Jobprofil HR Manager (m/w/d)

 

Key Facts HR Manager


Ausbildung
als üblich gilt ein abgeschlossenes Studium etwa im Recht, der Wirtschaft oder im Sozialwesen


Tätigkeitsbereich

Erstellen von Anforderungsprofilen und Auswahl neuer Mitarbeiter, Aufbau einer Hierarchie im Unternehmen, Angebot von Aus- und Weiterbildung, Entwicklung von Führungskräften


Gehalt

ab 3.000 Euro pro Monat


Zukunftsaussichten

Sehr gut, da das Personalwesen erst in den letzten Jahrzehnten an Bedeutung gewonnen hat – sein Stellenwert für die Zukunft aber noch deutlich anwachsen dürfte

 

Kurzprofil HR Manager

Was wäre das einzelne Unternehmen wert, könnte es sich nicht auf eine Vielzahl an Angestellten verlassen? Personen also, die gemäß ihrer Ausbildung und ihrer Fähigkeiten, ebenso aber ihrer Stärken und Schwächen bestimmte Aufgaben übernehmen. Dass diese Menschen genau in jenem Arbeitsbereich agieren, liegt oft an dem Einfluss, den der Human-Ressources-Manager im Hintergrund ausübt. Er ist für alle Fragen und Entscheidungen im Personalwesen verantwortlich. Bereits vor dem ersten Einstellungsgespräch weiß er genau, welches Profil der neue Mitarbeiter aufweisen muss.

 

Aufgaben eines HR-Managers

In einem kleinen Betrieb oder einer kleinen Abteilung mag es noch mühelos möglich sein, den Überblick zu bewahren. Doch wer in einem größeren Unternehmen oder sogar einem globalen Konzern alle Mitarbeiter zählen möchte, gelangt schnell an die Grenzen des Machbaren. Viele einhundert oder sogar mehrere eintausend Menschen sind hier tätig – alle wurden sorgfältig ausgewählt, hinsichtlich ihrer Befähigung genau überprüft und letztlich für eine Arbeit eingeteilt, die sie besser als ihre Konkurrenten ausführen können. Ein Prozess also, der die Leistungsfähigkeit des Arbeitgebers sicherstellt, der erforderliche Abläufe effizienter gestaltet und der dabei helfen wird, vorhandene Investitionen relativ sinnvoll und ohne Verluste vorzunehmen.

Hinter diesem Mammutprojekt steht der HR-Manager. Er weiß, welchen Aufgaben der Betrieb in Gegenwart und Zukunft entgegenblickt. Speziell dafür unterteilt er das Unternehmen in Arbeitsbereiche und Abteilungen, die er jeweils mit Fachpersonal besetzt. Dabei erstellt er konkrete Anforderungsprofile und hinterfragt, welche Befähigung die gewünschten Angestellten eigentlich mitbringen müssen. Sollen sie über ein abgeschlossenes Studium verfügen oder genügt eine Ausbildung – müssen sie stressresistent sein und sogar eine starke Persönlichkeit mitbringen? Es sind genau diese Fragen, die über Wohl und Wehe einer Firma entscheiden können. Der Tätigkeitsbereich im Personalwesen hat daher zurecht in den letzten ein, zwei Jahrzehnten an erheblicher Bedeutung gewonnen.

Doch mit dem Führen von Personalgesprächen und dem Einstellen neuer Mitarbeiter ist die Aufgabe noch nicht beendet. Schließlich müssen alle Angestellten auch weitgehend harmonisch zusammenarbeiten. Das Erschaffen von kleinen Teams gilt dabei als modern – geleitet werden sie von durchsetzungsstarkem Führungspersonal, das stets an der Meinung und der Kritik seiner Kollegen interessiert ist. Oft entscheiden Fingerspitzengefühl und Menschenkenntnis darüber, wem welche Verantwortungsbereiche anvertraut werden. Schon kleine Fehler in der Zusammensetzung einer solchen Gruppe können deren Arbeitsleistung erheblich beeinflussen. Der Human-Ressources-Manager muss dafür also ein gutes Gespür besitzen – sollte aber ebenso fähig sein, den persönlichen und beruflichen Hintergrund jedes Bewerbers genau zu durchleuchten.

