffentlichen Ordnung sowie das Durchsetzen der gesellschaftlichen Regeln gehört nun einmal zu den Aufgaben der Polizei.

 

Kurzprofil Polizeivollzugsbeamter

Ordnung muss sein! Das gilt im Kleinen ebenso wie im Großen und Ganzen. Für die Gesellschaft bedeutet diese Erkenntnis: Ohne Polizei, ohne Ermittlungsbehörden und ohne die Justiz wäre ein Rechtsstaat kaum durchsetzbar. Die Polizeivollzugsbeamten beachten daher, ob die Gesetze eingehalten werden. Sie laufen Streife, unterstützen die Wasserschutzpolizei, können ebenso Verkehrs- und Schienenwege absichern. Doch der Polizist ist immer auch ein Freund und Helfer der Bürger: Er erteilt Auskünfte und Ratschläge – er hilft, wo seine Hilfe benötigt wird.

 

Aufgaben eines Polizeivollzugsbeamten

Der Polizeivollzugsbeamte ist direkt bei den Behörden der Länder oder sogar des Bundes angestellt. Je nach Arbeitgeber und Standort kann also sein Aufgabenbereich variieren. Üblicherweise wird sich der Beamte aber um das Einhalten der Gesetze im Allgemeinen bemühen. Zu Fuß oder in einem Fahrzeug absolviert er den Streifendienst – meist mit einem ihm vertrauten Kollegen. Dabei überwacht er, ob in seinem Bereich auch alles mit rechten Dingen zugeht. Wenn es nötig ist, kann er aber auch schnell einmal zu Unfällen oder zu Tatorten gerufen werden, wo er im Regelfall die eingeleiteten Hilfs- und Ermittlungsmaßnahmen der Kollegen unterstützt.

Es sei nur am Rande erwähnt, dass eine solche Tätigkeit sowohl geistig als auch körperlich fordernd sein kann. Und nicht selten blicken die Polizeivollzugsbeamten auf actiongeladene Arbeitstage zurück. Ein wenig Abwechslung und Entspannung ist da durchaus gerne einmal gesehen: Im Bürodienst wird das Erlebte aufgearbeitet. Gestellte Anzeigen müssen einem Sachverhalt zugeordnet werden. Das Anlegen von Akten und das Weiterleiten derselben an die zuständigen Dienststellen gehört ebenso zu den täglichen Aufgaben der Beamten. Zudem werden immer wieder Protokolle angefertigt. Etwa von einem tatsächlichen Geschehen oder von der Erstvernehmung von Opfern, Zeugen und vermeintlichen Tätern. Ganz ohne Dienst am Schreibtisch kann die Arbeit also nicht verrichtet werden.

Diese Tätigkeiten erwarten den Vollzugsbeamten im sogenannten mittleren Dienst. Von dort aus steht ihm durch das Absolvieren einer Zusatzausbildung zumeist der Weg in den gehobenen Dienst offen. Schafft er diesen Sprung, so wechselt er in eine Position, die mit deutlich mehr Verantwortung versehen ist. Er kann damit künftig zum Leiter einer Ermittlungseinheit etwa beim Bundeskriminalamt berufen werden. So ist er nun nicht mehr um die allgemeine Einhaltung der Gesetze bemüht – vielmehr wird er mit der Bearbeitung eines einzelnen Sachverhaltes betraut. Zugleich ist mit diesem Karriereschritt das Privileg verbunden, an Polizeischulen die Auszubildenden unterrichten zu dürfen.

 

Welche Ausbildung braucht ein Polizeivollzugsbeamter?

Im mittleren Dienst absolviert der künftige Polizeivollzugsbeamte eine Ausbildung, die eine Dauer von 24 bis 30 Monaten umfassen kann. Maßgeblich dafür sind die Regelungen des Bundes und der einzelnen Länder, die eine solche Lehrzeit für die Bewerber anbieten. Innerhalb dieser Zeit wird der Dienst – neben dem theoretischen Unterricht an der Polizeischule – zumeist auf den Dienststellen oder bei Streifenfahrten verrichtet. Aber auch ein Blick in die Abläufe des Geschehens auf der Polizeidirektion wird dem Auszubildenden ermöglicht. Übrigens durchläuft dieser genau genommen keine Ausbildung – vielmehr wird seine Lehrzeit als sogenannter Vorbereitungsdienst auf die eigentliche und später einmal folgende Polizeiarbeit definiert.

