Das Anschreiben

Die Einleitung

Das Formulieren der Einleitung gehört für viele Jobsuchende zu den größten Herausforderungen des Anschreibens. Während der Lebenslauf und die Anlagen relativ schnell ansprechend zusammengestellt werden können, nimmt die Formulierung einer Einleitung verhältnismäßig viel Zeit in Anspruch – und das ist auch gut so. Denn hier geht es darum, einen guten ersten Eindruck beim Personaler zu machen und dessen Neugierde auf die Bewerbung zu wecken.

Ziele der Einleitung

Generell dient das gesamte Anschreiben  dazu, den Personalverantwortlichen von Ihnen persönlich und Ihren Qualifikationen zu überzeugen. Jedoch ist die Schwelle eines Personalers sehr hoch, wenn es darum geht, sich intensiv mit einer Bewerbung zu beschäftigen. Hier kommt die Einleitung ins Spiel. Denn diese soll Aufmerksamkeit erregen und den Personaler zum Weiterlesen animieren. So bietet die Einleitung bereits eine Möglichkeit, sich von Mitbewerbern abzugrenzen und so die Chance auf ein Vorstellungsgespräch  zu vergrößern.

Standardfloskeln vermeiden

Da in der Betreffzeile  bereits auf den Grund für das Schreiben, z. B. „Bewerbung als kaufmännischer Sachbearbeiter; Kennziffer: 1234-5678“ eingegangen wird, muss dieser in der Einleitung nicht wiederholt werden. Sparen Sie sich lieber den Platz – zumal dieser auf maximal 3 – 4 Zeilen begrenzt ist – für die wichtigen Informationen auf. Auch Zitate oder Standardfloskeln, wie „Hiermit bewerbe ich mich …“ oder „Mit großem Interesse habe ich Ihre Stellenanzeige gelesen …“ sollten Sie vermeiden. Heben Sie sich stattdessen von der Masse ab, machen Sie neugierig und strahlen Sie Selbstbewusstsein und Individualität aus.

 

Verwenden sie kurze, verständliche Sätze und vermeiden Sie ein verschachteltes Aneinanderreihen von Wörtern. Richten Sie den Fokus bereits hier auf sich selbst - mit Anekdoten, Ihrem Bezug zum Unternehmen, Ihrer Eignung oder Ihrer Motivation. Wichtig ist: Machen Sie die Bewerbung zu einem Unikat. Sollten Sie schon vorher in persönlichen Kontakt mit dem Ansprechpartner getreten sein, können Sie sich in der Einleitung ebenfalls darauf beziehen.

 

Die Einleitung sollte individuell und ansprechend sein. Außerdem sollten Sie diese in einem aktiven Schreibstil formulieren. Auch hier gilt: Der Ton macht die Musik – Passen Sie Ihren Tonfall an das Image des Unternehmens an. Bei jungen Start-Ups ist es eher angemessen bei der Bewerbung etwas zu experimentieren und diese lockerer zu gestalten. Bei Banken, Versicherungen und anderen, traditionellen Unternehmen sollte ein klassischerer Schreibstil verwendet werden.

Die Einleitung – Das Wichtigste zusammengefasst

  • Umfang maximal 3-4 Zeilen
  • Verwenden Sie kurze Sätze in aktiver Sprache
  • Formulieren Sie individuell und passen Sie Ihr Anschreiben an den Arbeitgeber an– keine Standardfloskeln oder Musterbewerbungen kopieren!
  • Rücken Sie Ihre Motivation, Erfahrung, Persönlichkeit in den Vordergrund
  • Nennen Sie keine Selbstverständlichkeiten z.B. Grund des Schreibens, Datum der Anzeige, verwendete Jobbörse

 

Weitere Informationen zu den Bestandteilen eines Anschreibens finden Sie hier.