Doch es wäre falsch, auf Konstanz zu setzen. Ein guter HR-Manager wird den Angestellten immer auch die Möglichkeit zur Weiterbildung geben. Jungen Talenten öffnet er die Tür für eine Lehre. Er ist um Schulungs- und Freizeitangebote im gesamten Haus bemüht. Zudem entscheidet er über Vertragsfragen der Angestellten – und muss diese für ein mögliches Fehlverhalten auch fair sanktionieren. Der gesamte Arbeitsbereich im Personalwesen gilt daher als sehr komplex. Soziale, psychologische, juristische und wirtschaftliche Kompetenzen sind gefragt. Viele HR-Manager verfügen daneben über lange Jahre der Berufserfahrung, ehe sie in diesen Tätigkeitsbereich einsteigen. Denn auch Ruhe und Gelassenheit sind hier gerne gesehen.

 

Welche Ausbildung braucht ein HR-Manager?

Wo lassen sich aber Kandidaten für den Posten des Human-Ressources-Managers finden? Immerhin handelt es sich hierbei um keinen anerkannten Beruf. Eine eigenständige Ausbildung in diesem Bereich existiert hierzulande leider nicht. Erfahrungsgemäß präsentieren sich die Bewerber aber als Menschen, die bereits über ein abgeschlossenes Studium verfügen. Gewünscht sind dabei alle Arbeitsfelder, die bereits erwähnt wurden: Neben psychologischen und sozialen Kenntnissen können auch juristische und wirtschaftliche Abschlüsse für diese Tätigkeit hilfreich sein. Daneben sollten HR-Manager in der modernen Datenverarbeitung sowie im Umgang mit den neuen Medien weitgehend fit und vor allem selbstständig agieren können.

Allerdings liegen auch bei den sogenannten Soft Skills einige Kriterien vor. Angestellte im Personalwesen arbeiten meist im Team. Entscheidungen fällen sie nur selten alleine. Vielmehr sammeln sie Daten, die sodann zur Einstellung, zur Vertragsverlängerung oder zur Sanktion eines Angestellten führen. Der HR-Manager ist dabei um eine ganzheitliche Bewertung von Einzelfällen bemüht, er sucht stets den Austausch mit seinen Kollegen, bringt dabei jedoch immer seine eigenen Sichtweisen und Analysen ein. Entscheidungen müssen anschließend frei von persönlichen Befindlichkeiten gefällt werden – jede Maßnahme hilft im ersten Schritt dem Unternehmen und kann auf den Einzelnen kaum einmal Rücksicht nehmen. Auch diese Härte im Durchsetzungsvermögen prägt das Anforderungsprofil des HR-Managers.

 

Wo sind HR-Manager tätig?

Das Berufsbild des Human-Ressources-Managers kann sich überall dort finden lassen, wo über Personalfragen entschieden wird. Allerdings ist hier eher von größeren Unternehmen, von der Verwaltung oder von Beratungsagenturen auszugehen. In kleineren Betrieben existiert eine eigene Personalabteilung dagegen nur selten. Der HR-Manager kann sich aber auch selbstständig um Aufträge bemühen und wird dabei etwa im Consulting mit seinem Wissen helfen können.

 

Was verdient ein HR-Manager?

Da der Beruf in Deutschland nicht gesetzlich definiert ist, existiert auch keine Tarifordnung. Ein faires Einstiegsgehalt sollte dennoch im Bereich der 3.000 Euro pro Monat gesehen werden können. Je komplexer sich das Aufgabengebiet des HR-Managers präsentiert, desto mehr Lohn darf er allerdings auch erwarten. Gerade in großen Unternehmen oder global agierenden Konzernen stellen Jahresgehälter von mehr als 100.000 Euro keine Seltenheit mehr dar. Das Personalwesen trägt viel Verantwortung und entscheidet die Zukunft der Unternehmen maßgeblich mit – entsprechend gut wird es dafür entlohnt.

 

Seit einem bis zwei Jahrzehnten ist das HR-Management aus der modernen Unternehmensführung kaum mehr wegzudenken. Auch für die Zukunft muss festgestellt werden, dass das Personalwesen wohl eher an Einfluss gewinnen wird. Sicherlich lassen sich einzelne Aufgaben – etwa die Datenverarbeitung – durch die Technik erleichtern. Immer braucht es hier aber auch den Menschen, der mit Erfahrungswerten und Fingerspitzengefühl den geeigneten Kandidaten für den freien Posten auswählt. Die Zukunft der HR-Manager ist daher gesichert.

 

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