Jobprofil Automobilkaufmann (m/w/d)

 

Key Facts Automobilkaufmann

Ausbildung
Der Automobilkaufmann ist seit 1998 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.


Tätigkeitsbereich
Automobilkaufleute sind die Allrounder für alle kaufmännischen Themen rund um den KFZ- und KFZ-Teilehandel in Autohäusern, Werkstätten bei Importeuren oder auch bei Herstellern.


Gehalt
ca. 2.500 und 3.500 Euro, wie bei vielen kaufmännischen Berufen, können im KFZ-Verkauf auch Provisionen dazukommen.


Zukunftsaussichten
Gut, Automobilkaufleuten werden als kaufmännische Allrounder eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, den KFZ-Handel fit für die digitale Zukunft zu machen. 

 

Kurzprofil Automobilkaufmann

Automobilkaufleute besitzen nicht nur Fachkenntnis über verschiedene Automodelle, sondern beraten Kunden, bearbeiten Rechnungen und übernehmen betriebswirtschaftliche Tätigkeiten in Autohäusern, im KFZ-Ersatzteilhandel, und bei Herstellern und Importeuren von Kraftfahrzeugen.

 

Aufgaben eines Automobilkaufmanns

In erster Linie handelt es sich beim Automobilkaufmann um einen kaufmännischen Beruf. Allerdings steht dabei nicht der eigentliche Verkauf von Kraftfahrzeugen im Vordergrund. Automobilkaufleute sind vielmehr an der Schnittstelle zwischen Vertrieb und Werkstatt tätig.

Automobilkaufleute unterstützen den Verkauf durch vor- und nachbereitende kaufmännische Tätigkeiten. Sie disponieren z.B. Fahrzeuge, Ersatzteile und Zubehör, beraten Kunden im Service und Vertrieb oder bereiten Unterlagen für den Verkauf vor. Weitere Aufgaben sind Fuhrparkmanagement und Fahrzeugvermietung sowie die Ausarbeitung von Finanzierung-, Leasing- und Versicherungsverträge. Automobilkaufleute wirken außerdem in der betrieblichen Steuerung und Kontrolle des Finanz- und Rechnungswesens sowie in der Personalverwaltung mit. Außerdem gehören Vertriebsunterstützende Maßnahmen wie Marketing, Werbung etc. zu ihren Aufgaben.

Unabdingbar sind darüber hinaus zumindest Grundkenntnisse über Fahrzeugtechnik und Werkstattprozesse.

 

 

Welche Ausbildung braucht ein Automobilkaufmann?

Der Automobilkaufmann ist in Deutschland erst seit 1998 ein staatlich anerkannter Ausbildungsberuf.  Im Mittelpunkt der dualen Ausbildung stehen die organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Anforderungen des Kfz-Gewerbes, wobei das Auto und sein Markt im Vordergrund stehen. Ein Schulabschluss ist für die Ausbildung zum Automobilkaufmann rein rechtlich nicht nötig. überwältigende 52 Prozent einen Realschulabschluss und 39 Prozent eine Hochschulreife besitzen. Insgesamt dauert die Ausbildung drei Jahre und ist dual aufgebaut – findet also in der Schule und im Ausbildungsbetrieb statt.  

Automobilkaufleute können sich auf verschiedene Arten weiterbilden. Naheliegend ist eine Weiterbildung zum zertifizierten Automobilverkaufsberater an. Darüber hinaus gibt es für Fortbildungen verschiedene Fachwirt-Abschlüsse, beispielsweise als Handelsfachwirt oder Fachwirt für Marketing oder Einkauf. Auch der Betriebswirt im Kraftfahrzeuggewerbe oder – eine Hochschulzugangsberechtigung vorausgesetzt – ein Bachelor in Automobilwirtschaft oder Automotive Management kann angestrebt werden. Ziel kann natürlich auch die berufliche Selbständigkeit als Autohändler sein.

 

Wo sind Automobilkaufleute tätig?

Automobilkaufleute sind im KFZ- und KFZ-Teilehandels sowie bei Herstellern und Importeuren von Kraftfahrzeugen tätig. Da Neufahrzeuge zunehmend geleast oder finanziert werden, sind viele Automobilkaufleute auch bei KFZ-Verleihfirmen oder im Bereich KFZ-Finanzierung tätig. Aber auch ein „Seitenwechsel“ ist möglich, denn auch in Firmen mit großem Fahrzeugbestand (Logistikunternehmen, Handelsunternehmen mit Außendienst etc.) werden Automobilkaufleute benötigt – z.B. als Fuhrpark- und Flottenmanager.

 

Was verdienen Automobilkaufleute?

Die Ausbildungsvergütung für angehende Automobilkaufleute ist tarifvertraglich geregelt, hängt aber vom Ausbildungsbereich (z.B. Industrie und Handel, Handwerk), die Branche und die Region, in denen die Ausbildung erfolgt ab. Im ersten Ausbildungsjahr liegt die Vergütung zwischen 650 bis 800 Euro, das Gehalt steigt im 3. Ausbildungsjahr auf rund 750 bis 1.050 Euro.

Ausgebildete Automobilkaufleute verdienen, je nach Tätigkeitsbereich und Qualifikation zwischen 2.500 und 3.500 Euro. Wie bei vielen kaufmännischen Berufen, können im KFZ-Verkauf auch Provisionen dazukommen.

 

Zukunftsaussichten für Automobilkaufleute

Das Auto ist bekanntlich für viele Deutsche immer noch das „liebste Kind“. Entsprechend gut dürften auch langfristig die Zukunftschancen im KFZ-Bereich sein. Allerdings steht der KFZ-Handel vor großen Herausforderungen. Die Zahl der Autohäuser geht zurück, der Onlinehandel gewinnt nicht nur im Ersatzteilbereich, sondern auch bei Neuwagenverkauf immer mehr an Bedeutung. Und nicht zuletzt wird auch die Elektromobilität die KFZ-Branche vor große Herausforderungen stellen. Automobilkaufleuten werden als kaufmännische Allrounder eine wichtige Rolle spielen, wenn es darum geht, den KFZ-Handel fit für die digitale Zukunft zu machen. 

 

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