Die sogenannte „Dritte Seite“ stellt eine zusätzliche Möglichkeit dar, um die eigenen Fähigkeiten, Kenntnisse und Fertigkeiten optimal zu präsentieren. Sie ist kein fester Bestandteil der Bewerbung, bietet sich aber in speziellen Situationen an.
Durch den Einsatz der Dritten Seite hat der Bewerber die Chance, dem Personalverantwortlichen zu zeigen, warum gerade er die geeignete Person für die ausgeschriebene Stelle ist.
Aus diesem Grunde wird die Dritte Seite auch als Bewerbungsmotivationsschreiben bezeichnet. Sie wird grundsätzlich hinter dem Bewerbungsanschreiben und dem Lebenslauf platziert, sollte jedoch nur dann verwendet werden, wenn der Bewerber dem Personalverantwortlichen wirklich etwas Wichtiges zu sagen hat.
Daher sind im Vorfeld der Formulierung der Dritten Seite umfangreiche Recherchen notwendig. Auf Basis der Analyse der Stellenanzeige, der Karriereseiten auf der Webseite des Unternehmens und von Portalen zur Arbeitgeberbewertung im Internet können geeignete Inhalte durch Gegenüberstellung mit den eigenen Stärken und Schwächen gefunden werden. Daraus lässt sich eine geeignete und interessante Motivation formulieren.
Generell kann davon ausgegangen werden, dass der Personalverantwortliche meist keine Dritte Seite der Bewerbung erwartet und sie deshalb besonders aufmerksam lesen wird, falls er sofort erkennen kann, dass es sich dabei um das Motivationsschreiben eines besonders interessanten und engagierten Bewerbers handelt. Aus diesem Grunde ist es besonders wichtig, sich auf das Wesentliche zu beschränken und dabei die eigene Motivation und die persönlichen Kompetenzen klar und deutlich herauszustellen.
Damit der Leser nicht den Überblick verliert, sollte die Dritte Seite einen Gesamtumfang von 7 bis 15 Zeilen nicht überschreiten. Eine besondere Bedeutung kommt der Überschrift zu. Gerade sie kann entscheidend zu einer optimalen Wirkung der ganzen Seite beitragen. Die Dritte Seite endet grundsätzlich immer mit einer handschriftlichen Unterschrift.
Die Entscheidung, ob eine Dritte Seite eingefügt werden soll, muss letzten Endes jeder Bewerber selbst treffen. Grundsätzlich kann sie vor allem für drei Bewerbergruppen empfohlen werden:
Soll es noch etwas kreativer sein? Dann ist das Bewerbungsvideo eine interessante Option.