Im mittleren Dienst muss wenigstens ein Realschulabschluss vorgewiesen werden können. Der Bewerber sollte die deutsche Staatsangehörigkeit, einen offenen und kommunikativen Charakter, einen Sinn für Recht und Gerechtigkeit sowie eine gute Fitness vorweisen können – daneben ist eine Körpergröße von mindestens 165 Zentimetern erforderlich, wobei es in diesem Punkt zu Abweichungen unter den Bundesländern kommen kann. Herausragende Noten liegen in den Schulfächern Deutsch, Sport und Sozialkunde vor. Schafft der Interessent es mit diesen Voraussetzungen, in den weiteren Kreis der Bewerber aufzurücken, so muss er meist noch einen Sport- und einen Wissenstest bestehen. Der Besitz einer Fahrerlaubnis sowie eines makellosen Führungszeugnisses spricht ebenso wie ein einwandfreier Leumund für den Kandidaten.

Ähnliche Voraussetzungen gelten für alle Interessenten, die neben dem mittleren Dienst eine Karriere im gehobenen Dienst anstreben. Hierfür wird jedoch das Abitur als Schulabschluss benötigt. Ebenso wird ein strenges Auswahlverfahren durchlaufen. Ein Weg, den alle Personen bewältigen müssen, die später einmal zum Polizeikommissar aufsteigen wollen. Wer dagegen sogar den höheren Dienst anstrebt, benötigt einen Universitätsabschluss. Gerne gesehen sind hier die Rechtswissenschaften oder alle Fachbereiche, die sich der Kriminalistik widmen. Eine solche Laufbahn ist meist ab ihren Anfängen darauf ausgelegt, höchste Ämter zu erreichen – so kann etwa die Leitung einer Polizeidirektion als Ziel angesehen werden.

 

Wo sind Polizeivollzugsbeamte tätig?

Der Polizeidienst wird ausnahmslos durch den Bund und die einzelnen Länder angeboten. Je nach Laufbahn kann der Beamte dabei den mittleren, den gehobenen oder den höheren Dienstweg einschlagen – sein künftiger Aufgabenbereich wird durch diese Wahl definiert. Je höher der Polizist die Karriereleiter erklimmt, desto eher gelangt er in verantwortungsvolle Bereiche. Ebenso ist ein Wechsel etwa zum Zoll oder in einen anderen Fachbereich der Polizei- und Ermittlungsbehörden möglich.

 

Was verdienen Polizeivollzugsbeamte?

Je nach Bundesland und zugeteilter Einheit wird der Polizeivollzugsbeamte im mittleren Dienst auf ein Gehalt von durchschnittlich 2.000 bis 2.500 Euro im Monat blicken – die Tarifgruppen sehen hier sogar einen Anstieg auf bis zu 3.000 Euro vor. Wer dagegen seinen Weg in den höheren Dienst findet, darf demgegenüber auf Jahresgehälter hoffen, die durchaus die Grenze von 75.000 Euro durchbrechen können. Es lohnt sich also auch finanziell, gewissenhaft an der eigenen Karriere zu arbeiten.

 

Zukunftsaussichten für Polizeivollzugsbeamte

Eine Gesellschaft ohne Polizisten kann und wird es nicht geben. Wer sonst sollte für Ordnung und Gerechtigkeit sorgen? Die Zukunft dieser Berufsgruppe steht daher auf sicheren Beinen. Allerdings können sich die Anforderungen an die Bewerber erhöhen. Insbesondere der Einsatz technischer Hilfsmittel wird für die Beamten künftig immer wichtiger werden – stete Weiterbildungen sind also auch hier erforderlich, um den Anschluss nicht zu verlieren.

 

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