Fachkräftemangel

Ein Fachkräftemangel in Deutschland ist unausweichlich

Fachkräftemangel in Deutschland

Gemäß neuester Studien werden in Deutschland bis 2015 bereits mehr als 1.0 Mio. Arbeitskräfte mit Hochschulabschluss fehlen. Doch welche Auswirkungen hat der Fachkräftemangel konkret und mit welchen Strategien und Maßnahmen können sich Unternehmen vor den Auswirkungen schützen? 

 

Fachkräftemangel ist ein Phänomen, bei dem für bestimmte Berufsfelder die Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften das Angebot an solchen deutlich übersteigt. Infolgedessen können viele Unternehmen ihre vakanten Stellen in diesen Berufsfeldern nicht oder nur mit ungeplant großer Zeitverzögerung besetzen. Dieser Vorgang hat nicht nur negative Auswirkungen auf das jeweilige Unternehmen, sondern auf die gesamte Volkswirtschaft. Grundsätzlich sind alle Personen, die eine Berufsausbildung oder ein Hochschulstudium absolviert haben, Fachkräfte. In Deutschland bezieht sich die Diskussion jedoch primär auf den medizinischen Bereich und die sogenannten MINT-Berufe: Mathematiker, IT-Spezialisten, Naturwissenschaftler und Techniker.

 

Qualifizierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung für den Erfolg eines Unternehmens. Ein Mangel an Fachkräften wirkt sich auf mehreren Ebenen negativ auf den Unternehmenserfolg aus.

  1. Wettbewerbsfähigkeit. Der Fachkräftemangel hemmt die Innovationsfähigkeit des Unternehmens, wenn die Forschungs- und Entwicklungsarbeit unter der unzureichenden Personalkapazität leidet.
  2. Wirtschaftlicher Erfolg. Mit vakanten Stellen kann das Unternehmen sein Potential nicht ausschöpfen. Aufträge können nicht abgearbeitet werden und die Lieferfähigkeit leidet.
  3. Betriebsklima. Kurzfristig kann ein Mangel an Fachkräften durch Überstunden aufgefangen werden, auf lange Sicht führen diese jedoch zu Unzufriedenheit unter den Mitarbeitern und somit zu einem negativen Betriebsklima und sinkender Arbeitgeberattraktivität.

Diese Faktoren führen zu einem Mangel an Fachkräften

Die Ursachen, die zu einem Fachkräftemangel führen, sind verschiedener Natur. Zum einen trägt die allgemeine demographische Entwicklung zu einem Mangel an Fachkräften bei, wenn wie in Deutschland deutlich mehr Menschen altersbedingt aus dem Arbeitsleben ausscheiden als junge Leute das erwerbsfähige Alter erreichen, um in das Berufsleben einsteigen zu können. Ein Defizit auf der Angebotsseite entsteht ebenfalls, wenn starke Schwankungen in der Anzahl von Absolventen bestimmter Studiengänge oder Ausbildungsberufe vorliegen.

 

Aber auch die Nachfrageseite kann zu einem Ungleichgewicht beitragen. Technologieschübe, die zu einer plötzlich ansteigenden Nachfrage nach bestimmten Fachkräften führen, oder ein Wirtschaftsaufschwung, bei dem in sehr kurzer Zeit viele neue Arbeitsplätze mit bestimmten Qualifikationsanforderungen geschaffen werden, sorgen für eine Verknappung der verfügbaren Fachkräfte.

 

Probleme bei der Stellenbesetzung können ebenfalls aus mangelnder Arbeitgeberattraktivität resultieren, wenn die von Unternehmen gebotenen Leistungen die Vorstellungen der potentiellen Mitarbeiter deutlich unterschreiten. Langfristig kann dies sogar zu einem so genannten Braindrain führen, der die Problematik des Fachkräftemangels verstärkt.

 

Mittelständische Unternehmen sind vom Fachkräftemangel häufig stärker betroffen als Großunternehmen, da sie über weniger finanzielle Mittel verfügen, potentiellen Mitarbeitern meist weniger bekannt sind oder ihre Potentiale bei der Personalsuche nicht voll ausschöpfen.

 

Wie Sie als Unternehmen auf den Fachkräftemangel reagieren können

Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken bedarf es Maßnahmen auf deren Umsetzung ein einzelnes Unternehmen nur geringen Einfluss hat, beispielsweise einer Verbesserung des Bildungssystems oder einer Gesetzgebung, die Zuwanderung für ausländische Fachkräfte vereinfacht. Jedoch gibt es auf der individuellen Unternehmensebene Strategien, um so gut wie möglich mit den Konsequenzen des Fachkräftemangels umzugehen.

  1. Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern im eigenen Unternehmen, um intern die Qualifikationen zu schaffen, die am Arbeitsmarkt rar sind und qualifizierte Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden.
  2. Eine nachhaltige Verbesserung in der Personalrekrutierung, durch Nutzung moderner Personalmarketingkonzepte und -instrumente, die darauf abzielen die Bekanntheit des Unternehmens als Arbeitgeber zu steigern (z.B. Recruiting 2.0, Employer Branding)
  3. Steigerung der Attraktivität als Arbeitgeber, indem berücksichtigt wird, welche Ansprüche junge Akademiker heutzutage an  Arbeitgeber stellen, um mit entsprechenden Maßnahmen die Gestaltung von Arbeitsplätzen zu verbessern.

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