Anlagen in der Bewerbung

Auf das Wesentliche konzentrieren

Ob Berufseinsteiger oder „alter Hase“ –  die für die ausgeschriebene Position relevanten Stationen des schulischen und/oder beruflichen Werdeganges sollten in der Bewerbung auch belegt werden. Dazu dienen die Anlagen in der Bewerbungsmappe. Dabei gilt: Die Auswahl der Anlagen sollten sich an der ausgeschriebenen Position orientieren. Denn Personaler haben zur Durchsicht einer Bewerbung nicht unbegrenzt Zeit (und Lust).

 

Wer schon einige Berufserfahrung vorzuweisen hat, braucht sein Abiturzeugnis nicht mehr beifügen, wenn in den Anlagen schon das Hochschulzeugnis zu finden ist. Denn dann ist es eigentlich logisch, dass zuvor die allgemeine Hochschulreife erworben wurde. Auch wer seit 20 Jahren ununterbrochen in einem Beruf tätig war ist, muss den Gesellenbrief nicht mehr als Anlage mitschicken. Hier zählt die langjährige Berufserfahrung mehr als der alte Abschluss. Punkten können Sie allerdings mit berufsrelevanten Weiterbildungen und erworbene Zusatzqualifikationen.

 

Völlig unnötig als Anlage sind Nachweise über branchenfremde Weiterbildungen oder Praktika. Und wenn der Führerschein und Zusatzmodule zum LKW-Führerschein, die Sie – warum auch immer – erworben haben, nicht explizit in der Stellenausschreibung gefordert werden, brauchen Sie sie auch nicht mitschicken. Auch weiter zurückliegende Weiterbildungs- und Qualifizierungsmaßnahmen können sie getrost verzichten: Ein im Jahr 2000 absolvierter Windows-Kurs reißt heute definitiv keinen Personalsachbearbeiter mehr vom Hocker.

Einige Anlagen sind unverzichtbar

Außer bei einer sogenannten „formlosen Bewerbung“ bzw. „Kurzbewerbung“ gehören Anlagen zwingend in jede Bewerbungsmappe. Neben Anschreiben und Lebenslauf und in der Stellenausschreibung geforderten Unterlagen (z.B. ein Führungszeugnis) gehören dazu

  • der Nachweis der höchsten (Hoch)Schulausbildung,
  • die letzten Arbeitszeugnisse (in der Regel genügen die letzten drei) und
  • möglichst aktuelle Referenzen (wenn Ihnen welche vorliegen).

Darüber hinaus können auch Praktikumsnachweise, Fortbildungen oder Bescheinigungen über ehrenamtliches Engagement beigefügt werden. Bei der Auswahl gilt: Relevant sind nur Unterlagen, die Ihre Qualifikationen für die angestrebte Position und Ihre Angaben im Lebenslauf um Details erweitern und unterstreichen.

Insbesondere Auslandsstationen machen sich immer gut im Lebenslauf. Nachweise oder Zeugnisse, die Sie dort bekommen, sollten aber auf jeden Fall ins Deutsche übersetzt und beglaubigt werden. Nicht jeder Personaler kann fremdsprachige Originaldokumente lesen und einordnen.

 

Unterlage in der richtigen Reihenfolge

Wenn Sie eine Bewerbungsmappe per Post versenden, nie die Originale der Urkunden und Zeugnisse beilegen, sondern immer Kopien. Denn nicht alle Unternehmen schicken die Bewerbungsunterlagen auch zurück, und bekanntlich geht ja auch so manche Sendung auf dem Postweg verloren. Dass die Qualität der kopierten Unterlagen möglichst gut sein sollte, muss wohl nicht extra erwähnt werden.  

In der Bewerbungsmappe werden die Unterlagen wie folgt eingeordnet:

  1. Anschreiben
  2. Lebenslauf
  3. Arbeitszeugnisse (chronologisch, beginnend mit dem letzten Arbeitszeugnis)
  4. (Hoch)Schule und Ausbildungszeugnisse
  5. Nachweise über Qualifikationen/Fortbildungen
  6. in der Ausschreibung genannte Nachweise (z.B. Führungszeugnis)
  7. Empfehlungsschreiben/Referenzen
  8. Arbeitsproben

Anlagen in der E-Mail-Bewerbungen

Bei einer E-Mail-Bewerbung gilt die selbe Reihenfolge. Allerdings sollten Anlagen nie einzeln angehängt werden, sondern in einem PDF zusammengefasst werden. Entweder thematisch sortiert, also Lebenslauf, Zeugnisse, Referenzen etc. als jeweils eigene Datei oder alle Anhänge in einer Datei zusammengefasst. So muss der Personaler später weniger Dateien öffnen. Die Datenmenge sollte insgesamt nicht mehr als drei bis fünf Megabyte umfassen. Teilweise ist in den Stellenausschreibungen auch eine maximale Dateigröße genannt.

 

TIPP 1: Mit Suchbegriffen wie „pdf online bearbeiten“ bzw. „pdf zusammenfassen“ finden sich im Internet zahlreiche Online-Tools, mit denen pdf-Dateien zusammengefasst und die Datenmenge ohne Qualitätsverlust reduziert werden kann

TIPP2: Wenn Sie mehrere pdf-Dateien mit der Bewerbung versenden, sollten dies so benannt werden, dass sie problemlos zugeordnet werden können. Also nicht nur "Zeugisse.pdf", sondern immer mit Ihrem Namen, also "Zeugnisse_Susanne_Mustermann.pdf" oder „Mustermann_Susanne_Zeugnisse.pdf“.

 

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