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Berufsbild Automobilkaufmann/frau

Wo genau liegt nun eigentlich der Unterschied zwischen einem Golf und einem Polo? Und wer braucht eher das 3er als das 5er Modell von BMW? Antwort auf diese Fragen wissen für gewöhnlich Automobilkaufleute.

Doch diese besitzen nicht nur Fachkenntnis über verschiedene Automodelle, sondern beraten  auch Kunden, bearbeiten Rechnungen und übernehmen betriebswirtschaftliche Tätigkeiten, wie z.B. die Beschaffung und der Verkauf von Kfz-Teilen oder das Erstellen von Kosten-Leistungs-Rechnungen. Ein Verkaufsgespräch richtig zu führen, will auch gelernt sein und ist fester Bestandteil der Ausbildung.

 

Die wichtigsten Tätigkeitsfelder

In erster Linie handelt es sich um einen kaufmännischen Beruf. Dementsprechend steht der Verkauf von Kraftfahrzeugen auch im Vordergrund. Hier informieren sie beispielsweise über aktuelle Trends in der Sonderausstattung und stellen verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten vor.

Doch neben dem Talent, auf jeden Kunden individuell eingehen zu können, braucht der Automobilkaufmann oder die Automobilkauffrau auch organisatorische Fähigkeiten. Sie müssen den Automobilmarkt beobachten und darauf basierend entsprechende Marketing-Aktionen lostreten, das Lager verwalten und Wartungen sowie Reparaturen in Auftrag geben. Hinzu kommt ein gehöriges Hintergrundwissen über Finanzierung-, Leasing- und Versicherungsverträge.

Traditionell arbeiten Automobilkaufleute in Autohäusern, aber auch bei Auto- und Motorradimporteuren. Da viele Menschen ihr Wunschauto lieber leasen als einen mehreren tausend Euro schweren Einkauf zu tätigen, sind viele Automobilkaufmänner und –Frauen auch bei Auto-Verleihern angestellt.

 

Informationen zur Ausbildung

Ein Schulabschluss ist für die Ausbildung zum/zur Automobilkaufmann/-Frau rein rechtlich nicht nötig. Jedoch können gerade mal 1 Prozent der Automobilkaufleute keinen Schulabschluss vorweisen, während überwältigende 52 Prozent einen Realschulabschluss und 39 Prozent eine Hochschulreife besitzen.

Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre und ist dual aufgebaut. Die Auszubildenden verbringen also einen Teil ihrer Ausbildung in der Schule und den anderen im Betrieb. Dabei lernen sie alle kaufmännischen Bereiche eines Autohauses kennen und erhalten ein technisches Grundwissen über die Funktionsweise eines Kraftfahrzeugs.

 

Weiterbildung

Die Kaufleute für Automobile können sich auf verschiedene Arten weiterbilden. So haben sie die Möglichkeit, die Prüfung als Betriebswirt/in im Kraftfahrzeuggewerbe abzulegen oder den Bachelorabschluss in Automobilwirtschaft zu erwerben – vorausgesetzt sie können eine Hochschulzugangsberechtigung vorweisen.