AusbildungWeltweit

Als Azubi ins Ausland

Auslandserfahrung ist in Zeiten der Globalisierung wichtiger denn je. Was nur Wenige wissen: Auch Azubis haben die Möglichkeit, während ihrer Ausbildung Auslandserfahrung zu sammeln. Zum einen im Rahmen des Programms Erasmus+, zum anderen im Rahmen eines 2017 gestarteten neuen Projekts mit dem Namen „AusbildungWeltweit“. Ziel ist es, als Ergänzung des Erasmus-Programms die grenzüberschreitende Mobilität in der beruflichen Ausbildung weiter auszubauen. Antragsberechtigt sind Betriebe und Einrichtungen der Berufsbildung.

Den Nachwuchs fit machen für die Globalisierung

Die deutsche Wirtschaft ist längst international aktiv, der Prozess der Globalisierung schreitet aber weiter voran. Daher nehmen auch die internationalen Anforderungen an den Arbeitsplätzen in Deutschland zu, auf diese gilt es vorbereitet zu sein.

 

Das Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) möchte mit dem Projekt „AusbildungWeltweit“ Auszubildenden die Chance eröffnen, internationale Berufskompetenzen zu erwerben. Gleichzeitig sollen Unternehmen und Berufsbildungs-Einrichtungen damit unterstützt werden, ihre künftigen Fach- und Führungskräfte bzw. das Bildungspersonal fit für den globalen Markt zu machen.

 

Bis zu drei Monate zur Ausbildung ins Ausland

In der 2017 gestarteten Pilotphase fördert das Projekt drei unterschiedliche Ansätze:

  • Im Mittelpunkt stehen Auslandsaufenthalte von Auszubildenden von bis zu drei Monaten. Der Auslandsaufenthalt ist Bestandteil ihrer dualen Ausbildung und soll gezielt zusätzliches Wissen, Fertigkeiten und internationale Kompetenzen vermitteln.

  • Mit Auslandsaufenthalten von Ausbildern sowie Verantwortlichen für die Berufsbildung in nichtschulischen Einrichtungen, fördert das Projekt die Fortbildung des Bildungspersonals. Die Auslandsaufenthalte können auch dazu genutzt werden, die Entwicklung der beruflichen Bildung in einer ausländischen Partnereinrichtung zu unterstützen.

  • Auch Besuche im Vorfeld können durch das Projekt finanziert werden, wenn sie der Vorbereitung und Qualitätssicherung der Auslandsaufenthalte von Auszubildenden dienen.

Als Azubi nach China

Und das Projekt kommt an: 2017 wurden 17 Unternehmen/Einrichtungen und 130 Teilnehmern gefördert, 2018 erhielten bereits 36 Unternehmen, überbetriebliche Ausbildungszentren und Einrichtungen der Berufsbildung eine Zusage für weltweite Auslandsaufenthalte im Rahmen der beruflichen Erstausbildung. Am stärksten vertreten sind die Zielländer China (52 Teilnehmer), USA (40) und Indien (11). Weitere Zielländer sind u.a. die Schweiz, Mexiko, die Vereinigten Arabischen Emiraten, Australien, Japan, Brasilien und Kanada.

 

Besonders erfreulich ist die hohe Zahl der Ausbildungsbetriebe, die für ihre eigenen Auszubildenden oder Ausbildunger Anträge eingereicht haben: Rund drei Viertel der geförderten Projekte wurden von Betrieben selbst initiiert, um geeigneten Kandidatinnen und Kandidaten eine persönliche und fachliche Qualifizierung im Ausland zu ermöglichen. Von den insgesamt 158 Teilnehmern sind etwa 77 Prozent Auszubildende, die damit internationale Berufskompetenz erwerben, ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern und mehr Selbstständigkeit gewinnen können.

 

Antragsfrist ist jeweils der 1. September. Von der Förderung durch das Projekt „AusbildungWeltweit“ ausgenommen sind Auslandsaufenthalte in Ländern, die am sogenannten Erasmus+-Programm teilnehmen. Hierzu gehören neben den EU-Mitgliedstaaten die Länder Island, Liechtenstein, Norwegen, Türkei und Mazedonien.

 

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