Jobprofil Bauzeichner (m/w/d)

 

Key Facts Bauzeichner

Ausbildung
Die duale Ausbildung zum Bauzeichner dauert drei Jahre, wobei der Praxisteil in Architektur- und Ingenieurbüros, im Baugewerbe oder in der öffentlichen Verwaltung abgeleistet wird.

Tätigkeitsbereich
Bauzeichner sorgen mithilfe von CAD-Programmen für die Umsetzung der Entwürfe von Planern, Architekten und Bauingenieuren

Gehalt
nach fünf Jahren Berufserfahrung durchschnittlich bei mehr als 2800 Euro

Zukunftsaussichten
gut, da für jede Art von Baumaßnahmen entsprechende Unterlagen – ob digital oder als Zeichnung – benötigt werden

Alternativer Berufsbeschreibung
Technischer Zeichner

Kurzprofil Bauzeichner

Bauzeichner erstellen maßstabgerechte Bauzeichnungen und Baupläne, Schalpläne und Bewehrungspläne nach den Vorgaben eines Architekten oder Bauingenieurs. Während früher mit Bleistift und Tuschezeichner gezeichnet wurde, wird heute fast nur noch am Bildschirm mit CAD-Programmen (Computer aided Design) gezeichnet.

 

Aufgaben eines Bauzeichners

Dem Bau von Konstruktionen und Gebäuden liegen detaillierte und äußerst fein ausgearbeitete Baupläne zugrunde, die dem entsprechenden Gebäude die nötige Statik und Beschaffenheit verleihen. Aber auch im Straßen- und Wegebau geht ohne detaillierte Pläne nichts. Bauzeichner sorgen für die Umsetzung der Entwürfe und Vorgaben von Planern, Architekten und Bauingenieuren. Sie fertigen mithilfe von CAD-Programmen, Grundrisse, Bauansichten, Bau- sowie Detailzeichnungen Zeichnungen und technische Dokumente für Häuser, Brücken oder Straßen.

Wobei Bauzeichner in drei Bereichen tätig sind, entsprechend unterschiedlich fallen die Aufgeben aus. Bauzeichner für Ingenieurbau erstellen Konstruktionszeichnungen z.B. für Brücken oder Industrieanlagen und führen statische Berechnungen durch. Bei Bauzeichner für Architektur liegt der Schwerpunkt im Bereich Hochbau. Im Tiefbau dreht sich alles um Tief-, Straßen- und Landschaftsbau.

Neben der zeichnerischen Arbeit stellen Bauzeichner auch fachspezifische Berechnungen an. So ermitteln sie z.B. den Bedarf an Baustoffen, erstellen Stücklisten und fertigen Aufmaße. Sie beobachten Planungs­ und Bauprozesse der Bauvorhaben und sorgen dafür, dass die erforderlichen Unterlagen, Be­ und Abrechnungen jeweils rechtzeitig zur Verfügung stehen. Außerdem verwalten Bauzeichner die unterschiedlichen Zeichnungsversionen zu einem Projekt und sichern die Daten.

Gerade letzteres dürfte immer wichtiger werden, denn auch vor der Baubranche macht die Digitalisierung keinen Halt. Im Gegenteil: Hier heißt das Zauberwort der längst begonnen Zukunft „Building Information Modeling“ (BIM). Gemeint ist damit ein durchgängig digitalisierter Prozess, der die Arbeitsprozesse und Abläufe in der Baubranche von der Planung, über die Erstellung bis hin zum Betrieb von Bauwerken radikal verändern und neue komplexe Berufsbilder wie den BIM-Manager hervorbringt bzw. bestehende Berufsbilder wie den Bauzeichner ändern wird.

 

Welche Ausbildung braucht ein Bauzeichner?

Bauzeichner ist ein anerkannter (dualer) Ausbildungsberuf in Industrie und im Handwerk. Die Ausbildung dauert in der Regel drei Jahre und findet im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule statt. Formal ist für die Ausbildung zum Bauzeichner keine bestimmte Schulbildung vorgeschrieben. In der Praxis stellen Industriebetriebe überwiegend  Auszubildende  mit Hochschulreife oder mittlerem  Bildungsabschluss ein,  Handwerksbetriebe wählen vor allem Auszubildende mit mittlerem Bildungsabschluss aus.

Bauzeichner haben über den Weg der Anpassungsweiterbildung, beispielsweise im Bereich CAD-Anwendungen, Architektur oder Bauplanung, die Möglichkeit, ihre Karriere voranzubringen. Auch eine Spezialisierung durch Weiterbildungen zum Techniker der Bautechnik oder der Vermessungstechnik oder zum Technischen Fachwirt ist möglich. Für Bauzeichner mit (Fach)Hochschulreife bietet sich ein Studium im Bereich Architektur oder Bauingenieurwesen an.

 

Wo sind Bauzeichner tätig?

Bauzeichner arbeiten in Architektur- und Ingenieurbüros, bei Bauträgern und Bauunternehmen mit eigener Planungsabteilungen, in Fertighausfirmen oder in der öffentlichen Verwaltung (Bauämtern).

 

Was verdient ein Bauzeichner?

Die Ausbildungsvergütungen liegt je nach Region und Ausbildungsbetreib zwischen 650 bis 850 Euro im ersten Ausbildungsjahr und steigt auf 950 bis 1500 Euro im dritten Jahr, wobei in Ingenieur- und Architekturbüros in der Regel weniger bezahlt wird als im Baugewerbe. Auch nach der Ausbildung unterscheiden sich die Gehälter teils erheblich, abhängig vom gewählten Schwerpunkt/Fachrichtung, der Region und dem Arbeitgeber: So gibt es teils große Unterschiede zwischen den Gehältern in Betrieben, die dem Bauhauptgewerbe angeschlossen sind, freien Architektur- oder Ingenieurbüros und Behörden. Berufserfahrung zahlt sich für Bauzeichner in jedem Fall aus, so liegt das monatliche Bruttoeinkommen nach fünf Jahren Berufserfahrung durchschnittlich bei mehr als 2800 Euro.

 

Zukunftsaussichten für Bauzeichner

Da bundesweit tausende von Wohnungen fehlen und in den nächsten Jahren massiv in die Infrastruktur (Brücken, Straßen etc.) investiert werden soll/muss, ist die Perspektive auf dem Arbeitsmarkt für Bauzeichner insbesondere in Metropolen besonders gut.

 

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