Jobprofil Drohnenpilot (m/w/d)

 

Key Facts Drohnenpilot

Ausbildung
Maschinenbaustudium, Pilotenausbildung bei der Bundeswehr, auch Quereinstieg möglich

Tätigkeitsbereich
Steuerung der hochkomplexen Fluggeräte, Planung und Koordination der Flüge

Gehalt
durchschnittlich zwischen 3.500 und 6.500 Euro

Zukunftsaussichten
Hervorragend, da Drohnen zukünftig in noch viel mehr Bereichen eine wachsende Rolle spielen und immer mehr Aufgaben übernehmen werden

 

Kurzprofil Drohnenpilot

Drohnen bieten schon heute zahlreiche Einsatzmöglichkeiten – und es werden ständig mehr: Mit den hochkomplexen Fluggeräten werden Fassaden und technische Anlagen auf Schäden überprüft, Bäume auf Schädlingsbefall inspiziert, Gebäude und Gelände vermessen oder Baufortschritte dokumentiert. Gesteuert werden professionelle Drohnen heute oft noch von ambitionierten und erfahrenen Modellfliegern, allmählich entsteht mit den mobilen Fluggeräten aber ein neues Berufsbild: der professionelle Drohnenpilot.

 

Aufgaben eines Drohnenpilots

Die „fliegenden Augen“ kommen überall dort zum Einsatz, wo es gilt, sich aus der Luft einen Überblick zu verschaffen oder wenn es darum geht, schwer zugängliche technische Anlagen zu überwachen oder zu überprüfen.

Viele Drohnenpiloten haben ihre Begeisterung für den Modellflug zum Beruf gemacht. Aber die Zeit der ambitionierte Modellflieger dürfte zu Ende gehen, denn mit den Einsatzmöglichkeiten und der immer komplexer werdenden Technik der professionellen Drohnen steigen auch die Anforderungen an den Piloten. Immerhin hält der Drohnenpilot mit der Fernsteuerung im wahrsten Sinne des Wortes eine große Verantwortung in seinen Händen. Und das nicht nur deshalb, weil professionelle Drohnen einen fünfstelligen Euro-Betrag kosten, sondern vor allem aufgrund der Gefahren, die von einem möglichen Absturz oder Kontrollverlust ausgehen.

Zwar gibt es bereits vielversprechende Versuche mit autonom fliegenden Drohnen, aber auch diese fliegenden High-Tech-Geräte benötigen eine Person, die sie bedient. Und hier entsteht derzeit ein neuer Beruf: der Drohnen-Pilot, der die hochkomplexen Fluggeräte nicht nur steuert, sondern auch die Verantwortung für Planung und Koordinierung des Flugs trägt.

 

Welche Ausbildung braucht ein Drohnenpilot?

In Deutschland gibt es inzwischen eine ganze Reihe Unternehmen, die Schulungen und Ausbildung für angehende Drohnenpiloten anbieten. Je nach Ausbildungsstufe dauern die Kurse mehrere Tage und kosten zwischen 1000 und 2000 Euro. Impulsgeber war die 2017 erlassene „Verordnung zur Regelung des Betriebs von unbemannten Fluggeräten“, die für Drohnen mit einem Startgewicht von mehr als zwei Kilogramm einen „Drohnenführerschein“ fordert. Denn ein Drohnenpilot muss weit mehr wissen und können, als nur den Joystick zu bedienen. So geht es in den Kursen u.a. auch um Meteorologie, Physik und nicht zuletzt rechtliche Fragen um Luftaufnahmen.

Noch gibt es hierzulande nur einen offiziellen Ausbildungsgang zum Drohnenpilot, nämlich bei der Bundeswehr. Dort steuern die Piloten von einer Bodenkontrollstation unbemannte Luftfahrzeuge über Funk- oder Satellitenverbindungen.  Wer diesen Weg einschlagen will, muss sich bei der Bundeswehr auf Zeit verpflichten – in der Regel auf 16 Jahre. Im „Paket“ enthalten ist dabei auch ein duales Bachelor-Studium „Aeronautical Engineering" an der Universität der Bundeswehr München und eine fliegerische Ausbildung, die identisch mit der Ausbildung zum Transportflugzeugpiloten.

Wer zivil in den Beruf einsteigen will, dem wird verschiedentlich ein Maschinenbaustudium ans Herz gelegt. Denn die hochkomplexe Technik der Drohnen verlangt nach einem Verständnis für Technologie und Design. Danach können Weiterbildungsprogramme dabei helfen, sich auf die UAV-Steuerung, also die Navigation eines unbemannten Luftfahrzeugs, zu spezialisieren.

 

Wo sind Drohnenpiloten tätig?

Mittlerweile kommen die fliegenden High-Tech-Geräte in den verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Beispielsweise bei der Überprüfung von Fassaden oder Windenergieanlage. Noch vor ein paar Jahren war die Kontrolle mit Ferngläser, Hubschrauber und Industriekletterer entsprechend aufwändig und zeitintensiv. Inzwischen werden immer öfter Drohnen eingesetzt, die mit hochauflösenden Kameras Zentimeter für Zentimeter inspizieren – kostengünstiger und deutlich schneller.

Kletterer kommen auch überall dort zum Einsatz, wo Schädlinge wie der Asiatische Laubholzbockkäfer Bäume bedrohten. In den Verdachtsgebieten kontrollierten Baumkletterer zeitaufwändig mögliche befallene Bäume. Auch hier werden inzwischen spezielle Drohnen eingesetzt, die es ermöglichen, in kürzerer Zeit deutlich mehr Bäume zu untersuchen. Zeit und Geld sparen auch Betreiber von Photovoltaikanlagen, die ihre Anlagen von Drohnen mit speziellen Thermografiekameras auf fehlerhafte Module inspizieren lassen. Die „fliegenden Augen“ helfen aber auch der Polizei und Rettungsdiensten, wenn es gilt, sich aus der Luft einen Überblick über Unfälle, Tatorte oder Brandherde zu verschaffen.

Flugerfahrene Absolventen eines Maschinenbaustudiums haben auch gute Chancen als Konstrukteur und Entwickler von Drohnen.

 

Was verdient ein Drohnenpilot?

Wer komplexe Systeme wie die teils mehrere zehntausend Euro teuren Drohnen steuert, verdienst in der Regel auch gut.  "GEHALT.de" beziffert das Jahresgehalt eines Maschinenbauingenieurs, der sich zum Drohnenpiloten weitergebildet hat, auf über 65.000 Euro. Allerdings dürften hierfür nur wenige Datensätze zur Verfügung gestanden haben. Denn noch ist ein Großteil der Drohnenpiloten nebenberuflich tätig, das dürfte sich aber in naher Zukunft ändern.

 

Zukunftsaussichten für Drohnenpiloten

Drohnen werden zukünftig in noch viel mehr Bereichen eine wachsende Rolle spielen und immer mehr Aufgaben übernehmen. So laufen erste Tests für die Paketzustellung aus der Luft, auch als Lufttaxis sind Drohnen im Gespräch. Aber auch autonom fliegende Drohnen müssen überwacht werden. Auch hier wird die Verantwortung für die Planung und Koordinierung des Flugbetriebs beim Drohnen-Pilot liegen.

In den USA gelten Drohnen für Investoren bereits als der nächste Markt mit Milliarden-Umsätzen, nicht zuletzt Amazon erhofft sich durch den Versand von Paketen per Drohnen logistische Vorteile. Auch hierzulande experimentieren Logistikunternehmen mit der direkten Paketzustellung auf dem Luftweg.

 

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