Das Deckblatt in der Bewerbung

Gratwanderung mit einer Extraseite

Das Deckblatt der Bewerbung zählt wie auch die Dritte Seite zu den fakultativen (d.h. nicht zwingend notwendigen) Inhalten der Bewerbung, bei denen der Bewerber seiner Kreativität freien Lauf lassen kann. Hier geht es nicht um die Einhaltung formeller Standards, sondern darum, der Bewerbung eine individuelle Note zu verleihen – oder darum, einige Detailsder Bewerbung besonders herauszuheben. Der Einsatz eines Deckblatts sollte allerdings wohl überlegt sein.

 

Eines vorweg: Beim Deckblatt scheiden sich allerdings die Geister. Personaler sprechen sich in Umfragen eigentlich mehrheitlich dagegen aus, schließlich ist es für sie eine Seite mehr zum Lesen. Also könnte man das Thema eigentlich abhacken. Andererseits ist ein gut gemachtes Deckblatt ein ideales Mittel, um aus der Masse der Bewerber herauszustechen. Erfolgversprechend ist ein Deckblatt aber nur, wenn es dem Personaler einen echten Zusatznutzen bietet.

 

Viele Freiheiten bei der Gestaltung

Bei der Gestaltung des Deckblatts gibt es viele Freiheiten. Einige Angaben gehören aber zwingend darauf: So muss auf dem Deckblatt klar erkennbar sein, dass es sich um die erste Seite einer Bewerbung handelt, deshalb sollte das Wort „Bewerbung“ und die Position, um die man sich bewirbt, prominent platziert und deutlich zu lesen sein. Dazu gehören selbstverständlich auch der Name und die persönlichen Kontaktdaten. 

 

Zudem kann auf dem Deckblatt das Foto wesentlich größer dargestellt werden als im Lebenslauf. Denkbar wäre hier bei Berufen mit direktem Kundenkontakt wie z.B. Flugbegleiter/in eine Ganzkörperaufnahme. Mehr noch als bei einem „normalen“ Bewerbungsfoto gilt bei einem Deckblatt: Eingesetzt werden sollte nur ein professionelles Foto. Der Gang zum Fotografen ist also Pflicht.

Deckblatt ist wie die Titelseite einer Zeitschrift

Farben, Formen und Struktur des Deckblattes können passend zur beworbenen Stelle gestaltet werden. Allerdings gilt hier: Weniger ist manchmal mehr. Für einen Job im Marketing oder der Werbebranche darf es schon mal etwas ausgefallener und kreativer sein, während der angehende Jurist mit einem bunt-fröhlichen Design im besten Falle nur für Kopfschütteln sorgt, in der Regel wird er sich wohl aus dem Kandidatenpool hinaus kegeln.

 

Ein Deckblatt ist wie die Titelseite einer Zeitschrift. Wenn der Titel die Leser nicht anspricht, bleibt die Zeitschrift wie Blei in den Regalen liegen. Dasselbe gilt für eine Bewerbung: Wenn Sie sich für ein Deckblatt entscheiden, muss es den Leser – in dem Fall den Personaler – neugierig auf die dahinterstehende Bewerbung machen. Deshalb sollte es auch dazu genutzt werden, grundlegende Qualifikationen für die ausgeschriebene Position und wichtige Eckdaten des Bewerbers kurz und prägnant hervorzuheben.  

 

Natürlich kann ein Deckblatt auch für ein Inhalts- bzw. Anlagenverzeichnis genutzt werden, in dem die der Bewerbung beigefügten Anlagen – Anschreiben, Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen und Arbeitsproben – aufgeführt werden. Gerade bei Bewerbungen mit vielen Dokumenten können Sie mit einem solchen Anlagenverzeichnisses dem Personalentscheider einen echten Mehrwert bieten, schließlich kann er mit einem Blick erfassen, wie die Bewerbung aufgebaut ist und was sie enthält.

Deckblatt als erste Seite des Lebenslaufs

Denkbar ist ein Deckblatt auch als erste Seite des Lebenslaufs. Das bietet sich insbesondere dann an, wenn es schwierig wird, alle Berufsstationen auf der ersten Seite des Lebenslaufs unterzubringen. Personaler wollen schließlich den bisherigen Karriereweg eines Bewerbers möglichst auf einen Blick erfassen und nicht umblättern müssen.

Sie können natürlich Ihre bisherigen Berufsstationen und die damit verbundenen Tätigkeiten und Fähigkeiten so weit kürzen, bis sie unterhalb der persönlichen Angaben, der Kontaktdaten und dem Foto, die normalerweise auf der ersten Seite stehen, Platz finden. Oder aber diese Informationen auf ein dem Lebenslauf vorgeschalteten Deckblatt „auslagern“. In diesem Falle gilt dasselbe wie für ein der gesamten Bewerbung vorgeschaltetes Deckblatt: Es muss klar ersichtlich sein, dass es die erste Seite des Lebenslaufs ist. Also muss „Lebenslauf“ groß und deutlich auf dem Deckblatt stehen.

Gerade ein Deckblatt als erste Seite eines Lebenslaufs muss den Personaler neugierig machen. Dann – und nur dann – können sie damit wertvolle Punkte auf dem Weg zu Ihrem Traumjob sammeln.

Unter folgenden Links können Sie die auf dieser Seite gezeigten Beispiele für ein Deckblatt im Word-Format downloaden.

Musterdeckblatt Bewerbung1

Musterdeckblatt Bewerbung2

Musterdeckblatt Lebenslauf

 

 

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